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Hamburg (queer.de) - Eine führende evangelikale Gruppe in Deutschland hat Bischöfin Maria Jepsen kritisiert, weil sie einen Gedenkgottesdienst für verfolgte Schwule in Hamburg geleitet hatte. Pastor Ulrich Rüß, Chef der Konferenz Bekennender Geminschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands, nannte die dort getätigten Ausführungen Jepsens "nicht hilfreich". Das berichtet die Nachrichtenagentur idea. Als Bischöfin müsse sie die Sicht der Bibel differenzierter darstellen und dazu raten, Homosexualität nicht auszuleben.

Jepsen hatte beim Gottesdienst in der St.-Georgs-Kirche gesagt, in der Bibel gebe es "kein Verbotsschild für Andersdenkende, Anderslebende, für Homosexuelle". Gott habe auch Schwule geschaffen und liebe sie, so die Bischöfin (queer.de berichtete). Der Gedenkgottesdienst fand anlässlich des 50. Jahrestages einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts statt, das 1957 die Nazi-Version des Paragrafen 175 gut hieß und erklärte, dass gleichgeschlechtliche Betätigung "eindeutig gegen das Sittengesetz" verstoße.

In diesem Zusammenhang bezweifelte Rüß auch die Darstellung der Bischöfin, dass die Kirche in der Vergangenheit federführend bei der Verfolgung und Ausgrenzung Schwuler gewesen sei. (dk)

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®


Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

17 Kommentare

#1 SebiAnonym
  • 15.05.2007, 18:29h
  • >Ja, das Gedenken für NS-Opfer muss scharf kritisiert werden. < Wer so denkt, offenbart aus welcher Ecke er wirklich kommt.....in der Tat aus der biblichen (will nur sascha ein bissl necken).
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#2 hwAnonym
  • 15.05.2007, 19:11h
  • was die kritiker ansonsten so meinen:

    ....bestimmt vom christlichen Glauben an den dreieinigen Gott gemäß seiner biblischen Selbstoffenbarung an das Volk Israel.....Darum steht Europa bei der Gestaltung seiner Zukunft letztlich vor der Entscheidung zwischen Christus und Antichristus....Den segensreichen hohen Schöpfungsauftrag zur Familienbildung erkennen viele nicht mehr als
    ihre Aufgabe......Dieser bisher kaum beachtete Aussterbe-Effekt gigantischen
    Ausmaßes....Auch arbeiten
    islamistische Bewegungen zielbewußt darauf hin, die Reste der vorhandenen, ehemals christlich geprägten Kultur zu beseitigen...Deshalb stellen wir uns mit ganzem
    Herzen zu den gegenwärtigen Bemühungen um eine Neuevangelisierung Europas. Sie sollte
    sich auch gezielt dem muslimischen Teil der Bevölkerung zuwenden. Wir freuen uns über die beginnende missionarische Zusammenarbeit auf biblischer Basis und hoffen, daß die getrennten
    Kirchen auch auf diesem Wege etwas von ihrer verlorenen Einheit wiedergewinnen werden...Notwendig ist auch, daß wieder
    mehr Frauen und Männer, vor allem jüngere, an verschiedensten Stellen – auch ehrenamtlich – politische und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen...Besonders an den Schulen
    und Hochschulen, im Gesundheitswesen, in den Medien und in der Wirtschaft....Soli Deo Gloria !...Darum sind wir,
    solange in unseren Ländern noch Kirchenglocken läuten, dazu eingeladen, seinem Ruf zur
    Anbetung, zum Hören auf sein Wort und zu seinem Abendmahl erwartungsvoll und gehorsam zu
    folgen. Denn Gott hat durch Jesus Christus die schuldig gewordene Welt mit sich versöhnt.
    Er schenkt allen an ihn Glaubenden neues und erfülltes Leben und macht sie in ihrer Umgebung
    und ihren europäischen Heimatländern zu Segensträgern. In seinem Namen bekennen wir
    gemeinsam:
    „Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist das Verderben der Völker“

    www.institut-diakrisis.de/fa.pdf

    ..in der regel hört man einen teil der thesen hier vereinzelt, aber als bundle.....
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#3 SchluppAnonym
  • 15.05.2007, 19:46h
  • Kann denn Liebe Sünde sein?

    Ich warte gelasesn auf den Tag, an dem ich meinem Schöpfer gegenüber trete.
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#4 cole12Anonym
  • 15.05.2007, 20:10h
  • Als ich nach Deutschland kam, hatte ich nur Erfahrung mit der katholischen Kirche gemacht, schlechte obendrein. In der irisch katholischen Gemeinde auf dem Land ist Homosexualität nach wie vor ein rotes Tuch, auch wenn Umfragen etwas anderes sagen. Hier in Deutschland war es eine evangelische Pfarrerin, die mich nach Kräften unterstützt hat und die mich herzlich Willkommen hieß. Ich bin enttäuscht, dass Menschen wie dieser
    Pfarrerin, aus den eigenen Reihen in den Rücken gefallen wird.
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#5 SaschaAnonym
  • 15.05.2007, 20:26h
  • @Sebi: Du hast einfach immer noch nicht ganz verstanden, worum es mir bei meiner Kritik an deinem Vergleich zwischen Bibel und Hitlers "Mein Kampf" und dem von dir postulierten Ergebnis, "Mein Kampf" sei weniger schlimm, ging. Meine letzte Antwort in dem besagten Thread hätte da eigentlich für Erhellung sorgen können (siehe Link zum Artikel "Hass-Kongress" unten)

    Wir stimmen doch nach meinem bisherigen Eindruck in der Sache in vielen Punkten überein. Ich denke nur, dass man manchmal auch mit unangebrachten Formulierungen und Vergleichen über das eigentliche Ziel hinaus schießt. Ich weiß das selbst, denn auch ich schrecke vor scharfen Formulierungen oftmals nicht zurück. Manchmal bringt uns das aber in unseren notwendigen und berechtigten Anliegen auch nicht weiter, sondern konterkariert diese eher.
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#6 SebiAnonym
  • 15.05.2007, 21:12h
  • @sascha
    Sorry, ich wollte dich eigentlich nur noch mal ein bisschen necken und nicht wirklich ärgern. Ich glaub, du nimmst die Sache wirklich stark zu Herzen. Also wenn ich dich mit meinem Unverständnis geärgert hab, tut mir das leid.

    Aber vielleicht noch mal zu meiner Verteidigung. Ich habe deinen Einwand wirklich nicht verstanden. Deiner Meinung nach liegt das an meiner "Leseschwäche" (man denkt erst, da versucht jemand die Kompetenz seines Gegenübers runterzuspielen, um ja nicht argumentieren zu müssen). In deinen Beiträgen konnte ich aber mit oder ohne Leseschwäche, einfach kein Argument finden. Du "findest" den Vergleich unangebracht. Warum sagst du nicht. Ich kann aber vielleicht helfen: Der Punkt ist, dass man den Leuten nicht so sehr auf die Füße treten will. Um etwas zu bewegen muss man sanft vorgehen. Die Mehrzahl der "Christen" wissen eh nicht, um was es geht und verhalten sich auch absolut human. Ich hatte auch nicht die wieauchimmer geartete "Ideologie" (ich hass das Wort) gemeint (also dass die schlimmer sei) sondern vom Buch geredet. Warum ich die Bibel für schlimmer halte als "Mein Kampf" hab ich begründet (weil Bibel Gewalt an sich propagiert und Mein Kampf Gewalt als Mittel zum Zweck der "Arterhaltung").
    Selbstverständlich verhalte ich mich auch im Alltag so, dass ich schonend auf die Gefahren hinweise ohne das VERTRAUTE und damit als "gut" empfundene Christentum direkt zu thematisieren (schlichte Menschen wirft so was nämlich aus der Bahn).
    Warum ich hier auf Queer.de ruppiger bin?: Weil es in der kurzen Spanne einer Diskussion hier nicht möglich ist jemanden der sich so einfältig gibt wie z.B. dieser @christ groß zu überzeugen. Genug überzeugende Argumente wurden ohnehin bereits geliefert. Aber jemand der schon zu solchen Ansichten gelangt ist wie er (z.B. homosexuelle hätten alle 100 Sexualpartner), will und kann kluge Argumente nicht verstehen (diskreditiere gerade selbst um nicht argumentieren zu müssen *g*). Er hatte den Kommentar vermutlich eh nicht mehr gelesen und ist zu kreuz.net gewechselt.
    Hoffe, du bist mir nicht sauer.
    MfG
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#7 aquarius40Anonym
  • 15.05.2007, 21:23h
  • @ Schlupp:

    Genau meine Einstellung, denn ich kann mir schon denken, dass ER sagen wird:

    "Du hast in Liebe gelebt und das war gut so! Und zu Deiner Beruhigung, die, die gegen Dich gewettert haben, habe ich in die Hölle verdammt, dort können sie über ihren Irrglauben nun lange nachdenken!!"
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#8 LoeweBoy1987Anonym
  • 15.05.2007, 23:12h
  • "In diesem Zusammenhang bezweifelte Rüß auch die Darstellung der Bischöfin, dass die Kirche in der Vergangenheit federführend bei der Verfolgung und Ausgrenzung Schwuler gewesen sei."

    Das ist die Kirche doch zum größten Teil heute noch!
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#9 gerdAnonym
  • 16.05.2007, 01:49h
  • Das ist eine kleine Minderheit von Pastoren, wie Herr Rüß oder Herr Cochlovius aus Walsrode, die so denken. Die grosse Mehrheit der Pastoren und Bischöfe in den Landeskirchen der EKD hat eine andere Auffassung.

    Wichtig finde ich aber hier zu erwähnen, dass es sich als Christ "lohnt" von der katholischen zu einer evangelisch-lutherischen oder evangelisch-reformierten Landeskirche in Deutschland überzutreten und auch ansonsten sollte durchaus immer wieder -auch hier an dieser Stelle - darauf hingewiesen werden, dass die EKD im Jahre 2007 sich sehr wohltuend von der Altherrenriege des Vatikans abhebt. Bischöfe wie Friedrichs in München oder Jepsen in Hamburg oder Kässmann in Hannover sind homosexuellen Paaren gegenüber positiv eingestellt und ermöglichen Segnungsandachten in ihren Kirchen. Da ist der Vatikan mit seinen verklemmten Männern, die nie in ihrem Leben eine Partnerschaft zu einem Menschen aufbaugebaut haben, ein "Mutantenstadel", was das Thema "Umgang mit sexueller Identität" in ihren Reihen angeht.

    Also engagiert euch in den Landeskirchen der EKD und lasst euch bei euren Ortspfarrern blicken.
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#10 BK GayprideAnonym
  • 16.05.2007, 02:43h
  • Neulich hab ich mich schon über die positiven Äußerungen von dieser Fr. Jepsen gefreut und auch gewundert. So wie es jetzt wieder rauskommt, ist das doch ne absolute Minderheitenmeinung, auch in der progressiveren evangelischen Kirche. Die kräfte in der evangelischen Kirche die für Gleichberechtigung eintreten , sind wohl leider doch in der Minderheit. Oder vielleicht schreien die reaktionären Fundamentalisten einfach lauter. Ich denk auch, dass die nem Irrglauben anhängen - ich hab im Neuen Testament keine Aussage von Jesus gefunden über Homosexualität. Aber viele über falsche Prediger und diese Schriftgelehrte, was heute diese Fundi-Typen darstellen.
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