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London (queer.de) - Obwohl sich die britische Polizei in den letzten Jahren gebessert hat, gibt es immer noch eine institutionalisierte Homophobie. Das ist das Ergebnis einer Studie der unabhängigen Lesbian Gay Bisexual Transgender Advisory Group (LGBT IAG), die sich zehn Fälle von schwulenfeindlichen Morden zwischen 1990 und 2002 angesehen hat. Vier der Fälle sind nach wie vor ungelöst. Die Studie besagt, dass oft schlecht ermittelt wurde; Grund waren mangelndes Wissen sowie Klischeevorstellungen und Vorurteile seitens der Beamten. Es gebe "institutionalisierte Homo- und Transphobie", so der Bericht. So hätten bei einem Serienmord in den 90er Jahren mehrere Leben schwuler Männer gerettet werden können, wäre die Polizei vorurteilsfrei Hinweisen aus der S/M-Szene gefolgt und hätte mögliche Opfer vorher gewarnt.

Der Bericht stellte Vergleiche an mit dem 1997 veröffentlichten "McPherson-Report", der der Polizei "institutionalisierten Rassismus" vorwarf. Daraufhin wurden Lehrgänge für Beamte eingerichtet und mehr Angehörige ethnischer Minderheiten angeworben. Bob Hodgson, Mitverfasser des neuen Berichtes, erwartet nun eine ähnliche Reaktion. Besonders mit der Londoner Polizei stünde die Gruppe in regen Kontakt und hat bereits Verbesserungen in den letzten Jahren feststellen können. (dk)



#1 ThomasAnonym
#2 SaschaAnonym
  • 18.05.2007, 17:51h
  • Wie sonst soll man einen Sachverhalt denn objektiv und kritisch analysieren bzw. gesellschaftlichen Fortschritt messen, wenn nicht nach den Regeln wissenschaftlichen Arbeitens und durch regelmäßige, repräsentative Studien?

    Solche Forschungsarbeiten leisten insbesondere einen unverzichtbaren Beitrag zur öffentlichen Diskussion und sollten daher viel stärker gefördert werden.
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