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  • 18. Mai 2007, noch kein Kommentar

Ein Album wie ein Kunstwerk: Deutsche Volkslieder zwischen Brauchtum und Jazzimprovisation, Pop und Kunstlied.

Von Jan Gebauer

Nein, einfach ist die Thematik nicht, die sich Christiane "Bobo" Hebold für ihr ehrgeiziges Solo-Projekt "Lieder von Liebe und Tod" ausgesucht hat. Die Frontfrau der Rock-Band Bobo In White Wooden Houses hat sich mit dem Theatermusiker Sebastian Herzfeld an die Neuinterpretationen deutscher Volkslieder und Gedichte gewagt. Herausgekommen ist ein von der ersten Note an faszinierendes Meisterwerk, dass einen fesselt und für Stunden nicht mehr los lässt. Volkslieder zwischen Brauchtum und Jazzimprovisation, zwischen Pop und Kunstlied, über Allem Bobos glockenhelle, extravagante Stimme. Wie nebenbei verfliegen alle Zweifel und Vorurteile und schnell macht sich helle (bei diesem Sujet manchmal auch dunkle) Begeisterung breit.

Bobo, Herzfeld und die Klarinettistin Anne Kaftan haben einen atemberaubendes Klangwerk geschaffen, in dem sich die lyrischen Meisterwerke perfekt einfügen. Selbst die berühmten Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe und Joseph von Eichendorff bekommen durch Herzfelds eigene Kompositionen ein erstaunliches neues Leben eingehaucht. Spätestens beim dritten Lied "Der schwere Traum" bricht es einen das Herz. Schon jetzt dürfte "Lieder von Liebe und Tod" mehr als ein Geheimtipp sein. Bleibt zu hoffen, dass dieses phantasievolle, anspruchsvolle Werk seinen Weg in die Jahresbestenlisten findet – denn dort gehört es schon jetzt hin!

Live:

23. Juni - Kulturkirche St. Jakobi, Stralsund, 20:30 Uhr
30. August - Folkfestival Cork in Irland
9. Oktober - Neue Welt, Inoglstadt

18. Mai 2007