Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6941

Warschau (queer.de) - In der polnischen Hauptstadt Warschau haben am Samstag mehrere tausend Menschen an der schwul-lesbischen "Parade der Gleichheit" teilgenommen. Die Polizei sprach Agenturberichten zufolge von 4.000 Demonstranten, Teilnehmer sprachen hingegen von bis zu 10.000 Menschen. Wegen drohender Übergriffe musste der Zug unter Polizeischutz durch die Innenstadt ziehen. Es kam jedoch zu keinen größeren Zwischenfällen. Lediglich fünf Teilnehmer einer Gegendemonstration der rechtsextremen Allpolnischen Jugend wurden festgenommen

Erstmals konnte der Warschauer CSD in diesem Jahr ohne Probleme vorbereitet werden. Die neue liberal-konservative Oberbürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz hatte nach Angaben der Veranstalter sehr gut kooperiert – ganz anders als ihr ultrarechter Vorgänger Lech Kaczynski, der heutige polnische Staatschef. Wegen Kaczynskis Verbot der Gleichheitsparade im Jahr 2005 war Polen Anfang Mai vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden.

Um ihrer Solidarität mit den polnischen Schwulen und Lesben zu zeigen, haben erneut zahlreiche ausländische Aktivisten an der Warschauer Demo teilgenommen. Darunter waren auch rund 25 linke und liberale Abgeordnete aus den Parlamenten anderer Länder sowie der EU, etwa die deutsche Grünen-Chefin Claudia Roth und die schwedische Europaministerin Cecilia Malmström.

Die niederländische Europa-Abgeordnete Sophie In’t Veld warf der polnischen Regierung während der Demo vor, "ein Klima der Angst und des Hasses gegen Homosexuelle" zu schüren. Viele Transparente auf der Gleichheitsparade richteten sich vor allem gegen Bildungsminister Giertych. Der Vizeministerpräsident von der ultrakatholischen Liga Polnischer Familie hatte kürzlich einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem er jede Aufklärung über Homosexualität in den Schulen verbieten will. So etwas werde das europäische Parlament nicht zulassen, versprach In’t Veld den polnischen Schwulen und Lesben. (cw)

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®


10 Kommentare

#1 hmAnonym
  • 20.05.2007, 16:26h
  • in den meldungen im netz ist immer von volker beck und claudia roth die rede. gibt es einen grund, dass das gestrichen wurde, aber die sensation, dass kauch hin fuhr sogar eine eigene meldung wert war?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 hwAnonym
#3 manni2Anonym
#4 xyAnonym
  • 21.05.2007, 00:31h
  • Nur zur Info:
    Nicht nur Volker Beck und Claudia Roth gehen gerne auf Ex-Ostblock-Staaten-CSD-Paraden, soweit ich weiß ist Johannes Kahrs (SPD) auch dabei. Warum schreibt das niemand? Wahrscheinlich einfach deshalb, weil ein paar Leute nicht ständig das Bedürfnis haben, als Weltverbesserer in den Medien aufzutauchen?!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Georg FalkenhagenAnonym
#6 DieterAnonym
  • 21.05.2007, 01:11h
  • Hallo, war dieses Jahr selbst dabei. Zu den Teilnehmern kann ich nur sagen es waren mehr als 4000 aber auch weniger als 10000. Persönliche Meinung wäre ca. 6000. Dank der totalen Polizeiüberwachung blieb es ruhig und die wenigen Plakate und Rufe musste man einfach überhören. Man hat in Polen eben noch nicht gelernt mit uns umzugehen. Aber das kommt auch mit der Zeit, denn Polen öffnet sich erst jetzt zu den liberalen Einstellungen. Besser als nie. Bilder können zugesendet werden auf Anfrage.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 thomas, kölnAnonym
  • 21.05.2007, 21:41h
  • @xy

    So ist das halt in der Presselandschaft und da ist queer.de nicht anders als all die anderen: Wessen Brot ich fress, dessen Lied ich sing.

    Schade, aber da muss man als sozi durch.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 gerdAnonym
  • 22.05.2007, 12:47h
  • Das freut mich sehr, dass in Warschau diesmal die Demonstrationsfreiheit gewonnen hat. Selbst Frau Merkel in Russland muss ich mit ihrer offenen Kritik an Putin einmal an dieser Stelle loben.

    Friedliche Demonstranten mit Blumen in den Händen müssen in EU-Staaten erlaubt sein...die osteuropäischen Staaten wollten in die Europäische Union. Dann müssen sie jetzt auch in Warschau, Krakau oder halt in Vilnius, Bukarest und Sofia Demonstrationsfreiheit schützen.

    Herzlichen Dank an die Politiker von den Sozialdemokraten, Liberalen, Grünen und Linken, dass sie nach Warschau gefahren sind. Denn ihr Kommen ist sehr wichtig für das Recht auf Demonstration in der EU.

    Es fehlten Abgeordnete der Konservativen aus den Reihen der CDU/CSU des Bundestages. Wo war ein sonst so "lustiger" Herr Blüm ("Die Renten sind sicher") aus dem Fernsehen oder irgendein anderer CDU-Bundestagsabgeordneter ?

    Mein Lob geht gleichwohl hier diesmal an Herrn Kauch: es hat mich sehr gefreut, dass er als FDP-Bundestagsabgeordneter hingefahren ist.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 hwAnonym
  • 22.05.2007, 13:36h
  • @ thomas, köln

    ...mach´s wie ich, werd' buddhist !
    dann siehst du ab und zu bäuchlein von
    bears, die dem des großen meisters nicht
    unähnlich, und du denkst dir: die tun was !
    ..was ich nicht verstehe, sind spd-sichten
    nicht bereits im großen om implementiert ?
    hat sich da was geändert oder meinst du,
    man sollte den sachverhalt öfters lobend erwähnen sollte ?
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Eberhard ZastrauAnonym
  • 22.05.2007, 13:48h
  • @ gerd:

    In Deinem Eingangssatz fehlt mindestens ein "wieder": Schon im letzten Jahr siegte die Demonstrationsfreiheit in Warschau. Nachlesen kann man das z.B. auf
    typo3.lsvd.de/parada2006.0.html

    Ansonsten:

    Dass sich in diesem Jahr auch ein paar Politiker zusätzlich nach Warschau getraut haben, ist zu begrüßen, jedoch nicht mehr besonders mutig.

    Mal sehen, wie es in Vilnius und Moskau sein wird. Oder auch in Riga und Bukarest.
  • Antworten » | Direktlink »