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  • 22. Mai 2007, noch kein Kommentar

Der neue Anbieter jajah verbindet herkömmliche Telefone über das Internet.

Von Christian Scheuß

Der Tarifdschungel der Mobilprovider und der Festnetzanbieter ist nach wir vor schwer durchschaubar. Dafür ist die Technik ausgereift und die Leitungsqualität in der Regel prima. Wer Geld sparen will, telefoniert bereits über das Internet, doch das "Voice Over IP" hat oft noch Kinderkrankheiten, und man ist immer auf einen Computer mit schnellem Internetanschluss und einer dazugehörigen Software angewiesen. Der Anbieter jajah verbindet nun die Kostenersparnis der Webtelefonie mit der robusten Telefontechnik.

So funktioniert es: Nach Anmeldung auf der Website trägt man seine eigenen Mobil- und Festnetznummern ein. Dann tippt man die Nummer der Person ein, die man anrufen möchte. Der Server von jajah ruft zunächst das eigene Telefon an, und verbindet danach zum gewünschten Gesprächspartner. Abhängig vom Zielland und der Frage, ob das Gegenüber ebenfalls jajah-Nutzer ist, ist das Gespräch dann kostenfrei oder wird mit ein paar Cent pro Minute abgerechnet. Ganz besonders praktisch ist dies im Urlaub. Man trägt die Durchwahl des Hotelzimmers in seinen Account ein oder stellt eine Verbindung zu den Liebsten daheim im Internetcafè her.

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So kann man zum Beispiel von einer Festnetznummer in Deutschland zu einem Mobiltelefon in Thailand verbinden oder umgekehrt und zumindest eine Stunde lang umsonst sprechen, sofern beide jajah-Nutzer sind. Die Zeitbegrenzung wurde eingebaut, damit man keine Endlosgespräche führt, die das Geschäftsmodell zum Einsturz bringen würden. Ziel ist es, die Kunden dazu zu bringen, möglichst alle Gespräche über die jajah-Plattform zu führen, auch die kostenpflichtigen. Dazu lockt man mit Tarifen zwischen 2,4 und 13,7 Cent. Über Micropayment-Systeme kann man ein Guthaben erwerben.

Mit diversen Plugins für Webbrowser, die Mailsoftware Outlook oder den PDA lässt sich die jajah-Funktionalität für beinahe alle Arbeitsbereiche nahtlos integrieren. "jajah" ist in Israel entwickelt worden, von Kanada aus versucht das Unternehmen derzeit Marktanteile in aller Welt zu bekommen.

22. Mai 2007