Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?6955

Wilna (queer.de) - Der für Samstag geplante CSD in der litauischen Hauptstadt Wilna ist vom Stadtrat einstimmig verboten worden. Die "Rainbow Days" dürfen nur im Saal stattfinden, da außerhalb nicht für die Sicherheit der Teilnehmer garantiert werden könne, so die Begründung. Im Internet sei mit Gewalt gedroht worden.

Bürgermeister Juozas Imbrazas unterstützt das Vorgehen des Rates: "Ich habe nichts gegen die Hobbys bestimmter Leute. Die sollen sie aber innerhalb ihrer eigenen Wände ausüben."

Der CSD war auch von der Europäischen Union unterstützt worden – auf der Parade sollte ein Antidiskriminierungswagen der EU mitfahren. Die EU-Vertretung in Wilna kritisierte sogleich das Verbot: "Die Entscheidung der städtischen Behörden zeigt, wie viel noch getan werden muss, um die Haltung und das Verhalten gegenüber diskriminierten Gruppen zu verhindern", sagte ein Sprecher nach Angaben der AFP.

Bereits im Vorfeld des CSD kam es zu Spannungen: So wurde eine Werbung für die Veranstaltung auf öffentlichen Bussen wieder entfernt, nachdem Busfahrer protestiert hatten (queer.de berichtete).

Eine Mehrheit der Abgeordneten des litauischen Parlaments hält einer Studie zufolge Homosexualität für eine Perversion (queer.de berichtete). (dk)



#1 Eberhard ZastrauAnonym
  • 22.05.2007, 13:53h
  • Wie wäre es, wenn zahlreiche europäische Politiker am Wochenende - jeder für sich oder allenfalls in Kleingruppe - durch die Straßen von Vilnius spazieren gehen und mit den litauischen Bürgern über Menschenrechte diskutieren?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 hwAnonym
#3 josefAnonym
  • 22.05.2007, 16:52h
  • das braucht noch 1-2 generationen bis die menschen in polen, russland, estland und so weiter bis die soweit sind,das sie homo und lesben akzeptieren können.der kommunismus hat dort viel zerstört und viel hass gesät.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 miliAnonym
  • 22.05.2007, 17:22h
  • ich wüsste ned das mein schwulsein ein hobby sei. endtlich kann ich dann in meinem lebenslauf reinschreiben.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 RalfAnonym
  • 22.05.2007, 22:48h
  • Man stelle sich vor, diese neofaschistischen Staaten (Polen, Baltikum u.ä.) gingen auf diese Art mit Juden um. Niemals wären sie in die EU aufgenommen worden. Aber wenn's um Schwule und Lesben geht, ist man auch in Brüssel und Straßburg nicht lupenrein demokratisch.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 SaschaAnonym
  • 23.05.2007, 01:17h
  • @josef:

    Wenn in den so genannten Transformationsstaaten Osteuropas irgend etwas "Hass gesät" hat, dann die neoliberale Radikalkur und die daraus resultierende, extreme soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit, die in diesen Ländern seither zu beobachten. Letztere verhindert eine durchgreifende Konsolidierung der Demokratie, insbesondere der demokratischen Kultur.

    Minderheiten welcher Art auch immer dienen in einem solchen sozioökonomischen Umfeld, das im konkreten Fall mit einer verheerenden Mischung aus Neoliberalismus und autoritärem Neokonservatismus einhergeht, nicht erst seit heute als "Sündenböcke" mit dem einzigen Ziel des Machterhalts der herrschenden Eliten.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 einsamersachseProfil
  • 23.05.2007, 06:39hHartha
  • Ja, das hat nun die EU davon. Man setzt sich Läuse in das Fell und wundert sich nur, wieso und warum. Da hätte man sich lieber Gedanken machen soll -im Vorfeld- was auf uns zukommt. Aber einige Bürokraten wollen auf Teufel komm raus nur die EU größer machen. Da hätten die Auflagen im Vorfeld der Aufnahme bedeutend größer und schärfer sein müssen. Also: Nicht mehr jammern - schmeißt sie wieder raus. So einfach geht dies - und nicht anders.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 MikosAnonym
  • 24.05.2007, 17:04h
  • Die EU hat diese Staaten aufgenommen und soll jetzt auch dafür sorgen, dass diese Staaten sich an europäische Grundwerte wie Rede- und Versammlungsfreiheit halten...
  • Antworten » | Direktlink »