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Berlin (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband ruft auf, bei einer Demonstration für Versammlungsfreiheit in Russland vor der russischen Botschaft in Berlin teilzunehmen. Grund ist das abermalige Verbot des CSD in Moskau, der morgen stattfinden soll.

"Durch den Beitritt Russlands zum Europarat wurden auch die Regelungen der Europäischen Menschenrechtskonvention geltendes russisches Recht", erklärte LSVD-Sprecher Hartmut Schönknecht. Diese gebe auch Schwulen und Lesben das Recht, für ihre Anliegen zu demonstrieren. "Es ist nicht hinnehmbar, dass diese Rechte für Lesben und Schwule in Russland nicht gelten sollen. Wir fordern die Regierung Russlands auf, den Moskauer Behörden Einhalt zu gebieten und Hasspredigern ebenso entgegenzutreten wie rechtsextremen Schlägerbanden. Schon Ende Januar bezeichnete der Moskauer Bürgermeister die geplante Demonstration als 'Teufelswerk'", so Schönknecht. Er forderte zudem die Bundesregierung auf, sich für die Einhaltung der Menschenrechte in Russland stark zu machen.

Demonstration vor der russischen Botschaft in Berlin am Pfingstmontag, 28.5. um 14 Uhr. Unter den Linden 63-65, Berlin.

t.A.T.u. untersützt CSD

Das russische Musikduo t.A.T.u., das einst als lesbische Skandalband seine Karriere begann, unterstützt den verboteten CSD. Das teilte die Band auf ihrer Website mit (Link). Jelena Sergejewna Katina und Julia Olegowna Wolkowa wollen auch an der Parade teilnehmen.

Die Band landete 2003 einen Nummer-1-Hit in ganz Europa mit "All the Things She Said". Im selben Jahr erreichten sie beim Eurovision Song Contest für Russland Platz 3. Während des Irak-Krieges sorgten sie in einer Unterhaltungssendung für einen Skandal, als sie ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Scheiß auf den Krieg" auf Kyrillisch trugen. Erst nach der Ausstrahlung fiel den verantwortlichen Redakteuren die politische Botschaft auf. (pm/dk)



15 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 26.05.2007, 13:04h
  • Demonstrationsfreiheit muss auch in Russland gewahrt bleiben, Herr Putin.

    Nicht nur dass der CSD zum zweiten Mal in Folge verboten wird und zuvor die Demonstration der Opposition um Schachweltmeister Kasparow massiv behindert und eingeschüchtert wurde, werfen Sie unserer Bundeskanzlerin Merkel auch noch vor, dass in Deutschland die Demonstrationsfreihet behindert werde. Meines Erachtens können Sie dann mit solchen Sprüchen beim G8-Treffen in Heiligendamm dann gleich ganz wegbleiben...

    Mittlerweile haben Sie nach den guten Präsidenten Gorbatschow und dem prinzipiell auch noch guten Präsidenten Putin Russland in seiner Demokratie unterhölt. Presse-, Fernseh-, und Rundfunkfreiheit sowie Demonstrationsfreiheit werden in Russland zurückgedrängt, damit in Russland eine klerikal-nationalistische Wirtschaftsoligarchie regieren kann.
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#2 hwAnonym
  • 26.05.2007, 14:25h
  • @ gerd

    jetzt gefallen mir die mädels auch.
    du hast in weiten teilen recht.
    ob es allerdings sinnvoll ist einen
    kriegtreiber wie kasparov, einen
    brachialnationalisten und schwulenhasser wie solchenyzin
    mit einem nationalbolschewisten zu
    grazien für schwule rechte zu machen,
    bezweifele ich.
    natürlich sollte auch ihnen das recht zustehen für ihre stinkigen geschäfte
    reklame zu machen.
    mein problem ist: wir stinken nicht
    z.b. kasparov, führe dir das in toto zu gemüte:

    www.russland.ru/personalie/morenews.php?iditem=29
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#3 tuxAnonym
  • 26.05.2007, 16:46h
  • Ich bin grundsätzlich mit dem LSVD in diesem Punkt einer Meinung. Andererseits muss ich aber auch dem Herrn Putin insofern zustimmen, wenn er sagt(zu Sterkel), das es in Deutschland ja auch nicht anders aussehen würde.

    Am morgigen Sonntag findet wiedereinmal das Treffen der Gebirgsjäger in Mittenwald statt, auf dem wieder, trotz besseren Wissens, die "Helden der Wehrmacht" geehrt werden.

    Die für dort geplanten Gegendemonstrationen werden dann sicher auch wieder behindert und verhindert.

    www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1288331235
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#4 SebiAnonym
  • 26.05.2007, 19:35h
  • @hw
    Na, na, Kasparow als stinkenden Kriegstreiber zu charakterisieren, ist ein bisschen harsch. Ich hab den Link gelesen. Tatsache ist, dass der Mann (wohl vom Schachspielen inspiriert) stark strategisch denkt, was seine Denke im außenpolitischen Kontext ganz schön militärisch erscheinen lässt. Ohne es mords zu rechtfertigen, muss man doch zugeben, dass in Russland keine kritische Diskussionskultur herrscht und die Menschen bei ihrer Willensbildung vom autoritären Milieu geleitet werden. Selbst ein Intellektueller wie Kasparow ist da nicht gefeit. Umso mehr muss man seinen Hut vor Kasparow ziehen, der trotz dieser Zustände ein klares Bekenntnis zu Menschenrechten und Demokratie gemacht hat. Sein Anliegen ist es, Russland in die Demokratie zu führen (die USA dient als Vorbild). Das politische Interesse liegt also im Innenpolitischen. Ich finde auch, dass ein russischer Oppositioneller, der kein Interesse hat, selbst Staatschef mit außenpolitischer Kompetenz zu werden, keine tiefere Kenntnis der US-Außenpolitik braucht. Der darf in dem Bereich uninformiert sein. Ätzend ist es, dass sich dieses faschistische (sorry milder kann mans kaum ausdrücken) Wall Street Journal das zu Nutze macht. Der Artikel auf dem dein Link sich bezieht, zitiert ja einen Artikel aus dem Blatt.
    MfG
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#5 thomas, kölnAnonym
  • 26.05.2007, 20:29h
  • @tux
    Wenn Du schon versucht dieses Forum in dieser Weise zu missbrauchen solltest Du die Verbrechen der SED, welche ja die Vorgängerpartei der Linken ist, an der Bevölkerung der Deutschen Demokratischen Republik und die Morde an den Menschen welche aus der DDR fliehen wollten, an dieser Stelle auch nicht vergessen.

    Im Übrigen sind die Kundgebung dieser Vereinigung in Mittenwald und die Vorgänge in Russland ja wohl nicht vergleichbar.

    In der BRD gibt es eben ein Recht für seine mein Meinung einzutreten und diese öffentlich zu machen und es gibt das Recht dagegen zu demonstrieren.

    Die Vorgänge in Russland zeigen dass dort eine Diktatur am Werke ist, welche mit dem Deckmantel der Demokratie arbeitet um sich so das Wohl wollen der westlichen Welt zu erhalten.

    Es ist gut, dass diese Demo vor der Russischen Botschaft stattfindet und wir so der Bevölkerung Russlands (auch, aber nicht nur der schwul/lesbischen) zeigen, dass wir mit ihnen für demokratische Veränderungen in ihrem Land stehen
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#6 JohannesAnonym
  • 27.05.2007, 12:20h
  • Volker Beck wurde ja in Russland aufgrund der dort herrschenden Verhältnisse festgenommen... ist denk ich noch ein Grund mehr nach Berlin zu gehn....
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#7 hwAnonym
  • 27.05.2007, 14:40h
  • @ thomas, köln

    als pfälzer buddhist zog es mich natürlich auch zu den feierlichkeiten zum hambacher schloß. da bin ich dann wirklich patriot.
    es baut so schön brücken zu engels und bebel.
    das ist hier in der nähe. man bekommt ein gespür für wandelnde legalität und legitimationen.
    wenn gays u.a. an der botschaft oder in moskau für das gute demontrieren und von staatlicher gewalt behindert werden ist das sehr wohl vergleichbar, wenn gute demokraten behindert werden bei demonstrationen gegen das böse.
    die traditionspflege in mittenwald.
    "...Doch kommt es auch auf dem Hambacher Schloss nicht zum zukunftweisenden Kompromiss zwischen Evolution und Revolution. Ohne gemeinsames Programm streben die Feiernden auseinander. Gleichwohl zieht Metternich die Schrauben nun noch systematischer an. „Außerordentliche Volksfeste“ werden genehmigungspflichtig (und oft verboten), die Verwendung indizierter „Aufruhrzeichen“, das Hissen der missliebigen Trikolore, die Errichtung von Freiheitsbäumen sind „unnachsichtig zu bestrafen“. Wirth, Siebenpfeiffer und viele andere der Redner gehen ins Gefängnis, zahllose deutsche Demokraten ins Exil.

    Dennoch stumpfte der liberale Stachel des Vormärz im Fleisch der Reaktion nicht vollends ab. Zu ausdrücklich drängten Signale von Empörung und Not sich auf: der Sturm dilettantischer Revolutionäre auf die Frankfurter Hauptwache 1833; der „Hessische Landbote“ Büchners und Weidigs im Jahr darauf; die Hungerrevolte schlesischer Weber 1844 …

    1848, während einer aufs Neue scheiternden Revolution, stürzte immerhin der fürchterliche Metternich. Zugleich erhob (von London aus) der Kommunismus im Manifest der Herren Marx und Engels das Haupt. Fortan ging ein Gespenst um in Europa, und kein System durfte hoffen, es werde ewig halten...."

    www.frankenpost.de/nachrichten/kultur-fp/schauplatz-hof/

    art2434,659716.html?fCMS=ff1d2594b13af4d88a9a044dbee61ec0
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#8 KreuzritterAnonym
  • 27.05.2007, 14:50h
  • www.politicallyincorrect.de/2007/05/volker-beck-polizei-deja
    -vu-in-moskau/


    Volker Beck: Polizei-Déjà vu in Moskau

    Eines muss man Volker Beck ja lassen: Er weiß von allen Politikern in Deutschland am besten (vielleicht mit Ausnahme seiner Parteikollegin Claudia Roth), wie er sich als herausragender Gutmensch in den Medien zu positionieren hat.

    Fast auf den Tag genau vor einem Jahr nahm er an einer nicht genehmigten Schwulen-Demo in Moskau teil und bestimmte tagelang die Nachrichtenspalten der Zeitungen (wir berichteten hier und hier). Zum einjährigen Jubiläum dieses schlagenden Ereignisses reiste Beck jetzt wieder in die russische Hauptstadt und bekam - wie erwünscht - erneut Ärger mit der Polizei.

    Der Tagesspiegel schreibt:

    Beck war am Vormittag bei dem Versuch festgenommen worden, zusammen mit Abgeordneten aus dem EU-Parlament und dem italienischen Parlament im Bürgermeisteramt der russischen Hauptstadt eine Petition zur Versammlungsfreiheit zu übergeben. Schon vor Betreten des Amtes war Beck den Angaben zufolge aus einer Menschenmenge heraus mit Tomaten und Eiern beworfen worden.

    Er hält sich seit Samstag in Moskau auf, wo er dem Sprecher zufolge an einer Konferenz über die Rechte Homosexueller teilgenommen hatte. Eine ursprünglich für Sonntag geplante Homosexuellen-Demonstration war bereits zuvor von der Moskauer Stadtverwaltung verboten worden. Der Fraktionssprecher wies darauf hin, dass Beck sich wegen des Verbots nicht an Demonstrationen beteiligt habe.

    Die russische Polizei nahm zu Beginn der Kundgebung vor dem Rathaus auch den russischen Aktivisten Nikolai Alexejew und den Briten Peter Tatchell fest, der sich seit Jahren für die Rechte der Schwulen einsetzt. Zu der Kundgebung in der Innenstadt fanden sich demnach einige dutzend Homosexuelle ein. Hunderte russische Ultranationalisten hätten sich dort ebenfalls versammelt; einige von ihnen seien auf die Demonstranten losgegangen und hätten sie geschlagen, bevor die Polizei einschritt.

    Volker Beck war bereits vor einem Jahr bei einer nicht genehmigten Schwulendemonstration in Moskau von Neonazis attackiert und verletzt worden. Die Grünen kündigten an, dass Parteichefin Claudia Roth sich am Montag in Berlin an einer Demonstration “Versammlungsfreiheit für Lesben und Schwule - auch in Moskau!” beteiligen werde.

    Wie wäre es, wenn sich die beiden publicity-süchtigen Politiker Roth und Beck zur Abwechslung einmal für die Versammlungsfreiheit der Schwulen und Lesben in Kreuzberg oder Neukölln einsetzen - statt, wie Beck, ins 1800 km entfernte Moskau zu reisen?!
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#9 hwAnonym
  • 27.05.2007, 14:56h
  • @ johannes

    stimmt. und schlimmer noch:
    er wurde heute in moskau für eine stunde
    in unterbindungsgewahrsam genommen.
    weil er mit zwei schwulen aktivisten eine
    petition überreichen wollte.
    ich denke, dass es an seinem status liegt,
    dass der unterbindungsgweahrsam nicht solange dauerte, wie gegen die wissenschaftler in heiligendamm, die ein lied sangen.
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#10 holga-waldaAnonym
  • 27.05.2007, 15:24h
  • pics zum unterbindungsgewahrsam
    in moskau.

    beck, thatchell, alexeyev

    www.aibai.cn/info/open.php?id=16530

    ..die randale gegen letzteren begann, als er blumen am mahnmal für den unbekannten soldaten niederlegen wollte. d.h. die irrwische waren ausreichend informiert.
    für die ist das so, wie wenn kai diekmann von der bild seine tittenbilder auf dem altar im petersdom niederlegt.
    1a aktion
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