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Sydney (queer.de) - Eine australische Nachtclub hat sich das Recht erkämpft, Heterosexuellen den Zugang zu verwehren. Das hat ein Gleicherechtigungstribunal entschieden, berichtet die AP. Dem australischen Gleichbehandlungsgesetz nach darf eigentlich niemand wegen seiner sexuellen Ausrichtung diskriminiert werden. Allerdings dürften in diesem Fall Heterosexuelle sowie lesbische Frauen ausgeschlossen werden, da sich die Besucher sonst unwohl fühlen würden.

Geklagt hatte der Nachtclub The Peel in Melbourne. Besitzer Tom McFeely sagte, seine Gäste seien Anfeindungen ausgesetzt gewesen. Außerdem hätten sie sich vor allem auf Jungesellinnen-Abschiedspartys wie Zootiere gefühlt. "Wir richten uns vor allem an homosexuelle Männer und wollen diese schützen", so McFeely.

Zwar könnten weiterhin Heteros im Club feiern, allerdings müsste ihre Zahl begrenzt werden. Nur so könnten die schwulen Gäste ihre Sexualität frei ausdrücken. "Mir ist es egal, wenn das Heterosexuellen und Lesben nicht gefällt", erklärte McFeely weiter. Auf die Frage, wie er Hetero-Männer erkennt, antwortete er: "Wer sich nicht als solcher an der Tür zu erkennen gibt, den beurteilen wir nach seinem Verhalten. Wenn er heterosexuell herüberkommt, werden wir ihn bitten, die Bar zu verlassen, falls sein Verhalten nicht angemessen ist." (dk)

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28 Kommentare

#1 HannesAnonym
  • 29.05.2007, 17:30h
  • Ich halte das für keine gute Nachricht. Toleranz kann man nicht dadurch gewinnen, dass man eine Bevölkerungsgruppe aussperrt. Überspitzt ausgedrückt ist das Selbstghettoisierung und schürt Vorurteile sowohl in die eine wie auch andere Richtung.

    Ich unterstelle dem Wirt des Nachtclubs keine politischen sondern vor allem kommerzielle Interessen.
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#2 SebiAnonym
  • 29.05.2007, 17:36h
  • Der Club ist hoffentlich ne absolute Ausnahme. Ich hatte bislang nie Probleme, irgendwelche heterosexuellen Freunde irgendwohin mitzubringen.
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#3 seb1983
  • 29.05.2007, 17:42h
  • Na so solls sein, immer schön separieren, hier wird nicht gemischt...

    Homos in Heterobars sind ja schon verdächtig, der richtige Schwule geht nur in die Szene, aber da dann die Heteros reinlassen?? Nene, tolerant müsst ihr sein, aber das bitte schön weit weg von uns. Hier kommen nur rööööchtige Schwule rein, und wer zu hetero aussieht fliegt raus.
    Na und Lesben??? Also bitte wer hat denn je an den Schulterschluss mit denen geglaubt, da kann ich ja gleich in ne Heterobar gehen um mir Milchtüten anzugucken.

    Wie schön ist doch die neue schwule Welt....
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#4 FDP hatte Recht!Anonym
#5 tuxAnonym
  • 29.05.2007, 18:02h
  • @seb1983: Hm, versuch doch bitte mal hierzulande als echter Schwuler in eine Lesbenbar zu kommen bzw. dich dort lange genug zu halten, um zumindest in ruhe nen kaffee zu schlürfen....

    @fdp hatte recht: Sorry, aber Australien ist nicht die BRD!
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#6 AdrianAnonym
#7 JohannesAnonym
  • 29.05.2007, 18:22h
  • Ist doch gut! Wenn ich heutzutage weggeh, sind oft so viele heterosexuelle Leute in Schwulenbars - was soll das??!

    Es gibt doch auch häufig in Discos "Ladys Night", wo bestimmte Bereiche der Disco nur für Frauen zugänglich sind, oder Fauensaune, in die ich als Mann auch nicht reindarf -
    Da kann man auch nicht den Grundsatz geltend machen: Niemand darf wegen seines Geschlechts benachteiligt werden.... ;o)

    Das hat ja nichts mit Diskriminierung zu tun. Wenn eine bestimmte Gruppe nur angesprochen werden soll, ist es klar, dass auch nur dieser bestimmten Gruppe Zugang gewährt wird.
    Ihr könnt ja das nächte Mal versuchen ins IKEA-Kinderparadies zu gehen und wenn die euch nicht reinlassen, weil ihr über 12 Jahre alt seit, könnt ihr die wegen "Diskriminierung" anzeigen :o)
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#8 RalfAnonym
  • 29.05.2007, 21:46h
  • Ich halte es für völlig in Ordnung, wenn es Lokale für bestimmte Gruppen gibt, in die Nichtangehörige dieser Gruppen nicht gehen sollen. Wenn z.B. Schwarze, Türken, Katholiken, Kommunisten oder Juden unter sich sein wollen, dann hat das mit Diskriminierung nichts zu tun.
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#9 SvenAnonym
  • 29.05.2007, 22:31h
  • Ich finde das Urteil auch gut. Schließlich muss man sich auch irgendwohin zurückziehen können.
    Das gilt natürlich auch für alle anderen Gruppen. Lesbendiscos wurden hier ja schon erwähnt. Dann gibt's Frauenhäuser und inzwischen auch Männerhäuser. In Kindergärten werden Kinder geschützt usw.
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#10 gab77Anonym
  • 29.05.2007, 22:34h
  • @ Johannes: "Das hat ja nichts mit Diskriminierung zu tun. Wenn eine bestimmte Gruppe nur angesprochen werden soll, ist es klar, dass auch nur dieser bestimmten Gruppe Zugang gewährt wird."

    Genau! Z.B. Nur für Weiße. Hat auch nix mit Diskriminierung zu tun. Werden ja nur die Weißen angesprochen.
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