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Montréal (queer.de) - Eine 20-Jährige hat eine Schwulenbar im kanadischen Montréal verklagt, aus der sie wegen ihres Geschlechtes hinausgeworfen worden war. Audrey Vachon wollte Anfang der Woche in der Lederbar "Le Stud" ihren Vater treffen. Ein Angestellter habe sie dann aber aufgefordert, die Kneipe zu verlassen, weil Frauen nicht erwünscht seien. "Ich war wütend, als das passiert ist", erklärte Gilles Vachon, der Vater der 20-Jährigen, dem "Toronto Star". "Wir hätten wohl warten sollen, bis sie die Polizei holen, um uns hinaus zu eskortieren."

"Le Stud"-Besitzer Michel Gadoury verteidigte die Praxis gegenüber "Radio Canada". Seine Gäste wünschten, unter sich zu bleiben. Außerdem gebe es einmal die Woche eine "Lady's Night".

Der Vorfall wird in der kanadischen Presse kontrovers diskutiert. So fragte die Zeitung "Globe and Mail" gestern: "Dürfen Minderheiten diskriminieren" - und ließ die Antwort offen. Nach der intensiven Berichterstattung besuchte gestern ein Dutzend Frauen gemeinsam "Le Stud". Im Interview mit dem Fernsehsender CTV erklärten sie, sie seien bedient worden, allerdings habe man sie eher kühl behandelt. Mit der Aktion wollten sie für Recht auf Gleichbehandlung eintreten, erklärten die Teilnehmerinnen.

Mit dem Fall beschäftigt sich nun die Menschenrechtskommission von Québec.

Die Provinz hat 1977 als erste Region Kanadas Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung verboten. (dk)

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®


14 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 01.06.2007, 15:12h
  • Ach je, die armen, diskriminierten Heterosexuellen können einem angesichts der Homo-Übermacht ja schon fast leid tun. Die jüngsten Gerichtsurteile zu ähnlichen Vorfällen lassen aber hoffen, dass der Gesetzgeber überwiegend schon wusste, worum es ihm beim Antidiskriminierungsschutz ging.

    Allerdings erinnert uns der von den reaktionären Mainstream-Medien propagierte Diskriminierungsbegriff daran, dass wir in einer durch und durch heteronormativen Gesellschaft leben, in der Menschen, die anders sind, weiterhin auch um ihre legitimen Rückzugsräume kämpfen müssen.
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#2 josefAnonym
  • 01.06.2007, 15:31h
  • mir ging es in amsterdam genau gleich in einer lesben bar.obwohl ich auf eine bekannte warten wollte,wurde ich nicht geduldet.aber deswegen klagen?ich dachte die jungen werden heute toleranter erzogen.
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#3 RabaukeAnonym
  • 01.06.2007, 16:31h
  • " Die Frauen seien zwar bedient, jedoch kühl behandelt worden". Ticken die Weiber richtig? Wenn ich, als Homo in eine Heterodisco gehe, wird mir der geile Hetero am Einlaß doch auch nicht die Zunge in den Hals stecken und "Geil" rufen.
    Also liebe Mädels in Kanada, haltet Bitte den Ball flach.
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#4 tuxAnonym
  • 01.06.2007, 16:31h
  • Oh je, die arme tut mir soooooooooooooooo leid.

    Was istr eigentlich mit schwulen, die mal rein zufällig in ner lesbenbude landen und dann ziemlich grob hinauskomplimentiert werden?
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#5 SebiAnonym
  • 01.06.2007, 17:34h
  • Die Dame bekommt hoffentlich recht. So wollte ich mich auch nicht behandeln lassen.
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#6 KonstantinEhemaliges Profil
  • 01.06.2007, 17:41h
  • Was hat bitteschön eine Frau in einer Lederkneipe zu suchen? DIe kann mit ihrem Papi schliesslich auch woanders Bier saufen.
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#7 stefanoAnonym
  • 01.06.2007, 17:57h
  • andere frage: wieso trifft man sich eigentlich mit seinem vater in einer "lederbar"? hahahahah! hilfe! ich treffe mich doch auch nicht mit meinen eltern im darkroom, um gottes willen. seltsam, findet ihr nicht auch?
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#8 JuliaAnonym
  • 01.06.2007, 23:27h
  • Ich sehe es auch so, das dies absolut rechtens ist. Wenn eine Frau in einer schwulen Bar nicht erwünscht ist, dann hat sie zu gehen. Es gibt genug Bars für beiderlei Geschlechter.
    Aber warum richten sich denn hier jetzt die Gemüter gegen die Lesbenbars?
    Was haben die denn damit zu tun? Gleiches Recht für alle und auch dort machen viele heterosexuelle Männer auch genug Stress, weil sie nicht reingelassen werden.
    Wobei ich dort noch den Unterschied sehen, das Männer (heteros) die in eine Lesbenbar möchten, da sicher nicht hingehen um einfach schön ein Bier
    trinken. Frauen in schwulen Bars kommen aber denke ich eher nicht zum Spannen!
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#9 HeteroAnonym
  • 02.06.2007, 11:46h
  • Warum sollte ein schwuler Gast nicht einen Hetero Gast ( egal ob Mann oder Frau) in sein Stammlokal einladen dürfen?
    Sind doch beides zahlende Gäste.
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#10 wolfAnonym
  • 02.06.2007, 16:22h
  • ich hätte mich doch sehr gewundert, wenn mich mein vater in eine lederkneipe eingeladen hätte.
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