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Dallas (queer.de) - Ein Schwuler gilt nach Angaben der AP als Favorit für die Bürgermeisterwahl in Dallas (US-Bundesstaat Texas). Der demokratische Kandidat, Stadtrat Ed Oakley, tritt am 16. Juni zur Stichwahl gegen seinen republikanischen Widersacher Tom Leppert, den Chef einer Baufirma, an. Die beiden setzten in einem illustren Feld gegen neun Kandidaten durch, darunter ein weiterer Schwuler und eine Transsexuelle. Gewinnt Oakley, wäre er der erste offen schwule Bürgermeister in einer der zehn größten Städte der USA.

Homosexualität ist kein Thema im Wahlkampf

Der 54-jährige Kandidat Oakley selbst erwähnt seine Homosexualität nicht im Wahlkampf. "Niemand spricht mich darauf an, es war einfach nie wichtig in meinen Wahlkampagnen", erklärte Oakley. Er outete sich 1993, als er sich das erste Mal um einen Sitz im Stadtrat von Dallas beworben hatte. "Dallas ist immer weniger das, für das Auswärtige es halten", erklärte der Politikwissenschaftler Cal Jillson zur ungewöhnlichen Wahl. Früher wäre die Homosexualität von Kandidaten noch Ziel negativer Kampagnen ihrer Gegner geworden; das ginge heute nicht mehr.

Die Stadt hat bereits vor Jahren Antidiskriminierungsrichtlinien für das Merkmal sexuelle Ausrichtung erlassen. Außerdem wählten die Bürger mehrfach schwule oder lesbische Stadträte oder Richter; Dallas hat zudem als einzige Metropole einen lesbischen Sheriff. (dk)



#1 madridEUAnonym
  • 06.06.2007, 13:07h
  • Wünschenswert für Dallas, aber warum immer nur schwule Nachrichten aus USA ?
    Inzwischen laufen doch ebenso interessante Neuigkeiten in der alten EU ab, von denen nicht berichtet wird. Was ist mit Wahlerfolgen von Transsexuellen in Cambridge/Grossbritannien oder Geldo/Valencia/Spanien . Auch wird uns der promovierte schwule Jerónimo Saavedra verschwiegen, der in Las Palmas de GranCanaria das Bürgermeisteramt für die Sozialisten gewonnen hat. Man sollte doch glauben, dass deutsche Schwule sicher mehr interessiert daran sind, was an ihren nahegelegenen Urlaubsorten geschieht, als das, was im entferten Dallas abgeht, wo nur wenige hinreisen.
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#2 hwAnonym
  • 06.06.2007, 13:40h
  • @ madridEU

    irgendwie hast du da schon recht.
    ich finde es aber auch gut, wenn halt von einem land berichtet wird, in dem noch sehr vieles im argen liegt.
    eine studie der ngo, vision of humanity,
    finanziert von dem australischen it-unternehmer steve killelea, zeigt im internationalen vergleich, den stand der dinge. die usa liegen dort einen platz vor dem iran.
    wenn ein schwuler ein stück amerika friedlicher macht, ist das gut.

    www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25417/1.

    html

    www.visionofhumanity.com/rankings/
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#3 SaschaAnonym
  • 06.06.2007, 15:11h
  • @madridEU:

    Na, na, vorsichtig mit solchen kühnen Forderungen, bei deren Umsetzung der deutschen Öffentlichkeit schlagartig bewusst werden müsste, wie rückständig dieses Land im Vergleich zu anderen EU-Ländern nach wie vor ist.

    Daher ignoriert man eher die gesellschaftspolitischen Entwicklungen in Spanien und anderen fortschrittlichen EU-Ländern und erklärt - wie so oft - die USA zum Referenzkriterium...
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#4 MichaAnonym
  • 06.06.2007, 15:13h
  • @madridEU

    Und trotzdem ist es interessant zu sehen, ob sich die USA bewegen. Die USA als Hegemonie sind sicher sehr wichtig für die Homo-Politik auf dem Erdball.
    Dass in Niederlande wiedermal ein Schwuler oder eine Lesbe ins Parlament gewählt wird, ist wahrscheinlich schon eh völlig normal.
    Interessant in der EU finde ich vorallem die Entwicklung in den Osteuropäischen Staaten.
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#5 madridEUAnonym
  • 06.06.2007, 16:48h
  • Nun @micha stelle man sich einmal eine amerikanische oder osteuropäische Transe oder auch einen Schwulen vor, der das Zünglein an der Waage nach den Wahlen sein würde, um eine Regierung auf lokaler Ebene zu bilden. Ein Aufschrei homophober Entrüstung würde durch jene Gesellschaften gehen, während man hierzulande entspannt zur Tagesordnung überginge. @sascha: Naja, ganz so aussichtslos sehe ich die deutschen Verhältnisse nun auch wieder nicht, wenn Leute wie Wowereit,v.Beust , Westerwelle oder Beck als offen Schwule die Republik ein bisschen bunter gemacht haben. Zu schön um wahr zu sein, wenn sie sich nun alle für die totale Gleichstellung einsetzen würden. Aber es kämpfen eben nur diejenigen, die in fortschrittlichen Parteien heimisch sind. So ist auch die seit 12 Jahren regierende Bürgermeisterin von Valencia (konservative PP) niemals gewillt,
    auch nur darüber zu reden, obwohl sie und ihre Freundin selber allen Grund dazu hätten. Man vertuscht und verheimlicht, geniesst jedoch den von den Sozialisten
    durchgepaukten gesellschaftlichen Fortschritt.
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#6 manni2Anonym