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  • 15. Juni 2007, noch kein Kommentar

Sieht nicht nur super aus: Patrick Nuo aus der Schweiz hat sein drittes Album veröffentlicht.

Von Carsten Weidemann

Drei Buchstaben stehen für das dritte Album von Patrick Nuo: Schlicht "Nuo" lautet der Titel und ebenso schlicht ist das Konzept. In gewohnter Manier wartet der Schweizer und Wahl-Hamburger mit Songs zwischen Pop und Rock auf, die durch seine angenehme Stimme, die im Laufe der Zeit kraftvoller geworden ist, profitiert. Balladen wechseln sich mit flotten Titeln ab, ohne das irgendeiner der radiofreundlichen Mainstream-Tracks so richtig hängen bleibt. Die Heirat mit der Amerikanerin Molly Schade und die Geburt der gemeinsamen Tochter im Juni 2006 haben Nuo laut Pressetext reifen lassen. Der erst 24-jährige sagt selber: "Was ich extrem schön finde ist, gemeinsam wachsen zu können. Die Ehe hat dazu beigetragen, dass ich viel stärker liebe und auch die Liebe, die mir entgegengebracht wird, intensiver empfinde".

So richtig hat die Karriere von Nuo bislang nicht abgehoben: Die ersten beiden Alben "Welcome" und "Superglue" verkauften sich im deutschsprachigen Raum durchaus solide und warfen eine Handvoll solider Hits ab. In seiner Heimat hatte er dabei bislang am meisten Glück, stand die Single "Beautiful" (2005) dort doch in den Top-10. Weniger erfolgreich war dagegen seine Bemühungen die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2004 zu gewinnen. "Undone" hatte gegen die späteren Finalisten Max Mutzke und Scooter keine Chance – Nuo scheiterte in der Vorrunde. Keine seiner Veröffentlichungen konnte in Deutschland bislang die Top-20 knacken. In Interviews wirkt der Sänger distanziert, manchmal sogar leicht arrogant – vielleicht ein Hindernis für den großen Durchbruch. Seinem eingängigen, durchweg professionellen Pop fehlt zudem die Eigenständigkeit, um ihn vom Tross der vielen attraktiven, nett daher singenden Sängern Europas zu unterscheiden. Das wird sich wohl auch nicht mit "Nuo" ändern.

15. Juni 2007