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Hamburg (queer.de) - Der bekannte schwule SPD-Politiker Lutz Kretschmann-Johannsen wird der nächsten Hamburger Bürgerschaft nicht mehr angehören. Für die Wahl im kommenden Jahr wurde er nicht mehr aufgestellt. Die aussichtsreichen Kastenplätze, die der SPD Landesvorstand zu vergeben hat, sind alle besetzt.

Kretschmann-Johannsen gehörte der Bürgerschaft von 1997 bis 2001 und seit 2004 an. Er hatte von 2004 bis Oktober 2005 als gesundheitspolitischer Sprecher den Verkauf der städtischen Krankenhäuser massiv kritisiert und als Fachsprecher für Lesben und Schwule seit Jahren engagiert für die Gleichstellung von Homosexuellen in der Bürgerschaft gestritten. Für viele Lesben und Schwule in Hamburg ist Kretschmann-Johannsen der zentrale Ansprechpartner und das Gesicht der SPD. (cw)



30 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 19.06.2007, 10:29h
  • Die SPD bietet fortschrittlichen, linken Politikern keinen Platz mehr. Diese Partei ist inzwischen eine Schande für jeden, der für einen demokratischem Sozialismus, für Freiheit, Gleichheit und Menschenrechte eintritt.
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#2 stephan
#3 PeterAnonym
  • 19.06.2007, 11:21h
  • Gut, dass es etzt in der neuen Partei "die Linke" eine wählbare Alernative gibt. Mein Mann und ich werden sie wählen, mit Sicherheit sogar.

    Peter
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#4 PatrickAnonym
  • 19.06.2007, 11:55h
  • So ein Schwachsinn ... Das ist doch ganz gewöhnliche Wahltaktik.

    Im Übrigen ist die SPD gut beraten, sich generell endgültig vom Unding des sogenannten "Demokratischen Sozialismus" zu lösen und klar von den Linksfaschisten des roten Sumpfes abzugrenzen. Die Union macht dies ihrerseits doch mit aller Härte bzgl. der Rechtsfaschisten des braunen Sumpfes. Es ist zu typisch: Weimar war rechts blind. Unsere große Bundesrepublik ist das nicht, obwohl sie sicher noch klarer sehen könnte, dafür bleibt aber das linke Auge verschlossen. Wir haben eine wehrhafte Demokratie, nutzen wir sie - auf allen Seiten des politischen Spektrums.

    Da diese Entscheidung aber nun wirklich nur wahlkampftaktisch war, weil der Gute wohl einfach zu wenig Chancen hätte, ist das aber wohl kaum ein Grund für derart ideologisches Geschwafel, werter Herr Vorredner!
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#5 FDPlerAnonym
  • 19.06.2007, 13:14h
  • Naja ,wie Westerwelle sagte: demokratischer Sozialismus ist sowas wie ein vegetarischer Schlachthof. Scheinbar hat das auch manch ein SPDler verstanden.
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#6 avexAnonym
  • 19.06.2007, 14:56h
  • @Sascha: Diese Baustelle belegt seit letztem Wochenende, eine andere, neue Partei. Ich find's toll.
    Der alten Herren-Riege der SPD muss es seit einigen Tagen den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Von den Schwarzen, Gelben ganz abgesehen.
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#7 Farid MüllerAnonym
  • 19.06.2007, 15:30h
  • Das Ausscheiden von Kretschmann-Johannsen bedauere ich sehr. Lutz war und ist für viele Projekte ein wichtiger Partner. Ohne ihn hätte sich die SPD manche Entscheidung nicht leichter gemacht.

    Für Schwule und Lesben bedeuten die kommenden Bürgerschaftswahlen die Chance, den Stillstand bei der Gleichberechtigung zu beenden. Der Handlungsbedarf ist durch die Untätigkeit des CDU-Senats riesengroß. Unter Jugendlichen muss für Akzeptanz gesorgt werden. Wir müssen den Kampf gegen AIDS wieder aufnehmen. Die rechtliche Diskriminierung von Lebenspartnern muss beendet werden. Gleichgeschlechtliche Eltern bedürfen besserer Unterstützung. Das §-175-Unrecht muss aufgearbeitet werden. Dies alles wird ohne einen erfahrenen politischen Partner wie Lutz nicht einfacher. Lutz wird uns deshalb in der kommenden Wahlperiode bei vielen Aufgaben fehlen.

    Besonders bedanken möchte ich mich bei Lutz für die gute Zusammenarbeit bei der Erarbeitung des „Hamburger Appell für Akzeptanz und gleiche Rechte“. Diese von allen wichtigen Vereinen und Initiativen getragene politische Plattform ist eine Blaupause für die vor uns liegenden Aufgaben in der Schwulen- und Lesbenpolitik.
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#8 KonstantinEhemaliges Profil
  • 19.06.2007, 15:51h
  • Kurz und gut (oder besser nicht gut): Ein Grund mehr, die SPD nicht mehr zu wählen. Solch eine Aktion zeigt mir nur, dass diese Partei sich immer mehr dem konservativen Kurs der C!(lach)DU annähert und kein Interesse mehr als schwulesbischer Politik hat. Danke für das Gespräch, liebe SPD!
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#9 MarkHBAnonym
  • 19.06.2007, 16:11h
  • Daraus jetzt gleich wieder erkennen zu wollen, dass es um seine Homosexualität - und somit Ausgrenzung einer ganzen Gruppe geht - ist Quatsch!

    Peter: In Bremen wurde (bekanntlich) vor kurzem gewählt. Zu diesem Anlass haben wir hier eine Podiumsdiskussion veranstaltet, und dazu führende Politiker aller Parteien eingeladen. Die Linke hat auch jemanden geschickt. Auf die Frage, was er denn im Falle seiner Wahl tun würde, damit den Schwulen und Lesben mehr "Akzeptanz" zukommen würde sagte er tatsächlich: Ich würde dafür sorgen, dass es mehr Parties für Schwule gibt!

    Da kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch!
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#10 SaschaAnonym
  • 19.06.2007, 16:17h
  • @die dumme neoliberale Fraktion hier:

    Sozialismus bedeutet gerade die Radikalisierung der DEMOKRATIE, während die Entwicklung des kapitalistischen Systems in seiner aktuellen Gestalt die größte Gefahr für die Demokratie seit langem darstellt!

    Daher halte ich es für einen Skandal, dass diejenigen, die wirtschaftliche, soziale und politische Beteiligungsrechte immer weiter zu Gunsten einer Diktatur des großen Kapitals und der ökonomisch Mächtigen abbauen wollen, sich immer wieder erlauben, demokratische Alternativen, die sich damit nicht abfinden wollen, als "Gefahr" hinzustellen.

    Bei den herrschenden Eliten kommt dadurch zum Ausdruck, dass sie in all ihrer Verlogenheit inzwischen den Widerstand des Volkes fürchten. Bei allen anderen, die eigentlich nicht zu diesen Eliten gehören, zeugt die Fehlinterpretation des Begriffes "Sozialismus" nicht nur von völliger historisch-politischer Unkenntnis, sondern auch von einer verzerrten, ja fast schizophrenen Wahrnehmung der Realität. Allerdings auch nur solange, als sich die Betreffenden selbst auf der Gewinnerseite des Systems wähnen können - und das wird angesichts der aktuellen Entwicklung in absehbarer Zeit auf die große Mehrheit der Menschen auch hierzulande ganz sicher nicht mehr zutreffen.
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