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Berlin (queer.de) - Die Ergebnisse der bundesweit ersten Umfrage zu Gewalterfahrungen von schwulen und bisexuellen Jugendlichen und Männern, an der sich im Erhebungszeitraum Dezember 2006 / Januar 2007 fast 24.000 Personen beteiligt hatten, sind nun als PDF-Dokument online abrufbar.

Das Soziologenteam um den Berliner MANEO-Projektleiter Bastian Finke präsentiert damit der Öffentlichkeit nach eigenen Angaben "erstmals empirisch fundierte Daten, die die Brisanz des Themas Homophobie und Hassgewalt wissenschaftlich belegen" .

Finke, der bereits mit seinem Wissenschaftsteam (Dr. Bodo Lippl, Dr. Michael Bochow, Dr. Martina Stallmann) für 2008 eine Wiederholung der Umfrage plant, möchte mit der Studie das Berliner Anti-Gewalt-Projekt MANEO als Institution empfehlen, "die bemüht ist, weitere wissenschaftliche Forschungen auf diesem Gebiet voranzubringen", um daraus konkrete Maßnahmen für eine effektive Präventionsarbeit ableiten zu können. (cw)

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®


#1 tuxAnonym
  • 24.06.2007, 18:18h
  • Habe mir gerade mal die Ergebnisse durchgelesen. Ziemlich interessant ist die Angabe, das es sich in 16% der Fälle um "nichtdeutsche" Täter handeln soll. Während die "Deutschen" mit nem blauen auge davon gekommern sind.

    Mal ne Frage: Wird ein Bürger Ausländischer Herkunft mit deutschem Pass auch als "Nichtdeutscher" behandelt?

    weil, sofern die täter ermittelt und zur verantwortung gezogen werden, werden ja auch ihre personalien festgestellt.

    Und noch etwas, liebe Schwule: JEDE TAT, ob Verbal oder körperlich, sofort zur anzeige bringen! es ist eine schande, wenn den tätern durch das nichts tun offeriert wird, das sie im recht wären!!
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#2 GeorgiosAnonym
  • 24.06.2007, 21:41h
  • Die Frage ist wirklich nur, was Anzeigen am Ende bringen? Mal ehrlich.....grad die Polizei verfolgt doch grad Beleidigungen gegenüber Schwulen eher mit einem müden Lächeln...so nach dem Motto: Ja und...bist doch tatsächlich ne scheiß Schwuchtel!

    Sorry so denken grad im polizeidienst leider noch viel zu viele und aus dieser Angst heraus bringen viele Schwule sowas gar nicht zur Anzeige...ich wäre beim Cruisen in Köln fast selbst mal von drei!!! Typen verprügelt worden udn hatte nur ads Glück, dass noch paar andere in dem Park waren und es noch hellichter Tag war...so sind die abgezogen ohne mir was zu tun...wie gesagt...ich hatte nur Glück gehabt!
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#3 DamienAnonym
  • 24.06.2007, 23:41h
  • Ich finde etwas ganz anderes bemerkenswert. Obwohl Maneo, aus Angst vor dem obligatorischen Rassismusvorwurf, darauf verzichtet hat, die vermutete Nationalität der Täter abzufragen, haben 16 % der Befragten ein freies Feld genutzt, um ihre Angreifer als "nicht-deutsch" zu charakterisieren. Hätte man auf diesen Kotau vor der politischen Korrektheit verzichtet, wäre die Zahl vermutlich um ein Vielfaches höher ausgefallen.
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#4 MAnonym
  • 25.06.2007, 14:00h
  • Anzeigen wegen Beleidigung (schwule Sau, o.ä.) werden von der Polizei "mangels öffentlichen Interesse" eingestellt, selbst erlebt.
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#5 hwAnonym
  • 25.06.2007, 21:52h
  • ..ähm, bis zur wievielten generation geht nicht-deutsch ?
    ..müssen sich äußere merkmale durch "rassische vermischung" auswachsen ?
    wieviel humbug wird da noch unternommen,
    um von sozialen ursachen abzulenken oder
    teilabzulenken ?
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#6 PeterAnonym
  • 26.06.2007, 11:13h
  • Ich glaube hier werden mal wieder verschiedene Dinge in einen Topf geworfen. Ich finde, es hat durchaus eine gewisse Relevanz herauszufinden, ob es durch Menschen ausländischer Herkuft (und da kann man ja verschiedne Unterscheidungsmodelle heranziehen) zu vermehrter Gewalt kommt. Wer meint, damit die Deutschen in einem besseren Lichte zu sehen, der verkennt dabei, daß es ja auch die Deutschen sind, die es vermutlich nicht geschafft haben, auf die Veränderung durch die ausländischen menschen zu reagieren (Intergation usw...). Wenn ich aber nur denke, daß ja alle verbrecher gleich sind, mache ich mich blind für differenzierte Ursachenbekämpfung. Wie gesagt, es geht nicht um Ausgrenzung und Schuldzuweisung, sondern um das Erkennen von Ursachen. Wenn ich weiß, daß durch ausländische menschen eine größere Gewalt ausgeht, dann muss man sich eben auch fragen, wieso es dazu kommen kann. Wer hier einfach nur diese menschen abstempelt wird zwar seine deutsche Seele reinwaschen, aber das nützt niemanden etwas. natürlich werden solche Statistiken auch benutzt werden, um den Ausländerhass zu fördern, aber das liegt ja an jedem selber.

    Ich drücke es mal anders aus: wir könnten bei den HIV-Neuinfektionen ja auch darauf verzichten, hier nach Schwul und Nicht-Schwul zu unterscheiden, aber scheinbar müssenw ir uns trotzdem diesem Unterschied stellen, weil er auch bedeutet, daß bestimmte Entwicklungen verbessert werden müssen (Aufklärung usw...).
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#7 tuxAnonym
#8 PeterAnonym
  • 02.07.2007, 12:15h
  • @tux

    danke für die Links......das relativiert natürlich wieder einiges...schade eigentlich, daß solche "Studien" immer passend gemacht werden, um bestimmte Interessen zu vertreten. Objektivität, wie ich sie eigentlich erwarte, scheint in der gesamten Welt (inkl. Wissenschaft) kaum noch gefragt.
    Mich interssieren an solchen "Studien" vielmehr die Ursachen und die dürften teilweise bei ausländischen Menschen andere sein, als bei Deutschen....wobei eine allgemeine homophobie in allen Gruppen vorkommen.
    Wenn es den menschen schlecht geht, verraten sie meist zuerst ihre Minderheiten, berufen sich auf die Moral und zum Schluss gehts an die Ausländer.....So unterdrückt eine Gruppe die andere....aus Angst.
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