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Leipzig (queer.de) - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat auf dem bundesweiten Fankongress in Leipzig zum ersten Mal neben anderen Formen der Diskriminierung auch Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit im deutschen Fußball thematisiert. "DFB und Fans sind sich darin einig, dass Homophobie ein Problem ist, an dessen Lösung dauerhaft gearbeitet werden muss", berichtete Christian Deker, der als Vorstand des schwul-lesbischen VfB-Stuttgart-Fanclubs an dem Treffen teilgenommen hat.

DFB-Präsident Theo Zwanziger habe sich gegenüber den Aktivitäten der schwul-lesbischen Fanclubs "aufgeschlossen" gezeigt, sagte Deker. Für Werner Pohlenz von den Berliner Hertha-Junxx ist dies mehr als ein Zeichen: "Die Zeiten, in denen die sexuelle Orientierung von Fans, Spielerinnen und Spielern vom DFB als Privatsache abgetan wird, sind damit hoffentlich bald vorbei."

Die schwul-lesbischen Fanclubs in Deutschland hatten sich auf dem Leipziger Kongress gemeinsam präsentiert, unterstützt von der Ex-Bundesliga-Spielerin Tanja Walther vom europäischen schwul-lesbischen Sportverband EGLSF.

In der "Leipziger Erklärung - Gegen Diskriminierung im Fußball" sprachen sich die Teilnehmer mehrheitlich dafür aus, sich im Rahmen ihrer Gruppen und Organisationen gegen alle Formen von Diskriminierung zu engagieren. So sollen Antidiskriminierungs-Paragraphen in Stadionordnungen und Vereinssatzungen aufgenommen sowie Diskriminierungen mit Hilfe der DFB-Task Force dokumentiert werden. (pm)

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17 Kommentare

#1 KonstantinEhemaliges Profil
  • 25.06.2007, 08:07h
  • Wurde ja auch mal Zeit! Outen wird sich aber sicher trotzdem keiner der Spieler. Und nur DAS würde wirklich etwas bewegen.
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#2 BjoernX
  • 25.06.2007, 10:21h
  • Sehe ich auch so.
    So gut sich das anhört, so wenig bringt es ohne Unterstütung der Spieler.
    Und dabei wäre wohl der beste Weg ein Outing von möglichst vielen Spielern gleichzeitig. Je mehr dies auf einmal tun, je schwieriger wird es, sie nachher aus den Clubs zu werfen.
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#3 SvenAnonym
  • 25.06.2007, 10:23h
  • Also diesen Satz finde ich ein wenig bedenklich:
    "Die Zeiten, in denen die sexuelle Orientierung von Fans, Spielerinnen und Spielern vom DFB als Privatsache abgetan wird, sind damit hoffentlich bald vorbei."
    Nun eigentlich ist die sexuelle Identität (eine Orientierung ist es nämlich nicht) Privatsache. Ich finde es sogar äußerst nervig, mich immer und überall outen zu müssen. Einen Freund zu haben ist nichts normales.

    Naja, vielleicht ist es nur die Formulierung. Stichwort ist wohl das "abgetan". Die sexuelle Identität ist Privatsache, aber die Verurteilung selbiger ist ein öffentliches Problem.
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#4 ChristianAnonym
  • 25.06.2007, 12:30h
  • @ Sven:

    Die Aussage von Werner ist unter anderem auch eine Anspielung auf das aktuelle Dossier der ZEIT, in dem man folgende Passage lesen kann:

    "Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) müsste ein Zeichen setzen, fordert Eggeling - ähnlich wie dem englischen Fußballverbands, der 2001, nach Fashanus Selbstmord, in seiner Satzung verankert hat, dass er gegen Diskriminierung wegen sexueller Orientierung vorgeht. Öffentlicher Druck sei notwendig wie beim Thema Rassismus, gegen den der DFB auch erst vorging, als der Druck der Öffentlichkeit zu stark geworden sei.
    Das Gespräch mit DFB-Sprecher Harald Stenger zum Thema Homosexualität dauert weniger als eine Minute. "Das ist eine Frage des persönlichen Lebensstils", sagt er knapp. "Für den DFB ist das kein Thema." Ende."
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#5 SaschaAnonym
  • 25.06.2007, 13:34h
  • @Sven: "Einen Freund zu haben ist nichts Normales." Ähm, entschuldige bitte, aber solange schwule Männer sich weiterhin verstecken und Probleme mit dem "Outing" haben, wie du es formulierst, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass sich in der gesellschaftlichen Wahrnehmung menschlicher "Normalität" nichts ändert...

    Ansonsten ist es sehr zu begrüßen, dass von unten Druck gegen die inakzeptable Homophobie und Ignoranz gegenüber der sexuellen Vielfalt im Volkssport Nummer 1, der gerade für viele junge Männer eine wichtige Identifikationsfunktion hat, aufgebaut wird. Selbstverständlich ist es nicht damit getan, dass sich der DFB "aufgeschlossen" gegenüber Antidiskriminierungsmaßnahmen und Aufklärungskampagnen zeigt, sondern er hat diese gefälligst aktiv voranzubringen und Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Spieler, die sich outen, in keiner Weise mit negativen Konsequenzen zu rechnen haben.

    Insgesamt bin ich auch der Meinung, dass sich alle betroffenen Spieler gemeinsam outen sollten, und da dies auf Grund des offenbar mangelnden Selbstbewusstseins und/oder der Verlogenheit der betreffenden Fußball-Millionäre nicht der Fall ist, sollte dringend ein Zwangs-Outing durch Presse und Medien stattfinden.

    Diese Spieler besitzen auch eine Verantwortung gegenüber der Allgemeinheit und gerade gegenüber jungen Menschen und müssen in diesem Punkt endlich in die Pflicht genommen werden. Solange möglichst alle oder mehrere Spieler gemeinsam geoutet werden, wird sich weder beim DFB noch bei den Vereinen noch unter den Fans irgend jemand ein Totschweigen oder eine plumpe Diffamierung erlauben können.
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#6 bastianAnonym
  • 25.06.2007, 16:46h
  • @ Sascha

    Ein Zwangs-Outing?? Ich denke mal, es sollte jeder schön selbst entscheiden, wann, wie, wo und ob er sich outen möchte oder nicht... Mal abgesehen davon, finde ich die Diskussion ein wenig seltsam - ihr tut ja so als wären 10 Mann der Nationalelf schwul...

    Die Diskussion des DFB begrüße ich dennoch sehr, da ich als Fussball-Fan teilweise auch mal mit einem mulmigen Gefühl mit meinem Mann in ein Stadion gehe und wir unsere homosexualität dort auch offen zeigen. Böse Blicke sind da schon dabei, aber auch sehr tollerante Zeichen - zu gewaltsamen Vorfällen kam es zum Glück noch nicht bei uns, was allerdings auch wieder daran liegen mag, daß ich mich "normal" mit den anderen Fans verhalte... (sprich ich komme nicht als Trulla verkleidet und wedle mit meinem Handtäschchen - und ich habe nichts gegen Tunten! Falls mir hier gleich wieder jemand was untersellen möchte *lol).

    "Blöde Schwuchtel" etc. als Schimpfwort für den Schiri o.ä. sind dafür an der Tagesordnung - das kann es nicht sein - da muss was getan werden. Mal sehen ob der DFB nur mal davon redet oder ob er auch Taten folgen lässt.
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#7 tuxAnonym
  • 25.06.2007, 18:36h
  • @sven: "einen freund zu haben ist nichts normales"

    sachma, gehts noch? weisst du überhaupt, was richtige freunde sind? anscheinend nicht, sonst würdest du nicht so einen dünnschiss ablassen..
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#8 jögab77Anonym
  • 25.06.2007, 21:18h
  • @ Sascha und tux:

    Hauptsache mal wieder alle in eine Ecke gestellt, die ihr Schwulsein nicht so darstellen, wie ihr es anscheinend von allen verlangt. Verdammt noch einmal, es geht noch niemanden an, mit wem ich in die Kiste steige. Das hat nichts mit mangelden Selbstbewußtsein zu tun, sondern mit der Negierung des gläsernen Menschen. Zwangsouting ist das allerletzte.

    Oder hat es etwas mit eurem Selbstbewußtsein zu tun, dass jeder so leben soll, wie ihr es tut? Zweifel?
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#9 SaschaAnonym
  • 26.06.2007, 09:28h
  • Ach, @jögab, immer wieder die gleichen unreflektierten Phrasen!

    Welcher heterosexuelle Mann käme in dieser Gesellschaft jemals auf die Idee, so einen Blödsinn von sich zu geben und zu verstecken, mit wem er "in die Kiste steigt" (mal ganz abgesehen davon, dass die sexuelle Identität noch mehr beinhaltet, als mit jemandem "in die Kiste zu steigen")???

    Und wenn du es noch tausendmal bestreitest: Das ist ein Ausdruck von Anpassungszwang und Minderwertigkeitskomplexen, und kein wirklich freier Mensch in einer effektiv für alle freien Gesellschaft käme jemals auf die Idee, so widersinnig zu handeln!

    Und von den DFB-Millionären erwarte ich zudem, dass sie endlich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung insbesondere auch gegenüber jungen Männern gerecht werden, die im Volkssport Nummer Eins weiterhin einer aggressiven Homophobie und Heteronormativität ausgesetzt sind.

    Es sollen doch nicht auch noch in 20 Jahren alle jungen homosexuellen Männer so zwanghaft heterokonform und ihre homosexuelle Identität versteckend herumlaufen müssen wie Du.
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#10 jögab77Anonym
  • 27.06.2007, 09:13h
  • Ach, Du weißt wie ich rumlaufe? Soso...

    Ich habe mich geoutet und lebe mit meinem Freund zusammen. Wie passt das denn jetzt zu Deiner These? Verwechsele sexuelle Identität nicht mit Identität. Mein Leben besteht aus mehr, als aus meiner sexuellen Ausrichtung, vielleicht ist das bei Dir anders. Dann ist es schade.

    Im Übrigen: auch Heteros drücken ihre Sexualität nicht jedem auf's Auge. Gestatten Müller, Hetero.

    Zwangsouting ist eine Unverschämtheit. Jemand hat ein Problem sich zu outen? Genau...geben wir ihm den psychischen Todesstoß und outen ihn unvorbereitet. Vielleicht auch bei 15.jährigen, immerhin haben die auch eine Verantwortung Schwulsein in der Schule vorzuleben, oder?
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