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In den USA werden derzeit mit wissenschaftlichen Methoden Belege dafür gesucht, dass Homosexualität angeboren ist.

Von Carsten Weidemann

Immer mehr Wissenschaftler in den USA suchen derzeit nach körperlichen Charakteristika, anhand der sie die These widerlegen können, Homosexualität sei erworben und könne geändert werden, wie von vielen Konservativen behauptet. Und dabei bedienen sie sich ungewöhnlicher Methoden. Forscher David Sylva von der Northwest-Universität in Georgia, Atlanta führt derzeit Testreihen durch, bei denen Menschen einfach nur gehen Die Personen hat er mit Leuchtetiketten versehen, und er filmte sie in dunkler Umgebung. Probanden, die sich diese Aufnahmen ansehen, werden nicht durch Äußerlichkeiten wie Kleidung oder Frisur abgelenkt. Sie können sich auf die Charakteristik des Ganges konzentrieren und müssen angeben, ob die Person männlich oder weiblich, schwul oder lesbisch ist.

Auch der Psychologieprofessor Richard Lipps von der California State University in Fullerton arbeitet an der Frage "Natur oder Wahl". Er sammelte Fotos von Hinterköpfen und und hat beim Vergleich der Haarwirbel erstaunliches festgestellt. Während bei zehn Prozent der allgemeinen Bevölkerung der Haarwirbel entgegen des Uhrzeigersinns laufen, sind es bei schwulen Männern 20 Prozent.

Lippa gibt zu, dass es etwas merkwürdig klingt, Haarschöpfe in den Mittelpunkt wissenschaftlicher Forschung zu stellen, doch es gäbe noch weitere Auffälligkeiten, wie ein statistisch höheres Vorkommen von Linkshändigkeit bei Schwulen. "Man wurde mit einem Haarwirbel geboren, der entweder im Uhrzeigersinn läuft oder entgegen gesetzt. Das ist biologisch vorbestimmt. Niemand käme auf die Idee zu argumentieren, dass könne man sich aussuchen, und so ist es auch bei der Sexualität;" meint Lippa. Im nächsten Schritt wird die Forschung wohl nach Belegen für Gene suchen, die die sexuelle Orientierung kontrollieren.

02. Juni 2007



27 Kommentare

#1 hwAnonym
#2 SaschaAnonym
  • 02.07.2007, 14:21h
  • Forschung DIESER Art ist eigentlich eine der schlimmsten Formen der Homophobie und erinnert nicht zuletzt an die nationalsozialistische Rassenlehre u.ä.

    Wie schlimm muss es um eine angeblich demokratische Gesellschaft bestellt sein, wenn man Unterschiede zwischen Menschen nicht einfach als solche respektiert und dennoch jeder einzelne in seiner Unterschiedlichkeit als gleichwertig betrachtet wird???

    Wissenschaft und Forschung sollten sich nicht (schon wieder) zum Werkzeug von (in diesem Fall klerikal-) faschistischen Verbrechern machen!
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#3 SvenAnonym
  • 02.07.2007, 14:53h
  • @1: Lustiger Kommentar.

    Nun ja, kommt drauf an, was man später mit den Ergebnissen macht.
    Aber generell eigentlich ganz gut. Mir ist es noch nicht passiert, dass man mich wegen der Richtung meines Haarwirbels diskriminiert (werde mal prüfen lassen, wie herum der sich bei mir dreht).

    Das Ergebnis mit der Linkshändigkeit ist doch schon alt. Vorallem auch seltsam einmal sind es 10 % von allen (Männer, Frauen, Schwule Lesben) und dann 20 % von Schwulen.
    Naja, da gehöre ich nicht zu Minderheit :-)

    Die Linkshändigkeit ist aber auch ein gutes Beispiel (auch wenn sie scheinbar nichts über die sexuelle Identität aussagt). Linkshänder wurde sehr lange diskriminiert und irgendwann wurde endlich eingesehen, dass sie doch normale Menschen sind.
    Viele Linkshänder haben eine Sauklaue, kein Wunder, sie mussten immer mit der falschen Hand schreiben und haben es mit ihrer richtigen (also der linken) nie gelernt.
    Aber auch da ist die Diskriminierung noch nicht ausgeräumt, auch wenn es schon einige Werkzeuge für Linkshänder gibt.

    Dem gegenüber haben wir Homos schneller einiges erreicht :-)
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#4 stromboliProfil
  • 02.07.2007, 15:25hberlin
  • @sascha, ist mein mail angekommen ?
    ein wenig erinnerts mich an unseren kleinen disput : wie wertfrei ist wissenschaft und zu welchen zwecken kann sie mißbraucht werden ?!
    Sinn und unsinn der gentheorie auf seinen perversesten nenner gebracht .
    stromboli
    ein geborener linkshänder
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#5 VegaAnonym
  • 02.07.2007, 17:15h
  • Versteh nicht, was diese Forschungen bringen sollen. Die Leute da haben wohl zuviel Geld oder Langeweile.
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#6 KatrinAnonym
  • 02.07.2007, 17:33h
  • Ein gemeiner Aspekt der Diskriminierung besteht darin, dass sich die Diskriminierten immer rechtfertigen müssen. In einer gerechten Welt sollte es eigentlich umgekehrt sein. Homosexualität muss einen biologischen Grund haben, alles andere ist doch Quatsch. Sie kommt in allen Gesellschaften, in allen Schichten und bei allen Erziehungsformen vor. Historisch ist kein Anfang belegt, Homos sind also so alt wie die Menschheit. Selbst Homotiere sind bekannt. Irgendeine Drüse tickt im Dreieck: Hetero, homo und bi. Wer was anderes behauptet der lügt.

    Wer eine andere Auffassung vertritt muss dies wissenschaftlich belegen und nicht einfach nach dem Motto vorgehen: Wir legen mal Strom an und schauen was passiert. Interessant wäre die Überlegung § 186 StGB (üble Nachrede) auf Personen anzuwenden, die eine andere als die angeborene These behaupten und dies wissenschaftlich nicht belegen können.

    Grüße mit Links
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#7 HampiAnonym
  • 02.07.2007, 22:43h
  • @Katrin: Üble Nachrede? Bitte? Willst Du etwa jemanden anklagen, der sagt "ich finde Homos eklig"? Oder manche Homos, die sagen "ihhh....sie mal dort, eine FRAU...!". Abneigungen, und mögen sie noch so queer und unbegründet sein, sind niemals strafbar, sondern Teil der persönlichen Meinungsäusserungsfreiheit! Noch ne interessante Frage an Dich: Wie kann schwul oder bi angeboren sein,wenn praktisch alle Bi's und Homos auf heterosexuellem Weg gezeugt und durch eine FRAU ausgetragen und geboren wurden? Ich werde nun sehr sarkastisch, wenn ich schreibe, wenn durch schwulen Analverkehr ein Schwuler geschwängert werden könnte und nach neun Monaten per Kaiserschnitt von einem ausschliesslich männlichen Baby entbunden wird, ja, dann, und erst dann bin ich einverstanden, von schwulen Babys zu reden! Schwul wird man durch die Lebensumstände und die persönlichen Erfahrungen,zumeist ist es ein Erleben von eigenem männlichen Defizits in der Kindheit, wodurch man in sich die männliche Stärke vermisst, und diese sowie die Geborgenheit in einem anderen Mann sucht, weil man sich als Mann nicht "manns" genug fühlt, der weiblichen Sexualität gewachsen zu sein....eine Meinung, die auch von manchen Psychologen vertreten wird.
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#8 tuxAnonym
  • 02.07.2007, 23:05h
  • @stromboli:
    @sascha:

    Ja, das erinnert ein wenig an die "Experimente" eines gewissen Mengele...

    MfG Ein Linkshänder, ein ECHTER;-)

    scheinheiligendamm@arcor.de
    schreibt mir doch mal ihr zwei...
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#9 DavidAnonym
  • 02.07.2007, 23:41h
  • @Hampi:
    Du redest einfach nur Müll!
    Oh, das war jetzt keine üble Nachrede, sondern ich wurde nur so durch die Umwelt geprägt jede deiner Meinungen scheisse zu finden.
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#10 FelixAnonym
  • 02.07.2007, 23:46h
  • @Hampi: Das ist ja nun wirklich mit der größte Schwachsinn, den ich je gelesen habe.
    Aber wenn du so forsch bist, kannst du sicher auch seriöse Quellen für deine Meinung anführen, oder? Denn ein dahingesagtes "eine Meinung, die auch von manchen Psychologen vertreten wird" reicht nun wirklich nicht aus.
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