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Washington (queer.de) - Amerikaner sehen einer neuen Umfrage zufolge Kinder nicht mehr als das Fundament einer erfolgreichen Ehe an. Der Nachwuchs ist nur noch für 41 Prozent der US-Bürger "sehr wichtig", das sind 24 Prozent weniger als 1990, so das Ergebnis einer Studie des Pew Research Center. Von neun Themen landeten Kinder damit auf Platz acht. Vor allem Schwarze (49 Prozent) und Latinos (69 Prozent) betrachteten den Nachwuchs als "sehr wichtig".

Angeführt wurde die Hitliste der erfolgreichen Ehe von "Treue", einem "glücklichen Sexualleben" und dem "Teilen von Hausarbeit", das mit plus 17 Prozent den größten Sprung nach oben machte.

Homo-Ehe nach wie vor umstritten

Die Zustimmung zur Homo-Ehe ist im Vergleich zu Umfragen im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen, liegt aber noch weit über den Werten der 90er Jahre. So befürworten 45 Prozent die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften (dagegen: 46 Prozent). 32 Prozent sprechen sich für die Öffnung der Ehe aus (dagegen: 57 Prozent). Bei einer vor einem Monat veröffentlichten Gallup-Umfrage, bei denen Bürger im gleichen Zeitraum befragt wurden, war die Zustimmung zur Ehe noch beträchtlich höher (queer.de berichtete).

Homo-Eltern nicht schlecht für Gesellschaft

Die Toleranz von Homo-Eltern hat unter Frauen aller Altersgruppen in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen. So finden nur noch 42 Prozent, dass schwule und lesbische Eltern "schlecht für die Gesellschaft" sind – 1997 waren es noch 56 Prozent. Die Toleranz nimmt ab, je mehr die Frauen im christlichen Glauben verankert sind.

Pew interviewte im Februar und März insgesamt 2.020 Amerikaner. Der statistische Fehlerspielraum liegt zwischen drei Prozent bei der gesamten Stichprobe und bis zu sieben Prozent bei Untergruppen.

Mehrheit für Adoption

In einer von der Opinion Research Corporation für CNN ausgeführten Umfrage sprach sich eine Mehrheit der Amerikaner für die Adoption durch schwul-lesbische Paare aus. 57 Prozent befürworteten ein volles Adoptionsrecht, 40 Prozent lehnten es ab. Die Zustimmung zur Adoption ist schon seit Jahren bei Amerikanern weit höher ausgeprägt als die Zustimmung zur Homo-Ehe – damit unterscheiden sich die US-Bürger von den Europäern, die weniger Probleme mit der Ehe haben, dafür aber dem Adoptionsrecht kritischer gegenüber stehen.

Homosexualität nicht veränderbar

Eine Mehrheit von 56 Prozent gab laut CNN ferner an, dass sexuelle Ausrichtung ihrer Meinung nach nicht willentlich verändert werden kann. Über die Gründe von Homosexualität herrscht noch Unklarheit: 42 Prozent glauben, dass die Umwelt oder die Erziehung verantwortlich sind, 39 Prozent erklären dagegen, Schwule und Lesben würden so geboren. Zehn Prozent halten beide Faktoren für ausschlaggebend, drei Prozent keinen der beiden.

Der Fehlerspielraum liegt bei den Fragen der Opinion Research Corporation zwischen drei und 4,5 Prozent. (dk)



11 Kommentare

#1 PeterAnonym
  • 03.07.2007, 16:31h
  • Wieso ist es immer so wichtig herauszufinden, weshalb ich schwul bin? Ich fühle mich doch nicht krank, habe gesunde Arme und Beine, zwei gesunde Augen usw....auch geistig fühle ich mich top in form, brauche noch nicht mal einen schwulengerechten Arbeitsplatz und auch sonst keine Hilfe im täglichen Leben. Wieso denken dann alle ich wäre krank? Selbst mein Sperma ließe sich zur Vermehrung einsetzen, wenn ich es wollte. Worin liegt also die Krankheit? Daß ich keine Frau vögle? Na das tun so viele Hetenmänner in der Ehe auch nicht. Daß ich keine Kinder zeuge....na so viele Hetenehen sind kinderlos inzwischen....die sollten sich dringend untersuchen lassen, muss ja eine Ursache haben.
    Ich persönlich habe kein Interesse etwas an meiner Homosexualität zu ändern....wieso also die anderen? Okay, mag ja ganz spanned sein herauszufinden, was die natur sich dabei gedacht hat, aber es ist doch der mensch, der da was verhindern will (nachtigall ick hör dir trapsen). Finger weg von gesunden Menschen und gesunden Genen!
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#2 JanAnonym
  • 03.07.2007, 16:56h
  • Ganze 2020 Befragte?
    Bei einer auch nur annähernd repräsentativen Umfrage würde ich mir mindestens 10000+ Befragte wünschen, auch wenn das mehr kostet.
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#3 MichaAnonym
  • 03.07.2007, 23:02h
  • @Jan:
    Dann hast du aber definitiv nicht verstanden, wie man repräsentative Umfragen macht. Repräsentativ sind die Umfragen aufgrund der Auswahl der Personen. Z.B. Alter und Geschlecht. Das heisst, es werden nicht nur 2000 Junge oder Alte befragt, sondern prozentual soviele, wie es in der amerikanischen Gesellschaft hat. Oder man gewichtet die Meinungen der Personen so, dass sie eben _repräsentativ_ sind. Bei 2000 Personen ist die Meinung einer Person aber ein halbes Promille. Mit mehr Personenbefragungen, wird die Umfrage deshalb nicht wirklich genauer, wenn die 2000 bereits repräsentativ sind.
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#4 hwAnonym
  • 04.07.2007, 12:36h
  • @ micha

    oah, jetzt hab ich´s auch begriffen.
    ist das normative oder präemptive empirie ?
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#5 @hwAnonym
  • 04.07.2007, 15:49h
  • kannst du dir das nicht selber beantworten?

    jedenfalls ist es keine elenktische, ontologische, mäeutische Hermeneutik.

    :-D
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#6 MichaAnonym
#7 MarkHBAnonym
  • 04.07.2007, 16:01h
  • Peter: Nur weil man wissen möchte, warum etwas ist wie es ist, muss man es nicht unbedingt ändern wollen... ;-)

    Man hat ja auch erforscht, warum der eine blaue Augen hat, ein anderer grüne, und wieder einer braune... ;-)
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#8 hwAnonym
#9 MichaAnonym
  • 04.07.2007, 16:51h
  • @hw

    ich meinte natürlich, der obere von (6.) aus gesehen. - oberhalb (6.).

    auch, wie kompliziert das nun wieder ist. :-)
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#10 hwAnonym
  • 04.07.2007, 18:09h
  • @ micha

    hab´s schon wieder begriffen.

    Was war für Sie die überraschendste Erkenntnis während Ihrer Forschung über die demographischen Effekte von Schwulen?
    Der amerikanische Demographieforscher Gary Gates :
    "....Dass etwa ein Viertel aller gleichgeschlechtlichen Paare Kinder aufziehen und dass die Paare häufig ethnischen Minderheiten angehören. Das ist ein noch weitgehend unerforschtes Segment, dem wir uns nun widmen......"
    caucasian race ?
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