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  • 04. Juli 2007, noch kein Kommentar

Eine der besten Stimmen Amerikas ist wieder da: Curtis Stigers! Live auf Tournee, hat der Sänger auch eine neue Jazz-CD im Gepäck.

Von Jan Gebauer

Er war die große Liebe meiner Jugend: Curtis Stigers sang sich 1991/2 mit seinem ebenso gefühlvollen Welthit "I Wonder Why" und seinem Saxophon in unzählige sentimentale Herzen. Danach folgte mit "You're All That Matters To Me" zumindest in Großbritannien ein wunderbarer Anschlusstreffer und auch sein Debüt-Album "Curtis Stigers" verkaufte sich hervorragend. International blieb Stigers, trotz seiner sofort erkennbaren Stimme, allerdings ein One Hit Wonder – hochgelobt, aber viel zu schnell vergessen. Daran änderte auch seine Mitwirkung beim Whitney-Houston-Soundtrack "The Bodyguard" [Song: "(What's So Funny 'Bout) Peace, Love And Understanding"] nichts. Sein zweites Album "Time Was" (1995) ging unter, viel zu lange hatte der aus Idaho stammende Amerikaner mit der Plattenfirma im Clinch gelegen. Der Versuch mit alternativen Rock zu punkten, ging 1999 nach einer weiteren langen Pause und einem Plattenfirmenwechsel ebenfalls nach hinten los. Stigers gab nicht auf und besann sich zum Millennium auf seine Herkunft: In Jazz- und Blues-Bars verdiente er sich einst seine Meriten. Das Label Concord Records zeigte Interesse und 2001 durfte Stigers mit "Baby Plays Around" sein Jazz-Debüt geben.

Mit "Real Emotional" erscheint nun bereits sein fünftes Werk für Concord – keine überlangen Pausen, das richtige Songmaterial und sein nach wie vor beeindruckendes Saxophonspiel haben den Sänger zum glitzerfreien Gegenpol zu den Michael Bublés dieser Welt reifen lassen. Unlängst nominierte ihn die BBC bei ihren jährlichen Jazz Awards neben Allen Toussaint und Madeleine Peyroux zum Künstler des Jahres. Auf der neuen CD präsentiert Stigers abermals eine Auswahl von herausragenden Singer/Songwriter-Stücken, wobei nur drei der zwölf Titel von ihm selber stammen. Bob Dylan, Emmylou Harris, Paul Simon, Randy Newman, Tom Waits, Mose Allison sind die bekanntesten Künstler, deren Songs Stigers überzeugend interpretiert. Auch seine Stimme hat nichts von ihrem Glanz verloren: soulig, leicht rau, nie weinerlich oder zu prätentiös. Doch nicht nur auf CD gilt es den Sänger wiederzuentdecken. Noch im Juli bereist Stigers Deutschland für einige Konzerte (im November folgen weitere):

16.07.07, Memmingen, Stadthalle
18.07.07, Bremen, Schlachthof
19.07.07, Dortmund, Jazzclub Domizil
20.07.07, Darmstadt, Centralstation
21.07.07, Straubing, Jazz an der Donau
11.08.07, Dirmstein, Koeth-Wanscheid'scher Schlosspark
03.11.07, Düsseldorf, Savoy-Theater
04.11.07, Hamburg, Fabrik
05.11.07, Berlin, Quasimodo
06.11.07, Mainz, Frankfurter Hof
09.11.07, Ingolstadt, Ingolstädter Jazztage
10.11.07, Aalen, Aalener Jazzfest

4. Juli 2007