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  • 05. Juli 2007, noch kein Kommentar

Kuala Lumpur (queer.de) - Im "Homo-Beleidigungsprozess" ist der "geoutete" ehemalige stellvertretende Premierminister Anwar Ibrahim unterlegen. Er hatte Mahathir Mohamad, der von 1981 bis 2003 das Amt des Premierministers inne hatte, verklagt, weil ihn dieser als "schwul" bezeichnet hatte. Mohamad hatte seinen Stellvertreter 1999 nach einem heftigen Streit um die Wirtschaftspolitik gefeuert – angeblich weil sein Kontrahent korrupt gewesen sein und eine sexuelle Beziehung mit seinem Redenschreiber unterhalten haben soll. Ein Gericht verurteilte Anwar daraufhin in einem international umstrittenen Verfahren zu 15 Jahren Haft (sechs Jahre wegen Korruption und neun Jahre wegen Homosexualität). Anwar bestritt die Anschuldigungen stets. 2004 wurde ein Teil des Urteils vom obersten Gerichtshof aufgehoben (queer.de berichtete).

Jetzt hat das höchste Gericht Mahatirs Verleumdungsklage als "unhaltbar" abgewiesen. Anwar war nach Angaben seines Anwalt "sehr bestürzt" über die Entscheidung des Gerichts. "Die Wahrheit kann nur durch ein Gerichtsverfahren ans Licht kommen", erklärte Sankara Nair.

Anwar kann wegen seiner Korruptionsverurteilung bis April 2008 kein politischen Amt antreten. Seine Partei wird daher von seiner Ehefrau Wan Azizah Wan Ismail geführt. (dk)