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  • 11. Juli 2007, noch kein Kommentar

Die elfenhafte Lead-Stimme der Corrs präsentiert "Ten Feet High" und überrascht mit neuen Klängen.

Von Jan Gebauer

Zwei Jahre ist das letzte Album der Corrs her – mit "Home" (queer.de-Review) ging es für die Geschwister zurück zu ihren Wurzeln, denn das Werk bot Songs zwischen Folk, keltischen Traditionals und Liedermacher-Perlen. Die Pause vom familiären Musizieren nutzt Leadstimme Andrea Corr nun zum Alleingang und präsentiert "Ten Feet High". Als Produzenten verpflichtete sie neben Nellee Hooper (Björk, Madonna, Gwen Stefani) auch Gavin Friday und Bono von U2. Top-Namen, die für Innovationen stehen. Geschrieben hat Corr allerdings alle Songs selber – mit Ausnahme des Squeeze-Covers "Take Me I'm Yours". Auch sämtliche Piano-Klänge stammen von der Irin. Die Sängerin setzt den poppigen Kurs von Corrs-Erfolgsalben wie "In Blue" fort, mit dem deutlichen Unterschied, dass "Ten Feet High" von alternativen Elektronik-Spielereien überzogen wurde. Bereits beim ersten Song "Hello Boys" krachen die Gitarren auf düstere Eletronik-Wände. Und die eigentlich liebliche Stimme von Corr schwenkt dezent verzerrt auf lasziv um. Auch "Anybody There" oder "Take Me I'm Yours" tendieren in diese Richtung.

Beim reduzierten "I Do" klingt die Sängerin wie inmitten einer Spieluhr gefangen. Der zauberte Refrain umschmeichelt Corrs mädchenhaften Gesang vortrefflich. Bei "Ideal World" stimmt die Irin von einer Akustik-Gitarre und weichen Streichern eher leise Töne an. Zu hören gibt es auch eine Harfe, die von der Inderin Skaila Kanga bedient wird, die schon für Kylie Minogue, Paul McCartney und Joni Mitchell gespielt hat. Noch ruhiger wird es nur bei "This Is What It's All About", wo wieder eine Akustik-Gitarre zum Einsatz kommt und Corr mit ihrer geschmeidigen Stimme glänzen kann. Weniger überzeugend dagegen das laue Reggae-Lüftchen namens "Champagne From a Straw" und die Lala-Pop-Nummer "24 Hours". Ebenfalls nicht richtig hängen bleiben will die erste Single "Shame On You (To Keep My Love From Me)", die im Refrain kaum mehr zu bieten hat, als den Titel. Insgesamt darf "Ten Feet High" aber als interessante Abwechslung und gelungener Solo-Einstand der Corrs-Stimme gewertet werden.

11. Juli 2007