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In einer zweiminütigen Video-Botschaft entschuldigt sich der Rapper für sein Hass-Lied. Derweil nimmt die Kritik an MyVideo.de zu.

Von Dennis Klein

"Yo, alles klar da draußen, Alter. Ich bin G-Hot, Alter. Wie Ihr gerade alle mitbekommen habt, Alter, das ist grad die Kacke am Dampfen für mich, Alter." Das erklärte ein sichtlich nervöser Gökhan Sensan alias G-Hot in einem auf Internetportalen veröffentlichtem Video. "Ich will mich hiermit an alle Homosexuellen entschuldigen." Grund war der letzte Woche im Internet aufgetauchte Song "Keine Toleranz", in dem er zur Gewalt gegen Schwule aufruft (queer.de berichtete).

Jetzt bezeichnete sich der 24-Jährige als "übelst toleranter Mensch". Das Lied, das er vor zwei Jahren mit einem Freund aufgenommen hat, sollte seinen Angaben zufolge nie veröffentlicht werden. Eine "dritte Person" habe es ins Netz gestellt; er wolle den Song aber so schnell wie möglich wieder in der Versenkung verschwinden lassen. "Ich hab alle Internetseiten angeschrieben, diese ganzen Penner bei Youtube", so G-Hot diplomatisch. Er sei nicht homophob: "Meine persönliche Meinung: Homosexuelle gehen mir eigentlich am Arsch vorbei." Natürlich wies er in diesem Zusammenhang gleich darauf hin, dass Kinderpronografie für ihn nicht akzeptabel sei.

In einer Erklärung auf G-Hots "MySpace"-Seite heißt es zudem in ausgefeilter Sprache: "G-Hot und seine Crew vertreten die Einstellung, dass jeder, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft, welcher sexuellen Neigung, etc. gleichberechtigt ist und Toleranz nicht nur ein Schlagwort ist, sondern auch gelebt werden sollte. Sollte der Songtext einen anderen Eindruck vermittelt haben, so entschuldigen sich G-Hot und seine Crew in aller Form und distanzieren sich hiervon ausdrücklich."

Kritik an MyVideo.de nimmt zu

Am Ende des Videos erklärte der Sänger dann noch trotzig: "Ihr könnt mich alle anzeigen, ihr seid mir scheißegal." Er reagiert damit auf mehrere Anzeigen von Schwulen und Lesben.

In die Kritik geraten aber auch mehr und mehr die Videoplattformen, die den Song trotz Protesten tagelang verbreitet haben. So stellte der Bundestagsabgeordnete Volker Beck Strafanzeige gegen das im rumänischen Bukarest ansässige Portal MyVideo.de. "Die Betreiber von MyVideo.de erklären auf der ... Seite, sie seien für den Inhalt der Videos 'nicht verantwortlich’", erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion. "Abgesehen von der juristischen Unrichtigkeit dieser Aussage kann man es sich so leicht sicher nicht machen: Es ist nicht akzeptabel, dass MyVideo.de eine Plattform zur Begehung von Straftaten schafft. Man könnte über eine Taskforce aufgrund von Hinweisen sicherstellen, schnell gegen die Verbreitung von Hasspropaganda auf der Plattform vorzugehen." Inzwischen entfernt das Portal den Song, wenn es daraf aufmerksam gemacht wird; User laden aber daraufhin "Keine Toleranz" erneut hoch.

16. Juli 2007



Hasssänger: Anklage gegen G-Hot

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat den Grünenpolitiker Volker Beck informiert, dass die Ermittlungen gegen die Rapper Gökkan Sensan ("G-Hot") und "Boss A" wegen der Herstellung und Veröffentlichung eines homophoben Songs im Internet abgeschlossen sind.

37 Kommentare

#1 avexMucAnonym
  • 16.07.2007, 11:54h
  • Also im Moment, kann man das Video auf Myvideo.de noch sehen, obwohl man in den Kommentaren liest, das es schon an "MyVideo" gemeldet wurde.
    Wer sich das unbedingt antuen will, hier der Link.

    www.myvideo.de/watch/1869521

    Verstehe nicht, warum die das immer noch zeigen.
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#2 PeterAnonym
  • 16.07.2007, 12:41h
  • auf youtube ist es auch noch....was ich aber nicht so schlimm finde die Kommentare von einigen Fans. Es zeigt, was in den Köpfen der Jugendlichen vorgeht. Dabei ist vieles einfach Unwissenheit und antrainierter Hass. "Musiker" wie G-Hot wissen aber genau, was sie da "rappen"...das ist keine meinung, sondern purer Hass und da er im Rampenlicht steht, hat er auch dafür zu Sorgen, daß seine "privaten" Meinungen auch gut verschlossen bleiben, denn mit diesem Sprengstoff werden Jugendliche gefüttert und diese sehen diese Musik durchaus auch als Legitimierung ihres Hasses und eventueller Gewalt.
    Trostpflaster ist nun, daß einige Hartcore-Fans nun G-Hot vorwerfen, daß er sich durch die Entschuldigung unglaubwürdig gemacht hat, statt zu seinem Schwulenhass zu stehen....und werfen ihm nun vor, daß er wohl selber schwul sei. Tja, so kann es kommen.....und nun wissen wir auch, wofür das "G" steht.....Gay-Hot.....
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#3 PeterAnonym
  • 16.07.2007, 13:00h
  • "Schwule gehen mir am Arsch vorbei"....tja, vielleicht ist genau DAS sein Problem......
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#4 manuAnonym
#5 sajoAnonym
#6 tuxAnonym
  • 16.07.2007, 15:11h
  • Naja, das hatte ich bereits vorgestern auf laut.de gelesen. Dort sind die Kommentare zu dem "Song" übrigens sehr vernünftig, obwohl ausnahmen gibts auch...

    Abewr was solls, Ich glaub ihm eh nicht. Das ist doch nur um sein "Image"(hat der sowas überhaupt??) wieder herzustellen. Hinterher bleibt alles beim alten.

    Das ist ähnlich den ausflüchten eines gewissen "ritchie" der sich auf dem klo einer gaydisco einen blasen lies....
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#7 cole12Anonym
  • 16.07.2007, 17:27h
  • Dieser Vollidiot hat doch genau das geschafft, was er wollte, Aufmerksamkeit. Der Möchtegern-Ghetto-weiß-du-Alder-Hip-Hop-
    Gangster-Rapper-Verschnitt verfährt wie alle seine Vorgänger. Auch Bushido, Cool Savage und wie diese ganzen Spacken heißen, verfahren alle nach dem gleichen Muster, menschenverachtende Texte, Gewaltverherrlichung, Frauen- und Schwulenhass, dicke Kohle scheffeln, Kreide fressen und sich geläutert geben, um dann gegen den Hunger und den Krieg in der Welt rumkaspern.

    Und es funktioniert immer wieder!!!
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#8 PeterAnonym
  • 16.07.2007, 17:52h
  • @cole12

    Er hat zwar Aufmerksamkeit bekommen, aber die ist ihm bestimmt nicht gut bekommen. Wir können nicht immer wegschauen und hoffen, daß dann alles schon gut wird. Hitler wurde auch nicht für voll genommen.
    Es geht hier nicht mehr nur um eine Meinung (wie man uns nun einreden will), sondern um Gewaltaufrufe. Das IST eine Straftat und kann nicht einfach ignoriert werden. Später kann man dann nicht mehr sagen: ich dachte, der meint das nicht so.....
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#9 VegaAnonym
  • 16.07.2007, 17:57h
  • lol der sagt gleich 17 x "Alter" und versteckt sich hinter einer Sonnenbrille. Der sollte lieber mal ein Mann sein und dazu stehen, was er getan hat. Rausreden ist echt feige.
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#10 cole12Anonym
  • 16.07.2007, 18:24h
  • @ Peter

    Ich habe ja auch nicht gewertet, sondern lediglich eine Tatsache festgestellt, die einem bereits bekannten Muster entspricht. Habe ich dazu aufgerufen, diesen Schund zu ignorieren? Nein, habe ich nicht.
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