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Historisch gewachsene Städte, malerische Landschaften und ein angenehmes Mittelmeerklima machen das Land so liebenswert.

Von Christian Scheuß

Kroatien? Da denken immer noch viele zuerst an den Krieg, der immerhin nun zwölf Jahre zurück liegt. Diese Vergangenheit versuchen die Kroaten schon lange hinter sich zu lassen. Sie blicken nach vorne, und sie laden Reisende ein, sich im Land umzuschauen. Auch die schwulen Urlauber, die sich über eine wachsende Szene freuen können.

Kroatien ist inzwischen wieder ein beliebtes Urlaubsziel. Hauptattraktionen sind die Küste, die Nationalparks und die Städte; besonders gern besucht werden Dubrovnik, Split, Rijeka und Zagreb. Jedes Jahr besuchen über zehn Millionen Touristen Kroatien, ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor für das Land. Der Tourismus erzeugt etwa ein Fünftel des Bruttoinlandsproduktes.

Schwule und Lesben sind willkommen

Kroatien ist ein überwiegend homofreundliches Land. Das Schutzalter liegt bei 14 Jahren, seit 2003 gibt es ein Gesetz für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, das eheähnliche Rechte einräumt. Auch Antidiskriminierungsregelungen sind inzwischen in Gesetze gegossen worden. Die offizielle Offenheit hat sich zumindest in den größeren Städten positiv ausgewirkt. In den vergangenen Jahren sind neue Läden entstanden, in denen man in die Szene eintauchen kann. Bars und Danceclubs gibt es in Zagreb, Dubrovnik, Split und Rijeka. Wer möchte, kann in Zagreb oder Rijeka auch in die schwule Sauna gehen. Traditionell treffen sich Schwule aber gerne abends auf öffentlichen Plätzen in der Stadt und mischen sich dort unter das Volk.

Was die kroatischen Städte so zauberhaft macht, das ist ihre Mischung aus historischem Reichtum und dem Streben nach Moderne. Das spürt man besonders stark in Zagreb, das am Rande des Medvednica-Gebirges liegt. Die Hauptstadt hat einerseits eine schmucke barocke Altstadt und andererseits mit dem "Importanne Centar" ein 10.000 qm großes Einkaufszentrum in der Innenstadt. Das Hotel "Regent Esplanade" ist eines der legendärsten Bauwerke in Zagreb und hat bei den Bewohnern der Stadt beinahe denselben Stellenwert wie der Dom oder das Nationaltheater. Viele Kirchen, darunter die zentrale Kathedrale mit dem Madonnenbrunnen laden ein, Geschichte zu schnuppern. Und mit dem 50.000 qm großen Botanischen Garten und vielen weiteren Parks gibt es mehr als genug Gelegenheit, dem hektischen Verkehr auf den Straßen zu entfliehen.

Entspannter, und mit einem guten Schuss mediterranem Flair versehen geht es an den Küstenstädten zu. Je nachdem, wie viel Zeit für den Urlaub zur Verfügung steht, kann man eine oder mehrere Städte entlang der Adria bereisen. Mit einem Mietwagen ist dies am einfachsten zu bewerkstelligen. Zudem gibt es zahlreiche größere und kleinere Inseln, die per Boot erreichbar sind, und die zum Badeurlaub einladen. Wer schwule Männer treffen möchte, sollte sich also die Badehose einpacken und beispielsweise Rab, Krk oder das größte Eiland Cres besuchen. Leider gibt es kaum Sandufer, es sind häufiger Kiesstrände. Doch dafür kann man hier und da auch mitten in der Stadt von der Promenade aus ins Wasser steigen. Und die Kroaten lieben es, an den ruhigeren Stränden nackt in der Sonne zu liegen.

Und noch ein Geheimtipp: In diesem Jahr hat sich erstmals der kleine Badekurort Opatija als neues Reiseziel für Schwule ins Gespräch gebracht. Mit der Mischung aus über hundert Jahre alten, doch frisch renovierten, Hotelbauten, einem Wellnesscenter und den vielen hervorragenden Restaurants entlang der malerischen Bucht ist dieser Ort ideal für einen romantischen Honeymoon.

19. Juli 2007



#1 AnteAnonym
  • 15.11.2010, 22:25h
  • Das Kroatien ein homofreundliches Land ist, ist doch nur ein Scherz. Selber als Kroate kann ich sagen: "in der Türkei hat man durchschnittlich weniger homophobe als in Kroatien.
    Dem Leser rate ich, Kroatien nur dann aufzusuchen, wenn man mit eigenem Boot kommt.
    Szenetechnisch gibt es nur in Zagreb eine kleine Szene, ansonsten tote Hose.

    Gruß,
    Ante
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