Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?7298

Raleigh (queer.de) - Ein Soldat steht in Raleigh (US-Bundesstaat North Carolina) vor Gericht, weil er mit einem Schüler ungeschützten Sex gehabt haben und ihn mit HIV infiziert haben soll. Der 25-jährige Obergefreite Johnny Lamar Dalton soll beim Zeitpunkt der Infektion vor rund einem Jahr dem damals 17-Jährigen nichts von seiner HIV-Infektion erzählt haben. Die beiden hatten sich auf einer Dating-Webseite getroffen. Dalton wird nun sowohl von der Militärgerichtsbarkeit als auch von einem zivilen Gericht angeklagt. Die Anklagepunkte sind dabei für Außenstehende eher skurril: Er wird nach dem Gesetzen North Carolinas beschuldigt, ein "Verbrechen gegen die Natur" begangen zu haben. Dieser Homosexualität betreffende Anklagepunkt verstößt seit 2003 gegen Bundesrecht und könnte daher bei einer Verurteilung angefochten werden. Des weiteren wird Dalton wegen eines "Angriffs mit einer tödlichen Waffe" angeklagt – die Waffe ist der HI-Virus.

Ein Militärsprecher sagte, Daltons Vorgesetzter wusste seit November 2006 von dem HIV-Status seines Untergebenen und hat ihm befohlen, Partnern vor dem Geschlechtsakt von seiner HIV-Infektion zu erzählen. Im Februar dann wurde bei einer Schuluntersuchung der 17-Jährige positiv getestet. "Für ihn kam das der Todesstrafe gleich", sagte die Mutter des Jungen zum Lokalsender WRAL. Mutter und Sohn wandten sich nach dem Testergebnis an die Militärpolizei. Sie äußerten sich besorgt darüber, dass Dalton noch weitere Männer infiziert haben könnte.

Der Obergefreite befindet sich in Haft, die Kaution ist auf 50.000 Dollar festgesetzt worden. (dk)



#1 luke12Anonym
  • 19.07.2007, 17:37h
  • "Er wird nach dem Gesetzen North Carolinas beschuldigt, ein "Verbrechen gegen die Natur" begangen zu haben."

    Keine Frage, der Kerl hat sich nicht nur schäbig verhalten und muß sich für sein Verhalten verantworten, aber diesen Paragraphen hier anzuwenden ist völlig bescheuert. Was dieser Soldat dem Jungen angetan hat, hat nichts mit seiner Homosexualität zu tun. Wäre es etwas anderes gewesen, wenn er eine Frau infiziert hätte? Wohl kaum!

    Für mich ist das gleichbedeutend mit Mord oder zumindest Körperverletzung mit Todesfolge, denn darauf läuft es wohl hinaus, selbst wenn der Junge noch 20 oder 30 Jahre leben sollte. Er als der Erwachsene, der von seiner Infektion wusste und es dem Jungen nicht gesagt hat, kann sich da nicht rausreden (sofern das stimmen sollte). Sicher werden jetzt einige zu Recht sagen, dass alle beide Verantwortung tragen und dass auch der Junge auf Kondome hätte bestehen sollen, klar, aber der Infizierte, der es für sich behalten will, trägt eine ungleich höhere Verantwortung gegenüber seinen Sexualpartnern unabhängig ob Mann oder Frau. Verzichtet er trotz des Risikos auf Kondome, muss er die Konsequenzen tragen, sein 'Opfer' muss es ja auch.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 MikeyAnonym
  • 19.07.2007, 19:22h
  • Ich kann vestehen dass ers nicht gesagt hat mit seiner HIV
    Infektion....er wollte den knackigen 17jährigen ins Bett
    kriegen!!!

    dumm gelaufen...aber eigentlich haben beide Schuld. Wenn
    man unsafe macht ist eben Risiko dabei... dass der Junge
    jetzt schockiert ist...bla bla... selbst schuld...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 luke12Anonym
  • 19.07.2007, 22:28h
  • @ mikey

    Wenn ein Positiver von seiner Infektion weiß und nicht auf Schutz besteht, ist das gleichbedeutend mit Mord, selbst wenn sein Sexualpartner darauf besteht, den Schutz zu vernachlässigen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 DavidAnonym
  • 20.07.2007, 00:41h
  • Der Junge ist gerade mal 17 Jahre alt!
    Anders als bei den Heterosexuellen Jugendlichen, denen das Thema Verhütung (in erster Linie vor Schwangerschaften, DANN safer sex) um die Ohren geschlagen wird, werden homosexuelle Jugendliche im Sexualkundeunterricht (sowie den Medien teilweise) im Stich gelassen!
    Heute gibt es zwar das Netz, aber wo und wie sollen den unerfahrene Jungschwule, die vielleicht gerade ihr Comig Out haben, und noch nicht die Szene kennen, über die Risiken und den Schutz aufgeklärt werden? Wenn betroffene Jugendliche von Präventionsmassnahmen gar nicht oder schlecht erreicht werden können? (Dank Poltiker, die das als Schweinekram abtun, dank einem Umfeld welches für Verklemmtheit sorgt, usw.)

    In einem solchen Fall wird auch noch ganz klar die mangelnde Erfahrung eines Jugendlichen ausgenutzt.
    Es hätte auch sein erster Kontakt sein können.
    Da zu sagen "selbst schuld" finde ich doch überzogen, wenn man noch nicht mal die Lage kennt.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 rickAnonym
  • 20.07.2007, 01:44h
  • vor hiv kann man sich doch gut schützen!wer hat den den jungen nicht aufgeklärt?!?
    die eltern oder die us schulbehörden sicher nicht
    es gibt viele erkrankungen die viel leichter übertragen werden; vor denen man sich kaum schützen kann
    was machen wir mit einem grippe erkrankten(wohlgemerkt echte grippe), macht sich auch er schuldig?
    bei jeder epidemie sterben tausende menschen auch in deutschland an den folgen der grippe infektion
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FynnAnonym
  • 20.07.2007, 09:28h
  • @ Rick

    Wenn dich jemand wissentlich mit etwas, egal mit was, ansteckt, das dich tötet, dann ist das Mord. Gibt dir jemand Gift zu trinken, an dem du sterben könntest, bzw. derjenige würde deinen Tod damit in Kauf nehmen, würden wir diese Diskussion nicht führen. Egal ob HIV, Grippe, Hep C usw. Es kommt doch gar nicht darauf an, womit er den 17jährigen angesteckt hat. Das Schlimme ist, das er es wissentlich getan hat.

    Hätte der Junge auf Schutz bestehen sollen? Klar!! Hätte er es getan, wenn er von der Infektion gewußt hätte? Tja, das werden wir wohl nicht erfahren, weil er diese Wahl nicht hatte!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 tuxAnonym
  • 22.07.2007, 10:38h
  • @David: "....Der Junge ist gerade mal 17 Jahre alt!....." Nur so rein Interessehalber; ist das ne Schlagzeile oder wieso bauscht du das so auf? Nach Deutschem Recht wäre das absolut kein Problem.

    Allerdings muss ich ganz klar hinzufügen, das der 17-Jährige selbst dran Dumm ist. Denn, wer freiwillig auf Gummis verzichtet, setzt sich ganz bewusst dem Risiko aus, infiziert zu werden.

    Zu den Paragraphen, die da zur Anwendung kommen: Naja, USA eben. Hätte er den 17-jährigen beim Versuch, bei ihm einzubrechen, erschossen, würde er sicher nen Freispruch bekommen.
  • Antworten » | Direktlink »