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Miami (queer.de) - Die römisch-katholische Erzdiözese Miami hat sich außergerichtlich mit einem Mann geeinigt, der in den 70er Jahren von einem Priester missbraucht worden sein soll. Dieser Priester, Anthony Mercieca, soll auch den ehemaligen Kongressabgeordneten Mark Foley sexuell misshandelt haben, als dieser ein Kind war (queer.de berichtete). Der Republikaner Foley musste kurz vor den Parlamentswahlen 2006 zurücktreten, nachdem herausgekommen war, dass er mit sexuell anzügliche Bemerkungen gegenüber jugendlichen Kongressboten gemacht hatte (queer.de berichtete).

Die Kirche einigte sich nun außergerichtlich mit dem ungenannten neuen Opfer des Pfarrers. Der Missbrauch soll in den 70er Jahren nach einem Radausflug im Kirchturm stattgefunden haben. Die Einzelheiten der Einigung sind geheim. Der Kläger hatte die Kirche auf eine Schmerzensgeldzahlung von umgerechnet rund acht Millionen Euro verklagt. Pfarrer Mercierca lebt inzwischen in Malta.

Das FBI ermittelt unterdessen immer noch gegen Mark Foley. Bislang ist unklar, ob durch das Senden der Chat-Botschaften Gesetze gebrochen worden sind. Die Staatsanwaltschaft hat noch keine Klage gegen den Ex-Politiker erhoben.

Erst vergangene Woche hat die katholische Kirche in Los Angeles der Zahlung von umgerechnet rund 500 Millionen Euro an 508 Opfer von Kindesmisshandlung zugestimmt. Die Fälle stammten aus den vergangenen 60 Jahren. Knapp die Hälfte der Summe zahlt eine von der Kirche extra abgeschlossene "Kindesmissbrauchs-Versicherung". (dk)



Sex-Chat-Skandal: Keine Anklage gegen Mark Foley

Vor rund zwei Jahren trat der erzkonservative US-Kongressabgeordnete Mark Foley zurück, weil er mit mindestens einem jugendlichen Kongressboten Sex-Chats per Instant Messenger und E-Mail hatte – jetzt ist das Verfahren wegen Verstoßes gegen das Internet-Kinderpornografiegesetz gegen den 54-Jährigen eingestellt worden.
#1 ÜwchenAnonym
  • 20.07.2007, 10:47h
  • Kindesmissbrauchversicherung? Ich glaub nicht was ich lese. Die Katholische Kirche schliesst so eine Versicherung ab und erdreistet sich gleichzeitig den Menschen zu sagen wie sie ihr Leben richtig und gottgefällig zu leben haben? Ich frag mich grad sehen die Menschen nicht was für ein doppeltes Spiel da gespielt wird? Ich würde doch sehr gerne wissen ob diese Versicherung auch den Papst mit einschliesst. Das kommt davon wenn man Religion organisiert und instrumentalisiert. Es geht nur um Geld nicht um Gott. Es geht nur um Macht nicht um nächstenliebe. Gut zu wissen das alle Päpste in der Hölle schmoren.
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#2 martinAnonym
  • 20.07.2007, 11:57h
  • So'n ein Quatsch, der Papst braucht die Versicherung bestimmt nicht. Monsignore Gänswein ist doch schon volljährig. Und dieser Demuts-, Nächstenliebe und Aufopferungskladderadontsch war schon immer nur für die, die blöd genug und in der Kirchenhierarchie weit genug unten (also praktisch alle Normalsterblichen) waren. Sobald einer von denen geweiht ist, drückt der liebe Gott/der Rest der Scheinheiligen ganz gern mal das eine oder andere Auge zu. Und wenn dann doch irgendwas rasukommt, dann wird das arme Preisterchen, dass von diesen minderjährigen kleinen Teufeln verführt wurde, einfach woanders hinversetzt, wo die Eltern und Kinder nicht so zickig sind.
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#3 PoldiAnonym
  • 20.07.2007, 12:53h
  • "Kindes-Missbrauchs-Versicherung", das ist wohl eine zeitgemäße Form des Ablasses: Wenn´s Geld von der Versicherung klingt, die Pfaffensau in´n Himmel springt.
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#4 SvenAnonym
  • 20.07.2007, 15:10h
  • Seltsam das die Kirche so eine Versicherung bekommt. Normalerweise werden von den Versicherungen Risikokunden immer abgelehnt.
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#5 gerdAnonym
  • 20.07.2007, 16:40h
  • Das Zölibat der katholischen Priester mit gleichzeitiger Tabuisierung der sexuellen Identität der katholischen Priester hat in der Vergangenheit und in der Gegenwart eine hohe Attraktivität für pädohile Männer, da dieses Amt ihnen den Zugang zu Kindern/Jugendlichen ermöglicht und gleichzeitig ihnen einen wirksamen Schutz in "MutterKirche" in früheren Zeiten brachte. Dies hat sich gottseidank insofern verändert, als heute Medien diese Skandale aufdecken.

    Die mieseste Nummer und tiefste Schublade aber ziehen bei diesem Konflikt bestimmte Personen in den Reihen der katholischen Kirche, die die Pädophilieskandale schwulen Männern "in die Schuhe schieben wollen", wie dies beispielsweise dieser aktuelle Artikel in der katholischen Tagespost macht:

    www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=33559

    "Immer wieder ein beliebtes Spiel" homosexuelle Menschen zu diffamieren und Homosexualität und Pädophilie zu vermischen. Dieser Artikel von Guido Horst ist eigentlich ein Fall von geistiger Brandstiftung.
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#6 KatrinAnonym
  • 20.07.2007, 17:36h
  • Perversität is nur eine Facette der menschlichen Seele und beeinflusst nicht die Berufswahl, was bedeutet, dass der Prozentanteil unter Predigern genau so hoch/niedrig ist wie beim Rest der Bevölkerung. Allerdings fordern die Schwarzröcke mehr Authorität und Achtung von der Normalbevölkerung ein, weil sie ein Büchlein haben, dass sie selber als heilig stilisieren.
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#7 cole12Anonym
  • 20.07.2007, 18:24h
  • Ah ja, eine Kindermißbrauchsversicherung für die Angehörige des katholischen Klerus! Ich würde dazu BANKROTT-ERKLÄRUNG der katholischen Kirche sagen!!! Dafür das dieses Pack ihre moralischen Werte gern hoch, höher, am höchsten hängt, schafft es dieses moralische Meisterwerk noch nicht einmal über die Teppichkante.

    Herzlichen Glückwunsch Katholische Kirche, ich dachte ihr könntet nicht tiefer sinken! Aber der Abgrund scheint noch lange nicht erreicht. So ein Verein bezeichnet Homosexuelle als Sünder und unnatürlich. Nee is klar, Pädophile finanziell abzusichern, um ihnen ein schönes Leben in mediterraner Umgebung sorgenfrei zu ermöglichen, ist absolut natürlich und geht auch sicher mit der Bibel konform. Wie sagte mir ein katholischer Pfarrer unlängst: Sei bereit zur Buße und dir wird vergeben. Als Nachsatz hätte wahrscheinlich kommen sollen: Wenn nicht, wir sind ja gut versichert!!!! So einfach kann Glaube sein, allerdings werden die Opfer das wohl ein wenig anders sehen und Gott hoffentlich auch.
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#8 GeorgiosAnonym
#9 saltgayAnonym
  • 23.07.2007, 23:53h
  • Ja ja, die Amtskirche und ihr geistiger Adel. Fast 10 Jahre habe ich in einem katholischen Studentenwohnheim verbracht, angeblich bekam davon der Hausmeister ein Magengeschwür. So manchen Studentenpfarrer haben wir auch verschlissen, nur lag pünktlich jeden Morgen die "deutsche Tagespost" aus. Für uns Linke lieferte sie eine herzerfrischende Abwechslung. So richtig masochistisch mal in den Muff der 50er Jahre hinab steigen. Eine Freifahrt auf der katholischen Geisterbahn mit dem "Komm mit!" Kalender, der 1000 PS Woche und der täglichen Beschwörung der bevorstehenden kommunistischen Weltrevolution. Aus der Ecke der Reaktionären erwarte ich einfach nichts anderes. Mir geht es eher um die Schwulen, welche heimlich von Selbstzweifeln geplagt werden, weil eine bigotte Umwelt jeden Tag eine neue Heuchelei von ihnen erwartet.

    Mein erster fester Freund, aus streng katholischem Hause, tat sich damals sehr schwer damit - und das muss nun wahrlich nicht sein.
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