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Köln (queer.de) - Die Homosexualität eines Ehemannes ist kein Scheidungsgrund, berichtet die Kölner "Monatsschrift für deutsches Recht" (11/2007) unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg von Ende letzten Jahres. Es läge in diesem Fall – falls nicht weiteren Gründe hinzukämen – keine "schwere Härte" vor, deshalb müsse das Trennungsjahr eingehalten werden. Eine gleichgeschlechtliche Beziehung sei nicht mit der Missachtung der eigenen Ehefrau gleichzusetzen, so das Magazin weiter. In dem zitierten Fall handelte es sich um eine Frau, deren Mann ihr nach 32 Jahren seine Homosexualität gestand. (pm/dk)



13 Kommentare

#1 rangerAnonym
  • 25.07.2007, 17:20h
  • Die Überschrift ist nicht ganz zutreffend. Es müsste eigentlich heißen: "Homosexualität ist kein Grund für eine Härtefall-Scheidung" - ist aber wohl nicht knackig genug.
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#2 PeterAnonym
  • 25.07.2007, 17:32h
  • ups....also ich weiß jetzt nicht so wirklich, was ich davon halten soll. Wenn ich mich in die Lage der Ehefrau versetze, dann könnte ich mir vorstellen, daß ich diese Ehe auch nicht mehr "vollziehen" möchte. Er mißachtet sicherlich seine Frau nicht (sonst wäre er ja nicht 32 Jahre mit ihr zusammen), aber er hat ihr ja nicht gestanden, daß er auf SM steht oder Sex an öffentlichen Orten, sondern er hat ihr gestanden, daß er schwul ist. Mag ja sein, daß er weiter zu ihr hält, aber für die Frau sollte es eine Wahlmöglichkeit geben, ob sie diese Ehe noch aufrechterhalten möchte.......
    Oder sehe ich da was zu eng?
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#3 seb1983
  • 25.07.2007, 17:57h
  • @ ranger

    Sehe ich auch so, da hat wohl wieder jemand bei der BILD abgeschrieben....
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#4 Diz!Anonym
  • 25.07.2007, 18:07h
  • Peter:
    Das ist das Problem an der Überschrift!
    Natürlich ist das ein Scheidungsgrund und selbstverständlich darf sich die Frau scheiden lassen.
    Das gesetzliche Trennungsjahr muss aber eingehalten werden, wie bei jeder anderen Scheidung auch. Bei einer Härtefallscheidung geht das sofort.
    Ist also viel Luft um nischt.
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#5 puschel44Anonym
  • 25.07.2007, 18:52h
  • wie blind muß eine Frau sein,die in 32 !!! Ehejahren nicht gemerkt hat,das ihr mann schwul ist;so lange kann man sich doch garnicht verstellen;
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#6 JanAnonym
  • 25.07.2007, 19:56h
  • @5: Doch. Nichts können nicht geoutete Schwule
    besser als verheimlichen, täuschen und
    verstecken.
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#7 MarkHBAnonym
  • 26.07.2007, 00:46h
  • ...vielleicht hat er es ja auch erst jetzt gemerkt.

    @überschrift: klar, eine inhaltlich stimmige würde natürlich nicht reißerisch genug sein...

    dafür gab es hier aber immerhin vorhin von der redaktion wieder den hinweis, dass schwule "beim scheißen" einen orgasmus bekommen... (echt? mir noch nie passiert...)
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#8 PoldiAnonym
  • 26.07.2007, 07:39h
  • @6
    manche meinen, sie sind schon geoutet, wenn sie hier ihre meinung kundtun.
    andere denken, sie sind geoutet, wenn die wurstverkäuferin im supermarkt den liebsten als gatten begrüsst.
    bitte keine grossen sprüche und denunziationen über nicht geoutete.
    wenn ältere schwule oder leute, die auf dem land leben, noch probleme damit haben, ist das zu respektieren.
    verheimlichen, täuschen und verstecken ist durch falsche scham bedingt und dient der sozialen anpassung als überlebensstrategie.
    dahinter steckt vielmehr das leid der vereinsamung, des nicht verstandenen anderssein oder sogar der begründete suizid von homosexuellen menschen.
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#9 gerdAnonym
  • 26.07.2007, 12:18h
  • Das Urteil ist gut und richtig...das Trennungsjahr ist einzuhalten. Nach dem Einhalten des Trennungsjahres wird die Ehe natürlich geschieden.

    Im übrigen haben wir in Deutschland nach Einhaltung des Trennungsjahres kein Verschuldensprinzip sondern das Zerrüttungsprinzip.

    Allerdings ist es mir auch "schleierhaft", wie man dies 32 Jahre in einer Heteroehe durchhält, ohne dass dies die Ehefrau merkt.
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#10 SaschaAnonym
  • 26.07.2007, 12:34h
  • @ #2 und #3:

    Wie schön, dass ihr euch in die Lage der Ehefrau versetzt! Und wie wäre es denn, sich einmal in die Lage des betroffenen Mannes zu versetzen???

    Da hat er nach Jahrzehnten der Selbstverleugnung endlich zu seiner wahren sexuellen Identität gefunden und sich zu ihr bekannt, und dann wird er von der deutschen Justiz darüber belehrt, dass dieser für ihn auch nicht gerade einfache Prozess des inneren und äußeren Coming Out kein ausreichend bedeutender Grund für eine umgehende Scheidung sei.

    In Wahrheit handelt es sich hier um einen dreisten Akt der Respektlosigkeit und Diskriminierung gegenüber einem homosexuellen Menschen!
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