Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?7328

Berlin (queer.de) - Die Reinickendorfer Bezirksbürgermeisterin Marlies Wanjura (CDU) will weiterhin verhindern, dass die Regenbogenfahne an ihren Rathaus zum CSD gehisst wird. Reinickendorf ist damit der einzige Berliner Bezirk, der das verweigert. "Sie steht für Toleranz und Gleichberechtigung, aber sie ist ein politisches Zeichen", erklärte sie gestern nach Angaben der "taz". Wenn ich das Hissen erlaube, können andere dieses Recht einfordern - auch die, die wir nicht haben wollen."

Wanjura: Angst vor NPD-Fahne

Der Lesben- und Schwulenverband hatte vergangene Woche Wanjuras Rücktritt gefordert, nachdem bekannt wurde, dass Wanjura das Hissen der Regenbogenfahne mit dem der NPD-Fahne verglichen hatte unterlegen (queer.de berichtete). Wanjura verteidigt sich nun: "Natürlich ist es verrückt, einen Zusammenhang zwischen der NPD und den Zielen von Schwulen und Lesben darzustellen", erklärte sie. Die 62-jährige verwies aber darauf, dass sich die NPD für ihren Parteitag in das Reinickendorfer Fontane-Haus geklagt habe. "Was, wenn sie sich auch das Hissen ihrer Flagge vor Gericht erzwingen könnte?", fragte sie.

LSU: Regenbogenfahne ist kein parteipolitisches Symbol

Auch innerparteilich war Wanjura in die Krtik geraten. Die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) zeigten sich nach dem Vergleich "empört": "Abgesehen davon, dass ein Vergleich zwischen LSU und der rechtsextremistischen NPD in jeder Hinsicht völlig inakzeptabel ist, hat Frau Wanjura bedauerlicherweise nicht das wirkliche Symbol der Regenbogenflagge verstanden", erklärte LSU-Chef Eike Letocha. "Die Regenbogenflagge steht seit Jahrzehnten in vielen Ländern der Welt für Toleranz, Vielfältigkeit, Hoffnung und Sehnsucht, hat also nicht das Geringste mit Parteipolitik zu tun."

Mit ihrer Weigerung missachtet Wanjura ein nichtbindendes Votum der Bezirksverordnetenversammlung. Diese hatte mit den Stimmen von SPD, FDP, Grünen und Grauen gefordert, die Regenbogenfahne zum CSD zu hissen. (dk)



13 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 26.07.2007, 15:17h
  • Wie von der CDU gewöhnt, wird stets versucht, sich rauszureden und zu erklären, "man sei ja gar nicht schwulenfeindlich, aber...." !

    Fakt ist und bleibt: diese Frau hat schwule Interessen mit denen der NPD verglichen. Da braucht man nicht lange zu debattieren, das ist so. Punkt.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 peterAnonym
  • 26.07.2007, 15:59h
  • eine Regenbogenfahne ist nichts politisches! Sie gehört keiner Partei an, keiner Religion, keine Verein......es bedarf also keines Rechts um diese Fahne aufzuhängen, sondern hier geht es darum: warum will sie es unbedingt verhindern? Sie macht sich weder strafbar, noch würde damit dem Staat eine besondere poitische Verbundenheit zu einer Partei vorgeworfen werden können. Wenn wir den CSD schon mit dem karneval vergleichen, dann würde es tatsächlich passen, denn auch zum Karneval werden entsprechende Flaggen gezeigt an diversen Rathäusern.....aber das ist natürlich Tradition.

    Wie handlungsunfähig muss sie sein, daß sie nicht die Courage besitzt, diese Fahne aufhängen zu können und diese vertreten zu können, falls andere politische Fahnenträger sie beschuldigen, daß hier nicht gleich behandelt würde. Ich muss also unterstellen, daß sie entweder keine Courage besitzt oder sie die Regenbogenfahne nicht vertreten kann.....und damit zeigt sie genau, welcher politischen Gesinnung sie anhänglich ist. Ihre fahne muss ich nicht aufhängen, die wurde mehr als deutlich mit diesem Akt der Dummheit.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 markuskrefeld
  • 26.07.2007, 17:15h
  • Diese Politikerin ist mit ihrem Amt überfordert und es wird Zeit gegen sie Strafrechtlich vorzugehen!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 redforceAnonym
  • 26.07.2007, 17:24h
  • Ich frag mich ja, was passiert, wenn die NPD das Hissen ihrer Flage gerichtlich erzwingen würde und sie der Hausmeister oder wer auch immer einfach nicht hisst? Kommt dann die Polizei und erledigt das?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 tuxAnonym
  • 26.07.2007, 20:14h
  • @redforce: Hm, so weit mir bekannt ist weht diese auf der NPD-Zentrale in Berlin.

    Immer, wenn CDU-Leute scheiße bauen, verteidigen sie diese auch noch. Das hatten wir doch schon bei Oettinger gehabt, als er einen Mörder als Nazigegner darstellte..
  • Antworten » | Direktlink »
#6 DavidAnonym
  • 26.07.2007, 21:11h
  • Wo ist denn das Problem, wenn man die Dame umgeht (oder übergeht) und die Abgeordnete hängen eine Regenbogenfahne an ihren Fenstern, oder vor dem Rathaus?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 tuxAnonym
  • 26.07.2007, 21:43h
  • @David: So einfach dürfte das nicht sein, denn es gibt auch für Abgeordnete klare Regeln
  • Antworten » | Direktlink »
#8 JohannesAnonym
  • 26.07.2007, 21:59h
  • Da die Flagge letztendlich nur Gleichberechtigung für die "Minderheit Homosexuelle" fordert, ist sie vor allem ein Symbol für deutsche Wertvorstellungen (ausgenommen CDU-Wertvorstellungen) und unterstreicht ja geradezu die Hauptbedeutung der deutschen Verfassung!

    Warum hat dieser "netten" Dame bisher keiner die Bedeutung der Flagge erklärt?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 fredAnonym
#10 JürgenAnonym
  • 27.07.2007, 08:57h
  • Faszinierend, wie diese christdemokratischen Fatzken immer wieder andere Formulierungen finden, um ihre Homophobie schönzureden. Das Flintenweib muss raus aus dem Rathaus.
  • Antworten » | Direktlink »