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New York (queer.de) - Der amerikanische Fernsehkommentator Bill O’Reilly hat sich öffentlich für einen homophoben Bericht in seiner Sendung entschuldigt. Er hatte im "O’Reilly Factor", der zur Hauptsendezeit beim Fox News Channel läuft, vor wenigen Wochen erklärt, dass Kampflesben-Gangs im ganzen Land unschuldige Heteros überfallen (queer.de berichtete). In Washington soll es 150 solcher Gangs geben, hatte O’Reilly behauptet.

"Wir haben das Ausmaß weit übertrieben", erklärte der 57-jährige Journalist nun, während Rashad Robinson, Sprecher der Homo-Gruppe GLAAD, zugeschaltet war. Das Gespräch entwickelte sich im Laufe der Sendung aber – wie beim "O’Reilly Factor" – in eine recht laute Auseinandersetzung, als O’Reilly den Bericht verteidigen wollte. Auslöser war eine Gruppe von vier Frauen, die vor laufenden Kameras einen Mann angriffen, der sie bespuckt hatte.

Robinson: "Die Frauen wurden nie als Gang identifiziert. Derartige Anschuldigungen wurden fallengelassen." O’Reilly: "Das war ein Rudel Lesben, die sich auf diesen Typen gestürzt haben." Robinson: "Das war keine kriminelle Aktivität". O’Reilly: "Und es gibt eine Gang in Philadelphia." Robinson: "Das waren Achtklässlerinnen". O’Reilly: "Wir haben also drei Gangs. Und dann haben wir unseren Reporter hingeschickt. Ich sage Ihnen nur, wie wir an die Geschichte gekommen sind." Robinson: "Sie haben das als nationale Epidemie bezeichnet". O’Reilly: "Vielleicht hab ich mich etwas von der Story mitreißen lassen."

Fox News Channel gilt als der Haussender der Konservativen und pflegt einen konfrontativen Stil. Der einstündige "O’Reilly Factor" gehört mit täglich rund 2,5 Millionen Zuschauern zu den erfolgreichsten Sendungen des Nachrichtenkanals. (dk)



#1 DavidAnonym
  • 27.07.2007, 12:06h
  • Vielleicht handelt es sich einfach nur um Frauen, die sich gegen die Anmache seitens der Männer wehren.
    Warum sollen die nicht auch mal zeigen dürfen wo der Hammer hängt.
    Das dann so abzutun als ob man als Gang "unschuldige" Männer herfällt, ist doch lächerlich und Stimmungsmache.
    Besonders wenn man bedenkt, wie penetrant Frauen manchmal von Männern angemacht und belästigt werden.
    Aber das ignoriert man einfach, ist ja Alltag, nicht war o'Reilly?
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#2 JoachimAnonym
  • 27.07.2007, 20:38h
  • Allen Rechfertigungsversuchen dieses Journalisten zum Trotz, aber für ist das Volksverhetzung, was er da betrieben hat.
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#3 JoachimAnonym
  • 27.07.2007, 20:38h
  • Allen Rechfertigungsversuchen dieses Journalisten zum Trotz, aber für ist das Volksverhetzung, was er da betrieben hat.
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#4 FynnAnonym
  • 28.07.2007, 12:56h
  • Also ich fasse noch einmal zusammen:

    Vier Frauen werden von einem Typen bespuckt (das ist nicht nur widerlich, sondern zeugt auch von absoluter Respektlosigkeit). Daraufhin haben sich die Damen gewehrt. (Übrigens ein Detail, das bei der amerikanischen Berichterstattung weithin weggelassen wurde.) Ein übereifriger Reporter macht daraus eine Gang und ein landesweites Problem.

    Es muss also eine landesweit operierende Lesbenverschwörung sein! Darunter tun es die Ami nicht. Es können nicht einfach nur vier Frauen sein, die sich beleidigt fühlen und ihrem Unmut freien Lauf lassen. Das wäre viel zu klein und unbedeutend. Mit ähnlichen Argumenten beginnt deren Präsident sogar Kriege.

    Die spinnen, die Amis!!!!
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#5 PiruleroAnonym
  • 29.07.2007, 11:51h
  • O’Reilly 'entschuldigt sich' mit den Worten: "Vielleicht hab ich mich etwas von der Story mitreißen lassen."

    1. kann man sich nicht selbst 'entschuldigen', sondern nur um Selbige bitten.
    2. klingt vorstehender Satz nicht einmal nach einem Versuch hiernach!
    3. "O’Reilly Factor", bei Fox News ist Platz für journalistisches Handwerk, auch nicht nach (geringeren) amerikanischen Maßstäben.
    4. Bill O’Reilly ist neben seinem aufgesetztem 'Law & Order"-Image ein pseudoliberaler Homofob!
    Ich kann ihn nicht ernst nehmen!
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