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Rom (queer.de) - Zwei schwule Männer sind am Wochenende in Rom festgenommen worden, weil sie sich vor dem Kolosseum geküsst haben. Der 27-jährige Roberto L. und der 28-jährige Michele M. sollen nun wegen "unzüchtigen Verhaltens" angeklagt werden. Bei einer Verurteilung drohen den Beiden bis zu zwei Jahre Haft. Die Festgenommenen gaben an sich einen "ganz normalen Kuss auf den Mund" gegeben zu haben. Die Polizei sagte, sie hätte auch ein küssendes heterosexuelles Paar festgenommen.

Mehrere Politiker und die italienische Homo-Gruppe Arcigay beschuldigen die römischen Behörden nun der Homophobie. Gesundheitsministerin Livia Turco nannte die Verhaftung eine "nationale Peinlichkeit". Die transsexuelle Abgeordnete Vladimir Luxuria sagte, sie werde den Zwischenfall ins Parlament einbringen. "Es ist traurig, dass eine Geste der Zuneigung ein Verbrechen sein soll", so Luxuria gegenüber der Tageszeitung "La Repubblica".

Arcigay hat nach der Verhaftung den 2. August zum "nationalen schwulen Küsstag" erklärt. Homo-Paare sollen sich dann vor dem Kolosseum zu einem "Kiss-in" versammeln. (dk)



15 Kommentare

#1 FynnAnonym
  • 30.07.2007, 12:15h
  • "Die Polizei sagte, sie hätte auch ein küssendes heterosexuelles Paar festgenommen."

    Das ist schlichtweg gelogen! Bei meinen Besuchen in Rom wurde sich in der 'heiligen' Stadt zwar nicht unbedingt an jeder Ecke leidenschaftlich geknutscht, aber ich habe eine ganze Reihe Hetero - Paare gesehen, die ihren Gefühlen freien Lauf ließen und sich kein Carabinieri auch nur ansatzweise dafür interessierte. Wir reden hier von leidenschaftlichem Geknutsche mit Tuchfühlung, also nicht nur ein Kuss auf den Mund. Selbst meine Freundin und ich hatten diesbezüglich keinerlei Probleme. Wir waren als Paar eindeutig zu erkennen, was aber niemanden zu stören schien.

    Bei schwulen Paaren sieht das aber ganz anders aus. Manchmal hat man den Eindruck, dass die Jungs in Rom unter ganz besonderer Beobachtung stehen. Ich kenne auch andere Städte in Italien, die weitaus weniger Probleme mit küssenden, schwulen Paaren haben. Es ist ein deutliches Nord-Süd-Gefälle bemerkbar, denn auch in Sizilien oder Neapel hätte das passieren können. Da, wo die Katholische Kirche sehr präsent ist, sind auch die Carabinieri weitaus durchgreifender gegenüber Homosexuellen.

    Das ist für einen modernen Staat einfach eine Schande und zeigt, wie sehr Italien immer noch unter der Fuchtel der Reaktionäre sprich Katholischen Liga steht. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die römischen Richter nach dem gesunden Menschenverstand und nicht der Bibel urteilen.
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#2 nanuAnonym
  • 30.07.2007, 14:54h
  • @ Fynn
    Vielleicht besteht da ein Unterschied zwischen den lokalen Polizeien? Hier war es wohl Policia, nicht die Carabinieri (= Bundespolizei).
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#3 PeterAnonym
  • 30.07.2007, 15:53h
  • Eine sehr kreative Idee mit dem Küsstag.....eine bessere Antwort kann ich mir kaum vorstellen auf diese Aktion der Polizei.
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#4 FREDAnonym
#5 alfAnonym
  • 30.07.2007, 17:25h
  • lt. Tagesspiegel von heute gaben die beiden guys zu dass es mehr als küssen gewesen sei.
    zumindest weiss jetzt auch ich dass die strasse zwischen colosseum und laterankirche die "gay-strasse" ist..
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#6 HampiAnonym
  • 30.07.2007, 20:12h
  • ...waren es wirklich "nur" Küsse? Nach einem Statement hier drin war es offenbar wohl noch ein bisschen mehr...vielleicht schwules fummeln hinten am Arsch oder Reiben im Schritt vorne...? Das wäre dann wohl schon ein bisschen weiter und würde sicher auch bei Hetenpärchen in der heiligen Stadt nicht toleriert. Natürlich fordern bestimmt vor allem Homosexuelle, der freien Entfaltung der Geilheit sei auch in der Öffentlichkeit freien Lauf zu lassen....immerhin ist zu bemerken, dass St-Toprez den allzu geilen Kerlen verboten haben, mit ihren nackten Oberkörpern durch die Stadt und in die Läden reinzuspazieren, und in Venedig kommst Du auch nicht in die kontrollierten Paläste rein wenn Du zu knappe Shorts oder ein bauchfreies Top anhast...ihhh, diese Spieeeser, ich hörs schon wieder schreien...Rückblende vor 50 Jahren: Touristinnen welche in Athen auf die Akropolis rauf wollten, mussten sämtliche ein Kopftuch umbinden, um der Würde des Ortes gerecht zu werden, heute werden dort, wenn auch ein wenig versteckt, sogar Pornofilme gedreht....ist eine solche Entwicklung wirklich noch weiter zu fördern???
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#7 FREDAnonym
  • 30.07.2007, 20:20h
  • Wieder mal typisch. Wenn es darum geht, seinen Neofaschistischen Dreck und Hass gegen alles andere, Ausländische und nicht Deutsche abzulassen, sind hier Hitler & Worch-Verehrer in der ersten reihe.

    Aber sobald es um menschenverachtung in europa und dazu noch durch ein Katholisches Land geht, dann meldet sich von diesen geschichtsfälschern keiner!!

    Wenn es darum geht, bücher zu verbrennen, schreien alle hurra.
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#8 FynnAnonym
  • 30.07.2007, 22:23h
  • @ nanu

    In Rom laufen sowohl Carabinieri als auch normale Streifenpolizisten und die auffällig unauffälligen Polizisten in Zivil durch die Gegend. Vor allem an öffentlichen Plätzen, die an Regierungsgebäude grenzen findet man die Carabinieri. Aber um es auf einen Punkt zu bringen, es spielt tatsächlich keine Rolle, welcher Polizist dich wegen deiner sexuellen Orientierung in die Mangel nimmt, sie dienen alle dem gleichen Herrn.
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#9 pasoliniAnonym
  • 30.07.2007, 23:40h
  • geile story, mit "TT". Nur eingayweihte wissen, das sich unter diesem kürzel keine modellbahnspurweite verbirgt. wird zeit, dass da "unser" statthalter abdankt, der herr prof. ratzinger. 120 tage?

    Berlin an Rom: Weitermachen, Protest-Tanten!
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#10 ÜwchenAnonym
  • 31.07.2007, 03:13h
  • da bitte das beweist doch wieder die untauglichkeit Italiens für die EU. Boykott boykott sag ich nur. Werft die raus aus der EU.

    Christentum die Religion des Friedens.

    Für die ganz dummen:
    Achtung das war jetzt IRONIE.
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