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Stockholm (queer.de) - Die ehemalige schwedische Staatskirche wird sich am Samstag beim CSD Stockholm beteiligen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Das Motto des "Stockholm Pride" lautet dieses Jahr "Liebe ist stärker als alles andere".

Eine Delegation von 30 teils hochrangigen Kirchenteilnehmern soll bei der Parade mitlaufen. "Die Svenska Kirkan ist offen für alle", erklärte Pfarrerin Ann-Katrin Bosbach, die sich auch am CSD beteiligt. Die Kirche will damit auch ihre Unterstützung für ein geschlechtsneutrales Ehe-Gesetz unterstreichen, das im Januar 2008 im Parlament beraten werden soll.

Die schwedischen Lutheraner wären dann die erste große nationale Kirche, die bei der Ehe Schwule und Lesben völlig gleichstellt. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 gerdAnonym
  • 03.08.2007, 12:28h
  • Auch an der Schwedischen Lutherischen Kirche erkennt man heutzutage die grossen Unterschiede zwischen den christlichen Kirchen. Daher sollte jeder mit einer Pauschalkritik an den Kirchen sich zurückhalten und genauer schauen, was welche Kirchenleitung an Äußerungen tätigt und wie deren Haltung ausschaut.

    Die lutherischen Landeskirchen in Deutschland sowie die lutherischen Kirchen in Skandinavien und Niederlande sind mittlerweile auf einem sehr guten Weg im Umgang mit homosexuellen Paaren. Dies darf uns sehr freuen, denn damit werden diese Kirchen für diejenigen homosexuelle Menschen, die sich als Christen sehen, sehr attraktiv. Als Christ ist ein homosexueller Mensch "besser" in einer lutherischen Landeskirche aufgehoben als beim Vatikan oder einigen bestimmten, "homophoben" Freikirchen.

    Freut mich für die Schwedische Kirche, das diese Kirche es geschafft hat. Kirche wird von Menschen gestaltet, also wäre es schön, soweit man Christ ist, wenn auch von uns homosexuellen Menschen, diejenigen Kirchen Unterstützung erfahren, die uns entgegenkommen.
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#2 hwAnonym
  • 03.08.2007, 14:16h
  • ich sag' es ja, skandinavische verhältnisse....
    da können sich auch kirchen zu ihrem vorteil entwickeln.....
    wir sollten auch hier für die ökonomische
    und politische alphabetisierung der gesellschaft eintreten. demokratisch,
    sozial gerecht, friedlich, aufklärend,
    solidarisch nicht hegemonial gegenüber
    minderheiten und anderen völkern.
    das schüren von hoffnungen muss wieder
    treibende kraft sein, nicht der mißbrauch und das erzeugen von ängsten.
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#3 SebastianAnonym
  • 05.08.2007, 13:41h
  • Es ist schön das diese "Kirche" sich so weltlich giebt aber ich denke mal das dies die Lutheraner spalten könnte, sowie es die Anglikaner gespaltet hat....
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#4 sajoAnonym
#5 hwAnonym
#6 gerdAnonym
  • 06.08.2007, 23:55h
  • @Sebastian
    Erstens noch hat es keine Spaltung der Anglikanischen Kirche gegeben; und dort "liegt der Konflikt" mehr darin begründet, dass die Anglikaner in Drittweltstaaten eine Möglichkeit suchen, unabhängig zu werden von London. Das Thema "Homosexualität" ist da ein willkommener Anlass, den Bischöfe wie Peter Akinola in Nigeria hetzerisch propagiert.

    Zweitens die Lutheraner sind keine Weltkirche, sondern bestehen seit jeher aus Einzelkirchen in den jeweiligen Nationalstaaten und unterteilen sich sogar noch weiter beispielsweise in Deutschland in Landeskirchen. Danebenen gibt es auch noch verschiedene lutherische kleine Freikirchen. Da ist es eher möglich, wenn einige lutherische Landeskirchen/Kirchen vorangehen, denn es bedarf weniger stark einer einheitlichen Haltung, da es keine lutherische Weltkirche gibt. Zudem haben die Lutheraner die Schwerpunkte ihre Verbreitung in westlichen Industriestaaten und vorrangig in Europa.
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#7 AlexAnonym
  • 26.10.2009, 11:58h
  • Ich heiße die Gleichstellung eher nicht gut. In meinem Verständnis gibt es keine sakramentale Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren. Vermutlich gehen der schwedischen Kirche allmählich die Mitglieder aus, denn die Gottesdienste sind mehr als dürftig besucht, sehe ich selbst hier in Stockholm. Da können sie sich was von den Katholiken abschauen, die zwar streng sind, aber immerhin konsequent und klar in ihren Aussagen. Ich bin selbst homosexuell, sehe aber kein Bedürfnis darin mich trauen zu lassen, obwohl ich Christ bin und meine Religion ausübe.
    Übrigens geben auch katholische Kirchen ihren Segen über homosexuelle Paare, je nach Pfarrei. Nur das Sakrament der Ehe bleibt den Heterosexuellen vorbehalten, so wie es auch sein sollte.
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