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Berlin (queer.de) - Der Ostberliner Bezirk Lichtenberg richtet erstmals eine offizielle Kontaktstelle für Schwule und Lesben im Bezirksamt ein. Wie die dpa berichtet, soll damit die Lichtenberger Gleichstellungsbeauftragte künftig amtliche Ansprechpartnerin für die rund 20.000 Homosexuellen sein. Das hat die Bezirksverordnetenversammlung beschlossen. Insbesondere jungen Menschen soll beim Coming-out geholfen werden. Dafür sollen Mitarbeiter von Jugendeinrichtungen besonders geschult und Aufklärungsveranstaltungen für Jugendliche angeboten werden.

"Lichtenberg ist bundespolitisch die erste Kommune, die sich diesem Anspruch in der Verwaltung stellt", erklärte der Verordnete Michael Grunst (Linke). Gleichzeitig reichte er eine Beschwerde gegen die NPD-Fraktionschefin Manuela Tönhardt ein. Sie hatte den anderen Parteien vorgeworfen, deren "Kampf gegen Rechts und die Förderung von Schwulen und Lesben verschlingt Unsummen von Steuergeldern." So habe auch der Untergang des Römischen Reiches begonnen, hatte die Politikerin erklärt.

Maneo: Gewalt gegen Schwule Alltag in Berlin

Das Anti-Gewalt-Projekt Maneo berichtet, dass es in der Hauptstadt weiterhin häufig zu gewalttätigen Übergriffen gegen Schwule komme. "Unser Überfalltelefon läuft momentan heiß. Die Botschaft, Homophobie und Hassgewalt nicht einfach zu bagatellisieren, sondern zu melden, ist bei vielen angekommen", erklärte Maneo-Projektleiter Bastian Finke. Gewalt gegen Schwule sei "weiterhin Alltag". Dabei zitierte er mehrere Fallmeldungen der letzten Wochen. So habe eine Krankenschwester einem schwulen Paar, das in Mitte überfallen worden war, unverblümt gesagt, es hätte sich wohl "zu schwul verhalten". Der Nachbar eines Neuköllner Paares habe deren Türe mit einem Messer durchlöchert. In Kreuzberg wurden zwei Schwule am Blücherplatz mit Pflasterstein beworfen. Daraufhin habe der Geschädigter gefragt: "Sollen wir uns zum Selbstschutz zukünftig bewaffen?". (dk)



16 Kommentare

#1 Franky_EyesAnonym
  • 03.08.2007, 11:17h
  • passt doch voll ins Schema!
    Die NPD beklakt sich gegen Kampangen die ja auch gegen sie gerichtet ist und auch gegen ihr "Lieblingsthema". Ist klar wenn mobil gemacht wird gegen die Wahlkampfthemen der NPD das die das nciht mögen, aber zum glück haben wir nicht mehr das dritte Reich!
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#2 FredAnonym
#3 AndreasAnonym
  • 03.08.2007, 14:47h
  • Schön, dass sie in Berlin jetzt auch so was machen. Aber davon zu reden, dass das die erste kommunale Einrichtung wäre, ist schon ein bisserl ignorant. Da haben andere Kommunen aber die Nase schon lange vorne! München z.B. oder Münster und viele größere Städte im Osten...
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#4 hwAnonym
  • 03.08.2007, 15:03h
  • @ Andreas

    "Lichtenberg ist bundespolitisch die erste Kommune, die sich diesem Anspruch in der Verwaltung stellt",
    erklärte der Verordnete Michael Grunst (Linke).

    .....ja, was meint der damit wohl und warum ist die nazisse so gereizt ?
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#5 kanzlerin der musicalsAnonym
#6 MarkusAnonym
  • 03.08.2007, 16:57h
  • Der Untergang Roms hat mit dem Kampf gegen Rechts und der Förderung von Schwulen und Lesben begonnen? Wo hat das kleine braune Würstchen denn diesen Kokolores gelesen?
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#7 operaTORAnonym
  • 05.08.2007, 09:29h
  • @Markus: "Der Vorteil der Klugheit liegt darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger."

    Kurt Tucholsky
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#8 KölleAnonym
  • 05.08.2007, 13:02h
  • an 2:
    Ich gehe mal davon aus,dass es Kulturbereicherer waren, in Köln das übliche Spiel!
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#9 DragonwarriorAnonym
  • 05.08.2007, 15:34h
  • Bundesweit die erste Kommune??

    Das ist ne peinliche Lachnummer!!

    München und Münster gibts schon viel länger und auch in Hannover gibts seit 2001 im Referat für Frauen und Gleichstellung einen Ansprechpartner für Schwule und ne Ansprechpartnerin für Lesben.

    www.hannover.de/de/gesundheit_soziales

    /frau_gle/gleichbe/politik1/sl_publik/index.html
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#10 hwAnonym
  • 05.08.2007, 17:52h
  • @) kölle

    ...ach, die machen tagsüber soaps
    und abends stechen sie türen ab ?
    ..gibt´s da ne doku ?
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