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Rom (queer.de) - Bei einer Demonstration haben gestern hunderte Aktivisten in Rom eine Straße nahe des Kolosseums in "Schwulenstraße" umbenannt. Die symbolische Aktion war die Reaktion auf die Festnahme eines schwulen Pärchens, das sich öffentlich geküsst hatte (queer.de berichtete). Die beiden Beschuldigten, Der 27-jährige Roberto L. und der 28-jährige Michele M., nahmen ebenfalls an der Demo teil. Sie versicherten dabei nochmals gegenüber Reportern, dass sie an jenem Abend lediglich ihre Zuneigung zueinander gezeigt hätten wie heterosexuelle Paare auch. Sie hätten sich nicht obszön verhalten, wie die Polizei es nach wie vor behauptet.

Die 300 Meter lange Straße, die Via San Giovani, soll nun eine "Gegend sein, in der sich alle Menschen wohl fühlen können und die eine Brücke zwischen den Bürgern und der schwul-lesbischen Community", erklärte Arcigay-Chef Fabrizio Marrazzo gegenüber AP. Hier haben sich kürzlich einige schwul-lesbische Betriebe und Organisationen angesiedelt.

Die Demonstranten zogen nach der "Umbenennung" zum nahe gelegenen Kolosseum. Dabei küssten sie sich an der Stelle, an der in der Woche zuvor das Pärchen verhaftet wurde. An der Demonstration nahmen auch mehrere Mitglieder der Mitte-Links-Koalition von Romano Prodi teil, darunter Gleichstellungsministerin Barbara Pollastrini, Sport- und Jugendministerin Giovanna Melandri (beide Linksdemokraten) sowie der Minister für soziale Solidarität, Paolo Ferrero (Kommunisten).

Kritik gibt es derweil an der Entscheidung der Stadt Rom, die "Gay Street" bis zum 8. September drei Tage pro Woche für den Verkehr zu schließen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. "Niemand will diese Menschen verurteilen, die eine eine andere Sexualität praktizieren", erklärte dazu Piergiorgio Benvenuti von der rechtskonservativen Alleanza Nazionale, "aber eine Straße nur Schwulen und Lesben zu widmen, ist meiner Meinung nach ein nutzloses Randprojekt." (dk)



#1 MichaAnonym
  • 03.08.2007, 19:46h
  • Wie viele Straßen sind denn nach irgendwelchen dahergelaufenen Dichtern benannt, für die sich kein Mensch mehr interessieren würde, gäbe es nicht eine Straße, die nach ihnen benannt ist, um an sie zu erinnern. Warum sollen die Menschen, die an der "Gay Street" vorbei gehen, nicht auch daran erinnert werden, dass es Homosexuelle auf der Welt gibt?
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#2 RabaukeAnonym
  • 04.08.2007, 09:40h
  • @Micha

    ich stimme Dir da voll und ganz zu!!!! Euch ein schönes Wochenende mit einem Zitatt:
    " Die Erde wird durch Taten groß. Durch Liebe wird sie frei."
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#3 hwAnonym
#4 alexMucAnonym
  • 04.08.2007, 23:18h
  • @Micha:
    Vor allem, daß es Homosexuelle in Rom gibt, denn eine Szene, wie in anderen europ. Metropolen, sucht man dort fast vergeblich.
    Und immer nur alte Häuser und Kirchen anschauen, ist mir auf Dauer zu langweilig.
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