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Für Herbst hat Frank Lukas den ersten TV-Sender für Schwule angekündigt. Queer.de wollte von ihm wissen, ob es dabei bleibt.

Von Micha Schulze

Deutschlands erster schwuler TV-Sender soll im Herbst starten, habt ihr Mitte Juni bekanntgegeben. Bleibt es dabei?

Pardon – aber der erste Fernsehsender FÜR Schwule. Vox oder Pro7 sind ja auch keine Hetensender. Wir werden den genauen Starttermin im September bekanntgeben. Der Sendestart ist von vielen Faktoren abhängig, die zum Teil nicht von uns beeinflusst werden können. Es gibt Hunderte von kleinen Details, die es jetzt noch unmöglich machen, ein konkretes Datum zu nennen.

Viele fragen: Wo und wie wird TIMM zu empfangen sein?

Überall digital über Kabel und Satellit. Zudem in Ballungsräumen auch in Fenstern bei bestehenden Sendern im analogen Kabelnetz. Und natürlich im Internet als Livestream und per IP TV.

Timm verspricht auf der Webseite ein "hohes Maß an journalistischer Sorgfalt". Wird es schwule "Tagesthemen" und einen schwulen "Monitor" geben?

Ersten wollen wir nichts kopieren – und zweitens: Was sind denn bitteschön "schwule" Tagesthemen? Gibt’s das auch in bunt und hetero? Außerdem werden wir nicht daran gemessen werden, ob unser Programm "schwul" ist oder nicht, sonder ob es gut ist und die Zuschauer es interessant und abwechslungsreich finden. Unter gutem Journalismus verstehen wir fundierte Recherche, keine fingierten oder gefakten Geschichten, die Personen nicht vorzuführen – einfach das journalistische Handwerkszeug, das in Zeiten von Krawalltalks und immer noch eins draufsetzen etwas in Vergessenheit geraten ist. Wir konnten ja auch Jochen Hick als Chefredakteur gewinnen. Und der ist wohl ein Garant für journalistische Sorgfalt.

Warum keine schwule Gerichtsshow?

Wir wollen nichts kopieren, was es schon tausendfach gibt. Und dazu gehören für uns auch inszenierte Gerichtshows. Und mal ehrlich: "schwule" Gerichtshows – was auch immer das sein mag - sind wohl das Letzte, was die Welt noch braucht.

Was steht sonst vom Programm schon fest?

Schon einiges. Bei den Eigenproduktionen sind wir in der Pilotierungsphase. Und beim Lizenzmaterial könne wir schon soviel sagen: Wir konnten schon einige Highlights sichern. Lasst euch überraschen. Das genaue Programm werden wir, wie den Sendestart, erst im September bekannt geben. Eins können wir aber versprechen: Es wird für jeden etwas dabei sein.

Und welche Sendung moderiert Frank Lukas selbst?

Welche Sendung ich selbst moderiere, steht jetzt noch nicht fest. Außerdem füllt mich momentan die Arbeit als Geschäftsführer und Programmdirektor vollkommen aus.

Der Sender hat seinen Sitz in Berlin, einen Steinwurf vom "SchwuZ" entfernt. Wie wollt Ihr die Berichterstattung aus ganz Deutschland gewährleisten?

Zum einen durch unsere TIMMosine, ein mobiles Studio, das das ganze Jahr durch Deutschland tourt. Die TIMMosine berichtet aus allen Zipfeln Deutschlands, informiert auch vor Ort. Zum anderen werden unsere TIMM-Redakteure überall, in den verschiedenen Metropolen und Regionen Deutschlands sitzen. Sozusagen unser kleines Korrespondentennetzwerk.

Ein schwules Vollprogramm und mehrere Monate Vorbereitungszeit kosten eine Menge Geld. Hat Frank Lukas geerbt? Oder wer sind die Investoren?

Geerbt – schön wäre es. Hinter TIMM steht, neben der south&browse GmbH, ein internationales Investorenkonsortium, das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden will. Außerdem setzen wir auf Qualität statt Quantität. Darum beginnen wir "nur" mit drei bis vier Stunden Frischprogramm täglich und bauen nach und nach das Programm sukzessive aus.

Wie soll sich der laufende Betrieb finanzieren?

TIMM wird sich wie andere Privatsender durch Werbeeinnahmen finanzieren. Die Reaktionen aus der Werbeindustrie sind sehr positiv und erfolgsversprechend.

In Berlin, Köln und Hamburg wart ihr mit Wagen auf den CSD-Paraden präsent. Wie waren die Reaktionen?

Auf allen bisherigen CSDs war das Feedback durchwegs positiv. Der Wagen, die Musik und die Stimmung sorgten für tolle Reaktionen bei den Zuschauern und Teilnehmern. Und unsere Promotion-Teams, die für uns auch auf weiteren CSDs waren, haben viel Lob und positive Rückmeldung erhalten. Viele freuen sich auf den Sender TIMM.

Mit welchen Erwartungen aus der Zielgruppe seid ihr darüber hinaus konfrontiert worden?

Überraschend stark ist der Wunsch, die ganze bunte Palette schwulen Lebens zu sehen. Und klar - natürlich Spielfilme, Serien, Sitcoms. Aber auch Reportagen, News, Dokumentationen oder Comedy. Und eine eigene deutsche Daily Soap.

Wenn man im Internet timm.de oder timm.tv ansurft, landet man auf privaten Homepages…

Timm ist ein verbreiteter Vor- und Nachname in Deutschland. Timm-Familien haben sich bereits vor Jahren ihre eigenen Homepages geschaffen. Aber das geht auch anderen Unternehmen so. Wir haben neben finde-timm.de einige andere Domains gesichert. Z.B. timm-tv.de.

Wer ist eigentlich auf den merkwürdigen Namen TIMM gekommen und was hat er zu bedeuten?

Merkwürdig? TIMM ist wohl genauso "seltsam" wie Oliver oder Sebastian. Vielleicht etwas ungewöhnlich für einen Fernsehsender. Aber es gibt ja auch gelben Strom, Möbelhäuser die einen lieben... Es würde überhaupt nicht zu unserer Idee, die hinter dem Sender steckt, passen, sich anstelle von TIMM pink oder gay TV zu nennen. TIMM wird einfach interessant und aufregend. Versprochen!

5. August 2007



#1 RabaukeAnonym
#2 ArneAnonym
  • 06.08.2007, 10:36h
  • Klingt super gut. Ich freu mich total auf TIMM und ganz
    besonders auf tolle Serien und endlich eine eigene Soap.
    Macht weiter so und beeilt Euch!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 ArneAnonym
  • 06.08.2007, 10:36h
  • Klingt super gut. Ich freu mich total auf TIMM und ganz
    besonders auf tolle Serien und endlich eine eigene Soap.
    Macht weiter so und beeilt Euch!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 ClaudiaAnonym
#5 UlrichAnonym