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Teheran (queer.de) - Der Iran hat am Montag eine Zeitung verboten, weil sie ein Interview mit einer Lesbe veröffentlicht hatte. Die Zeitung "Schargh" ("Der Osten") galt als eine der beliebtesten Blätter von gemäßigten Iranern. "Der Hauptgrund für das Verbot war ein Interview mit einer Konterrevolutionärin, die die Unmoral predigt", erklärte Alireza Malekian vom Kulturministerium gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.

Schargh hatte am Samstag ein einseitiges Interview mit Saghi Ghahreman, einer in Kanada lebenden Lyrikerin, zum Thema "feminine Sprache" veröffentlicht. Die Zeitung argumentierte, sie habe Ghahreman nur als Lyrikerin interviewt und keine Fragen zu Sexualität gestellt.

Ghahreman betreibt eine Website, in der sie sich mit iranischen schwul-lesbischen Fragen beschäftigt. (dk)



17 Kommentare

#1 ManatAnonym
  • 07.08.2007, 12:09h
  • Wieso befreit sich das Volk nicht endlich von den religiösen Spinnern.
    Die islamischen Länder haben die Bevölkerung so fest im Griff,dass es von innen leider zur keiner Revolution kommen wird.
    Diese Religion ist Unterdrückung und Faschismus pur.
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#2 Angelika HassaniAnonym
  • 07.08.2007, 14:12h
  • Als ergänzende Information zur Nachricht:
    Saghi Ghahraman gehört zu den Gründerinnen und Vorstandsmitgliedern von Iranian Queer Community: Iranian Queer Organization “IRQO” auch bekannt unter dem Namen Persian Gay & Lesbian Organization - PGLO

    www.irqo.net/

    Angelika Hassani/Queer Muslime Hamburg/ azhassani@hotmail.de
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#3 hwAnonym
  • 07.08.2007, 14:17h
  • @ manat

    ...so jetzt kraul ich dir die eier,
    da ist dann wirklich alles drin:

    "...Der einstige Staatsanwalt Kenneth Roth, dessen jüdischer Vater 1938
    aus Frankfurt ins amerikanische Exil floh, ist seit 1993 Direktor von
    Human Rights Watch. Mit ihm sprach in Berlin Wulf Schmiese.

    ...Wir wünschen uns ein härteres Herangehen mit klaren Maßstäben: Es darf keine
    Kuhhändel geben, etwa mit China, Russland und den zentralasiatischen Staaten.....
    Deutschland sollte williger sein, sein Militär weltweit einzusetzen im Kampf um die
    Menschenrechte.

    -Sie halten Krieg für gerechtfertigt im Kampf um die Menschenrechte?

    Ja, so schrecklich Krieg auch ist: Ich bin dennoch kein Pazifist.
    Wir dürfen nicht wegsehen, wenn eine Regierung ihrem Volk Grausamkeiten antut.
    Wir müssen eingreifen, zur Not auch mit Waffen....."

    ohne worte
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#4 Angelika HassaniAnonym
#5 antosAnonym
  • 07.08.2007, 19:07h
  • Auf pressetext.de heißt es:

    "Ahmad Gholami, Chefredakteur von "Sharq", sieht in der Begründung für das Verbot bestenfalls eine willkomene Ausrede. "Die Veröffentlichung eines Interviews ist keine plausible Erklärung für das Einstellen einer Tageszeitung", klagt Gholami. Einige Beobachter des Vorfalls vermuten auch andere Hintergründe. Ein Grund für das Verbot könnte auch ein satirischer Artikel des bekannten Reformisten Masoud Behnoud gewesen sein, der am Sonntag in der Zeitung erschienen war. Behnoud hatte darin mit einer großen Portion Ironie angekündigt, bei den nächsten Wahlen für den amtierenden Präsidenten stimmen zu wollen."

    Für Fred, rom und alle anderen Islam- und speziell Iran-Kenner, die hier so kritisch-wissend unterwegs sind, hier noch ein interesanter Bericht zur neuesten Shargh-Einstellung von der ebenfalls reformorientierten Rooz ['Der Tag']:

    www.roozonline.com/archives/2007/08/006674.php

    Shargh ist ein typisch iranisches Presse-Stehaufmännchen; die Zeitung wird immer wieder verboten und erscheint dann wieder.
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#6 antosAnonym
  • 07.08.2007, 19:42h
  • Link zu pressetext.de:

    www.pressetext.de/pte.mc?pte=070807024

    Hier die Stellungname von 'Reporter ohne Grenzen':

    www.rsf.org/article.php3?id_article=23179

    Darin auch die Info zu den verhafteten Roozonline-Redakteuren. Rooz selbst berichtete [in english]:

    www.roozonline.com/english/archives/2007/08/006579.php

    www.roozonline.com/english/archives/2007/08/006661.php

    Nicht zu vergessen die beiden kurdischen Journalisten, die wegen ihrer Artikel ZU TODE verurteilt worden sind:

    www.roozonline.com/english/archives/2007/08/006694.php

    Meine Meinung: Die iranische Diktatur versucht eine sich immer weiter entwickelnde Zivilgesellschaft wieder in Bahnen zu lenken, die diese längst verlassen hat. Der 'Ya hossein'-und-Kerbala-ist-überall-Schmuh zieht bei jungen, bestens ausgebildeten Iranern nicht mehr. Unter dem Informationsdruck von außen [gegen den weder Satellitenschüssel-Verbote, noch verlangsamte Internet-Zugänge helfen] und der Angst vor einer von Ferne her grüßenden 'samtenen Revolution' [was immer das heißen mag] versucht 'das Regime' - eine mafiöse Struktur aus alten Mollahs, Revolutionskumpanen und aufstrebenden Bassiji - die Informationstore nach außen zu verengen und mit harter Hand und medialem Geschick unbeugsame Macht zu demonstrieren. Der interne politische Kampf erzeugt seltsame Blüten: So findet sich auf einmal ein Akbar Rafsandschani [ehemaliger Staatspräsident und nachweislich Mitwisser/Auftraggeber von zahlreichen MORDEN des iranischen Staatsterrorapparats] auf der Seite von Reformern, die gegen Ahmadi-Nejads Kurs polemisieren. Leute, die einst nach 1979 gegen den Terrorapparat opponiert haben, ihre Strafen/Foltern erduldet haben und jetzt z. B. in Deutschland leben, kommentieren das so: "Jetzt ist Rafsandschani Reformer, jetzt hat er es endgültig erreicht: Er radiert uns einfach aus. So gab es uns nicht mehr. - Es war und es war nicht." - Über die Welt verteilt leben übrigens ca, 5 Millionen (Exil-) Iraner.

    Zeit der Auslöschung. Zeit der Säuberung.
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#7 fariborsmAnonym
  • 07.08.2007, 21:40h
  • Die pflege der Sexualität in der öffentlichkeit ist keine Meinungsäußerung. Sondern unerlaubt Einflußnahme auf die Mitmenschen.Gerade die Lesbenliebe ist, soweit bekannt, kein Tatbestand. Begründet wird dies damit, dass Frauen zuviele Freiräume haben, um die weiblich praktizierte gleichgeschlechtliche Liebe beweisen zu können. Was prinzipiel verboten ist, ist die sexuelle Missbrauch der Masssen z. B. durch öffentlich praktizierte sexueller Handlungen, Pornographie in der Öffentlichkeit, Werbung für ach so sexy Tangas und Desgleichen. Privat kann jede frau soviele klitoriden lecken wie sie will, die homos können ............naja. Gruß, fariborsm@web.de
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#8 fariborsmAnonym
  • 07.08.2007, 21:41h
  • Die pflege der Sexualität in der öffentlichkeit ist keine Meinungsäußerung. Sondern unerlaubt Einflußnahme auf die Mitmenschen.Gerade die Lesbenliebe ist, soweit bekannt, kein Tatbestand. Begründet wird dies damit, dass Frauen zuviele Freiräume haben, um die weiblich praktizierte gleichgeschlechtliche Liebe beweisen zu können. Was prinzipiel verboten ist, ist die sexuelle Missbrauch der Masssen z. B. durch öffentlich praktizierte sexueller Handlungen, Pornographie in der Öffentlichkeit, Werbung für ach so sexy Tangas und Desgleichen. Privat kann jede frau soviele klitoriden lecken wie sie will, die homos können ............naja. Gruß, fariborsm@web.de
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#9 hwAnonym
  • 08.08.2007, 17:20h
  • ..provinziell...

    ....think big !!!!

    Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders nennt den Koran ein islamistisches "Mein Kampf" - und fordert, das Werk ebenso zu verbieten wie Adolf Hitlers Hetztiraden.

    www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,498881,00.html

    ..seine freundin ayann hirsi ali machte letztens von amerika aus werbung für einen militärputsch in der türkei. liberale die meinten: kein putsch, keine scharia, bezeichnete sie als dumm und feige.
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#10 antosAnonym
  • 08.08.2007, 20:20h
  • @hw

    Herrn Wilders kann man nur eine gute Psychotherapie empfehlen; sie hilft ihm hoffentlich dabei, seine Aufgekratztheit etwas besser zu kontrollieren, die ihm sonst noch schwer zusetzen könnte [Herr Marktanner - Anmerkungen aus ärztlicher Sicht?] Dazu sollte man ihm eine Auszeit - und ein Abschalten von all der kniffligen Politik - gewähren. Toitoitoi und alles Gute, Herr Wilders!

    Dieser Spiegel-Artikel, speziell der letzte Absatz, ist übrigens symptomatisch für diese Schreibweise mit "Geschmäckle", die sich bei Zeitschriften wir Spiegel und - noch schlimmer - Focus schon seit einigen Jahren etabliert hat:

    "Der Rechtspopulist gilt als Thronfolger des ermordeten Pim Fortuyn. Auch dieser hatte in den Niederlanden mit islam-kritischen Äußerungen polarisiert. Kurz vor den Parlamentswahlen 2002 wurde Fortuyn erschossen."

    Zweifelsohne, jetzt weiß es dank Spiegel wieder mal jeder: Wer mit islam-kritischen Äußerungen polarisiert, wird erschossen. Toitoitoi uns allen.
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