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  • 08. August 2007, noch kein Kommentar

Warum Versicherungen gerade bei Auslandsreisen zu empfehlen sind.

Von Dennis Klein

Sonne, Strand, Tequila: Die Deutschen genießen als Urlaubsweltmeister die große weite Welt, und trendige Schwule sind immer vorn dabei. In den meisten Fällen bringen die Touristen, neben dem obligatorischen Kater, gute Erinnerungen zurück. Falls das Schicksal aber einmal zuschlägt, kann ein schöner Urlaub schnell zum Albtraum werden. Gegen die finanziellen Folgen kann man sich aber schützen.

Es gibt zwei sehr wichtige Versicherungen, die jeder Reisende braucht: Eine Haftpflichtversicherung und eine Auslandsreisekrankenversicherung. Wer diese nicht abgeschlossen hat, kann schnell Schulden von zehntausenden von Euro anhäufen, wenn er Pech hat. Zweitrangig sind die Reiserücktrittsversicherung und die Reisegepäckversicherung.

Warum eine Haftpflichtversicherung?

Die Haftpflichtversicherung schützt gegen Schäden, die man bei anderen verursacht. Ein Beispiel: Gerd tanzt in einer spanischen Disko wild zu Chers neuester Single – und schlägt dabei mit seiner exaltierten Hand aus Versehen Sergios Luxus-I-Pod zu Boden. Das gute Stück zerschellt. Weil das ein Unfall war, übernimmt die Haftpflichtversicherung die Kosten. In so gut wie allen Fällen reicht die nationale Haftpflichtversicherung, die fast immer weltweit gilt. Besonders sollte man darauf achten, dass die Maximalversicherungssumme hoch genug angesetzt ist – denn ein Schadensersatzfall beispielsweise in den USA kann schnell in die Millionen gehen. Dennoch ist dieser auch in Deutschland unerlässliche Schutz bereits für unter 50 Euro im Jahr zu haben.

Auch der Schutz des eigenen Wohls ist wichtig: Man ist schnell mal am Strand von Ibiza von einem Engländer verprügelt worden oder in den Bergen Mallorcas ausgerutscht. Hier verteilen die gesetzlichen Krankenkassen zwar schon ihre neuen Europäischen Versicherungskarten, die in allen EU-Ländern gelten. Allerdings ist der Schutz nicht allumfassend: Bei Behandlungen wird nur der Satz bezahlt, der in Deutschland fällig wäre. Gerade in Urlaubsgebieten rechnen die Ärzte aber mehr ab – und das kann teuer werden. Unerlässlich ist daher auch innerhalb Europas eine Auslandsreisekrankenversicherung. Die ist billig zu haben: Für unter zehn Euro im Jahr ist man für mehrere mehrwöchige Reisen pro Jahr geschützt.

Wenn es einen besonders hart trifft

Besonders wenn es ganz hart kommt, ist der private Zusatzschutz wichtig: Die gesetzlichen Kassen würden nicht für einen Rücktransport eines schwer Erkrankten oder gar eines Toten zahlen – diese Kosten blieben dann bei den Verwandten hängen. Ganz wichtig: Die Zusatzversicherung zahlt nicht, wenn eine Krankheit bereits in Deutschland vorgelegen hat. Mit Grippe eine Weltreise anzutreten, ist also ein Risiko. Außer der Hausarzt bescheinigt, dass der Patient reisefähig ist.

Stiftung Warentest schaute sich in seiner "Finanztest"-Ausgabe 6/07 die angebotenen Krankenversicherungen für eine Auslandsreise genauer an. Der billigste mit "sehr gut" bewertete Anbieter war das Internet-Angebot der Huk-Coburg (Huk24). Die Gesellschaft verlangt pro Jahr 6 Euro (über 70 Jahre: 17 Euro) bei einer maximalen Reisedauer von 56 Tagen pro Reise.

Nicht so wichtig: Gepäckversicherung

Eher zweitrangig ist dagegen die Reisegepäckversicherung. Sie sichert den Verlust oder die Beschädigung der persönlichen Gegenstände – so zum Beispiel des Gucci-Shirts. Wenn das von bösen Zeitgenossen geklaut, von neidischen Miturlaubern mit Rotwein zerstört, beim Autounfall zerrissen oder vom Sturm weggeweht wird, spendiert die Versicherung ein neues Hemd. Aber Achtung: Wem der ausgefranzte Koffer im Flugzeug aufplatzt, der kriegt von der Versicherung keinen Cent. Auch vom Zoll abgenommene Waren werden nicht ersetzt. Und bei Campern zahlen die Versicherungen meist auch nicht – dort geht einfach zu viel verloren. Fazit: Diese Police lohnt sich nur, wenn das Gepäck einen hohen Wert besitzt.

Bei teuren Reisen: Reiserücktrittsversicherung

Auch die Reiserücktrittsversicherung ist nicht zwingend notwendig, gibt aber vor allem bei einem teuren Urlaub Sicherheit. Hier zahlt die Gesellschaft, wenn eine Reise aus wichtigen Gründen nicht angetreten werden kann. Dazu zählen u.a. ein Unfall, eine unerwartete schwere Krankheit, der Tod eines Angehörigen oder ein Schaden am Eigentum des Versicherten – beispielsweise wenn die eigene Wohnung durch einen Einbruch oder die Oder-Flut verwüstet wird. Manche Versicherungen schützen auch bei Verlust des Arbeitsplatzes oder bei einem unvorhergesehenen Job-Wechsel.

Ein Tipp: Wer Kreditkarten besitzt, sollte die zusätzlichen Versicherungsleistungen studieren. Denn oft ist bei Visa oder MasterCard bereits die eine oder andere Reiseversicherung inklusive – ohne dass die Besitzer etwas davon wissen.

8. August 2007