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Chicago (queer.de) - 83 US-Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche (ELCA) haben sich gestern gemeinsam zu ihrer Homosexualität bekannt. Damit wollten sie zur derzeit stattfindenden Synode in Chicago erreichen, dass die Kirche homofreundlicher wird. Derzeit müssen schwule und lesbische Geistliche der ELCA im Zölibat leben, obgleich die Kirche auch Homo-Mitglieder willkommen heißt.

Auf der Synode erhalten alle 1.072 stimmberechtigten Mitglieder eine 24-seitige Broschüre, in denen alle Namen der 83 Pfarrer verzeichnet sind. Manche haben die Kirche bereits verlassen, weil sie einen Lebenspartner gefunden hatten – sie mussten sich zwischen ihrem Job und ihrem Partner entscheiden.

"Mein Leben hat sich auf wundervolle Art und Weise verändert, als ich 2004 meinen Lebenspartner Bradley bei einer Kirchenveranstaltung getroffen habe", schreibt beispielsweise Darin Easler in der Broschüre. Als die Kirche von der Verbindung Wind bekam, musste er sein Amt aufgeben. Inzwischen ist er der homofreundlichen United Church of Christ beigetreten.

Erst letzten Monat sorgte der Fall von Bradley Schmeling für Aufsehen. Dem Pfarrer aus Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) wurde fristlos gekündigt, als er öffentlich zu seinem Lebenspartner stand.

"Es ist Zeit, dass wir diese Diskriminierung beenden, damit die spirituelle Gewalt im Namen Gottes gegen Schwule und Lesben aufhört", erklärte Emily Eastwood von der lutheranischen Untergruppe Lutherans Concerned/North America.

Die ELCA ist mit rund fünf Millionen Mitgliedern die größte Lutheranische Kirche in den Vereinigten Staaten. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

15 Kommentare

#1 AlfonsoAnonym
  • 08.08.2007, 14:29h
  • Auch in Deutschland gibt es einen Ableger dieser schwulenfeindlichen Kirche. Hier nennt sie sich: Selbständig-Evangelisch-Lutherische-Kirche (SELK).
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#2 gerdAnonym
  • 08.08.2007, 14:46h
  • Das ist für mich die interessanteste Meldung des Jahres 2007 im Bereich LGBT. Genau das war schon immer meine Meinung, Beobachtung und meine Vermutung, was das Thema schwule/bisexuelle Menschen in geistlichen Berufen angeht. Zu sehr sind mir die Verhältnisse als ehemaliger Student der 1990er vertraut.

    Darin begründet sich auch der zunehmende Priestermangel bei der katholischen Kirche und die Zunahme von Seelsorgeeinheiten in Deutschland, da immer weniger studierte Menschen das lebenslange Zölibat auf sich nehmen wollen und viele homo-/bisexuelle Studenten heute einen anderen Lebensweg suchen, da sie hal nicht ein Leben lang allein sein wollen.

    Das Massen-Coming-Out bei den US-Lutheranern in der ELCA begrüße ich daher ausdrücklich. Die deutschen Lutheraner in der EKD sind da gottseidank schon einen Schritt weiter, dort können homosexuelle Pastoren mit ihrem standesamtlich verpartnerten Partner im Pfarrhaus leben und ihr Amt weiterhin ausüben. Nur werden sie aufgefordert, ihr Privatleben nicht zum Inhalt des Verkündungsdienstes zu machen und dies beispielsweise in der Predigt zu thematisieren.

    Das was jetzt bei der ELCA in den USA sichtbar wird, gilt auch für viele andere christliche Kirchen, was das Amt der Geistlichen angeht. Ich warte immer noch auf den Tag, wo es ein Massencoming-Out bei katholischen Priestern gibt. Aber eher wird es dort wohl so laufen, dass die katholische Priesterkandidatenanzahl weiter zurückgehen wird (der Altersdurchschnitt katholischer Priester liegt um die 60), homosexuelle katholische Studenten andere Studiengänge (Jura, Lehramt, Sozialpädagogik) ergreifen und das katholische Priesterseminar immer leerer werden wird.

    Für die Lutheraner in Deutschland und jetzt auch in den USA freut mich dieses Massen-Coming-Out; denn die Lutheraner sind mittlerweile auf einem guten Weg.
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#3 gerdAnonym
#4 PhilAnonym
#5 luke12Anonym
#6 PoldiAnonym
  • 08.08.2007, 17:23h
  • @phil
    im mittelalter ist outen noch nicht üblich.
    da wird noch 600 jahre unter den teppich gekehrt und wenn der sich dann vor dreck wölbt und man nicht mehr laufen kann, dann ist es so weit.
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#7 hwAnonym
  • 08.08.2007, 18:07h
  • @ phil

    da hat sich einer geoutet:
    Er ist ein liberaler Ayatollah. Seine Parole heißt: Es gibt keinen moderaten Islam.”
    Er will den Bürgerkrieg herbeireden. Er ist der beste Partner der verhetzten jungen Marokkaner, die die Gesellschaft hassen, in der sie aufgewachsen sind. Er surft elegant auf den Ängsten einer verunsicherten Gesellschaft.

    Wir müssen die freiheitliche Ordnung in Europa gegen die Islamisten und gegen Hetzer wie Geert Wilders verteidigen, die ihnen in die Hände arbeiten.

    blog.zeit.de/joerglau/2007/08/08/hollandischer-politiker-ver
    bietet-den-koran_666
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#8 LisaAnonym
#9 FredAnonym
#10 PoldiAnonym
  • 08.08.2007, 23:19h
  • @hw
    dein beitrag, selbst positives handeln aus christlichen teilkirchen mit den befindlichkeiten der islamischen bevölkerung in relation zu bringen erscheint nebulös.
    ist der niederländische politiker wilders womöglich dafür verantwortlich, dass sich kein ayatollah outet? bestimmt nicht?
    also sucht man, wenn man das gehasste nicht gut heissen darf, abermals zuflucht hinter dem allmächtigen, unantastbaren schutzschild "koran" der zwischen die leidenden islamischen völker und die dekadente westliche gesellschaft geschoben wird. so einfach geht´s.
    die freiheitliche ordnung in europa will ich nicht durch den koran und linke trittbrett-muslime geschützt wissen.
    die frage von wilders regt mich zum denken (nicht zum handeln) an: was passiert, wenn wir den koran oder die mozart-oper idomeneo abschaffen?
    was passiert, wenn man ratzingers alttestamentliche grundlagen für seine antihomokampagnen nicht mehr angreifen darf. ach ja. den ratzinger gibt´s ja dann nicht mehr.
    da könnt ich geradewegs sympathien für den alten herrn entwickeln, hat er noch keine ängste geäußert, böse muslime könnten die bibel abschaffen und die demokaratie im nahen osten ist gefährdet.
    verkehrte welt.
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