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War der schwule Bayernkönig wirklich ein Selbstmörder? Ein Forscher will die Todesursache klären und sucht Unterstützung im Web.

Von Carsten Weidemann

Der Märchenkönig Ludwig II. ist selber eine Figur voller Mythen und Geheimnisse. Auch 121 Jahre nach seinem Tod macht man sich Gedanken darüber, was wohl in tatsächlich in der Todesnacht am Starnberger See geschehen ist. Hat der angeblich geisteskranke König seinen Arzt Bernhard von Gudden erschossen und sich anschließend im See ertränkt? Oder wurde er Opfer einer Verschwörung, die nicht nur zum Ziel hatte, ihn vom Thron zu stürzen, sondern ihn auch gleich komplett beiseite zu schaffen? Letzteres glaubt der Ludwig-Experte Peter Glowasz. Seiner Ansicht nach ist die offizielle Version der Ereignisse vom 13. Juni 1886 falsch.

Glowasz ist ein Bewunderer der Leistungen des Königs, der als Bauherr wunderbare Schlösser schuf, technische Visionen hatte und der dem Theater und der Musik verfallen war. Ebenso wie den jungen Stallburschen, wie manche Biographen mittlerweile aufdeckten, was aber viele Bayern gern ignorieren. Glowasz will nun eine sogenannte Virtopsie vornehmen. Die sterblichen Überreste, die in der Fürstengruft der Münchner St. Michaelskirche liegen, brauchen dafür nicht angerührt zu werden. Moderne Scannertechniken machen es möglich, dass man durch den Sarkophag hindurch die Gebeine untersuchen kann. Der Forscher hofft damit belegen zu können, dass Ludwig erschossen wurde.

Leider hat sich das Haus Wittelsbach bislang geweigert, den Vorfahren noch einmal untersuchen zu lassen. Deshalb hat Glowasz im Internet eine Seite veröffentlicht, auf der er Unterstützer per Abstimmung sucht. Ein Jahr lang bis zum Juli 2008 sollen bis zu 100.000 Befürworter gefunden werden, dann will Glowasz die virtuelle Unterschriftenliste für die virtuelle Autopsie überreichen.

08.08.2007



Das ist der neue König Ludwig II.

Der junge Schauspieler Sabin Tambrea ist ein würdiger Nachfolger von Ludwig-Darsteller Helmut Berger.
#1 HampiAnonym
  • 09.08.2007, 03:18h
  • halt mal, es ist aber nicht bewiesen, dass der Bayernkönig schwul war! Ich hatte vor drei Jahren folgendes Erlebnis auf einer Führung in seinem Schloss Neuschwanstein: Eine jüngere Dame machte die Führung und erzählte vom König und da sagte ein Gast zu ihr "ja, der König war ja homosexuell!". Betretenes Schweigen in der ganzen Gruppe, worauf die Führerin ganz indigniert und laut sagte "nein, der König Ludwig war NICHT homosexuell!". Also, bewiesen ist hier nun mal rein gar nichts, aber ist ja klar, dass die queer-Redaktion auf dieser Seite schreiben MUSS, dass der Bayernkönig schwul war, obwohl es sowohl für das eine wie für das andere keine schlüssigen verbrieften Beweise gibt!
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#2 SvenAnonym
  • 10.08.2007, 17:39h
  • Er war schwul!
    Das ist bewiesen, nur die alten Bayern vertreten die Nazi-Ideologie genau wie Du und wollen das daher nicht wahrhaben.
    Auf Grund seiner Homosexualität wurde er unter anderem als geisteskrank verhaftet.
    Für Touristenführer ist dies natürlich tabu, weil ein Schwuler (das er König war und was er geleistet hat, wäre dann völlig unwichtig) keine Herscharen anlocken würde.
    Es geht ums Geld, nicht um Wahrheit!
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#3 madridEUAnonym
  • 10.08.2007, 18:42h
  • Es herrscht in Bayern ein sogenanntes Stillschweigen über die Homosexualität Ludwigs II, die ja im Grunde heute für uns aufgeklärte Bürger nichts Aussergewöhnliches darstellt. Bei Besuchen seiner Fantasie-Schlösser fällt immer wieder auf, dass die Führer es dem Betrachter selbst überlassen, was dieser von der sexuellen Identität des Königs hält, der sich mit weiblichen Hoheiten (z.B. Sophie und Sissi) vorzugsweise nur brieflich austauschte, sich mit strammen Lakaien umgab und sich von rezitierenden Schauspielern bis zur Erschöpfung in Schwanenbooten über künstliche Seen rudern liess . Von den überlieferten Liebeserklärungen an den heterosexuellen Wagner mal ganz zu schweigen, der daraus grossen Nutzen zog. Es scheint, dass Ludwig seine Homosexualität nie oder nur unter grossem Geheimhaltungsaufwand ausgelebt hat.
    Bei Visconti war dies seinem Beichtvater (Gerd Fröbe) völlig klar, aber das gehört vielleicht ins Reich der Spekulation ?
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#4 ThomasAnonym
  • 11.08.2007, 20:53h
  • Klar war Ludwig II schwul. In vielen seriösen Büchern wird darüber geschrieben und selbst in einigen Fernsehdokumentationen (Sphinx-Geheimnisse der Geschichte u.a), wird die homosexuelle Grundneigung nicht mehr abgesprochen. Ob er tatsächlich sex hatte, bleibt ein geheimnis, dass er schwul war sieht man an manchen portraits und auch an der tatsache, dass er nie geheiratet hat (motto- jeder König sollte zumindest einen Thronfolger zeugen), weshalb ja dann auch sein Onkel Prinz luitpold eingesetzt wurde. Mit Ludwig gehts den Bayern wie so manchen anderen Völkern, die nicht wahrhaben wollten, dass deren herrscher schwul, oder wie im Falle Christiane von Schwedens, lesbisch waren. Die Könige Eduard II, der angeblich wegen seiner Homosexualität getötet wurde, James VI von Schottland, Ehegatte von Maria Stuart, der einen Italiener liebte oder König Sebastian I von Portugal, der blonde, ersehnte König, der nie geheiratet hatte und keine (auch keine unehelichen) Kinder hatte und nach dessen Tod sein Kardinalonkel die Macht übernahm. Ludwig II war melancholisch bis romantisch angehaucht und daher auch seine schlösser und die sog. Venusgrotte. Ich glaube, dass man heute viel mehr über ihn weiß, als man wirklich sagen möchte.
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