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Hamburg (queer.de) - Wie jetzt bekannt wurde, verweigerte das "Arcadia Hotel Belmondo" (Spaldingstraße 70) kürzlich der Vereinigung "Schwule Eisenbahnerfreunde" die Nutzung eines bis dahin ihnen zur Verfügung stehenden Raumes.

Vorausgegangen war ein Eigentümerwechsel des Hauses. Die neue Geschäftsführerin lies die Gruppe des Raumes verweisen. In einem Gespräch mit dem Abgeordnetenbüro erklärte sie, dass das "Arcadia Hotel Belmondo" zukünftig nicht mehr als "Gayfriendly" bezeichnet werden wolle. Aus dem Eingangsbereich wurden Aufkleber, die die Regenbogenflagge zeigten, entfernt.

Kritik von den Grünen

Entrüstet zeigte sich Farid Müller, Schwulen- und Lesbenpolitischer Sprecher der grünen Bürgerschaftsfraktion: "Der Vorgang ist unerhört. Schwule unter dem Vorwand, man wolle ein Haus ‚für alle’ sein, eines Raumes zu verweisen, ist für mich ein typischer Akt von Diskriminierung. Ich fordere die Hotelleitung auf, ihr Verhalten zu überdenken. Nach meiner Meinung sollte in unserer Stadt kein Platz für Gastronomen sein, die Lesben und Schwule diskriminieren."

Der neue Eigentümer des früheren Hotel Arcadia, die österreichische
Hotelgruppe "austrian hotel company" (ahc), plant in Deutschland zu
expandieren. Neben der Übernahme des Hotel Arcadia ist der Bau eines
weiteren Hauses in Hamburg sowie von Hotels in Köln und Berlin geplant. (pm)



24 Kommentare

#1 lieblingsuliProfil
#2 puschel44Anonym
  • 09.08.2007, 17:15h
  • das ist eine frechheit;um dieses Hotel sollte man(n) einen Bogen machen;aber zum Glück gibt's ja noch einige andere Hotels in HH.
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#3 KämpferAnonym
#4 GayschwabeAnonym
  • 09.08.2007, 18:30h
  • Nach dem AGG ist dies ein Fall von Diskriminierung. So bleibt also den Schwulen Eisenbahnfreunde immer noch der Rechtsweg. Nichtsdestotrotz sollte man sich auch an das Hotel wenden und nachfragen, was es gegen Schwule hat und ob es nichts von dem AGG gehört hat.

    Den Server bei denen vollmüllen ist übrigens strafbar!!! Also Protest zeigen, Kiss in oder ähnliches!!! Ach ja: der LSVD Hamburg sollte auch informiert werden, dass er was dagegen unternimmt.
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#5 rubberbikercgnAnonym
  • 10.08.2007, 00:22h
  • Ich rege an, Protestschreiben nach folgendem Muster zu verschicken:

    Herrn Geschäftsführer
    Udo M. Chistee
    - persönlich! -
    AHC int. Deutschland GmbH
    Schloß Wendorf

    19412 Wendorf

    Verstoß gegen das Allgemeine Gleichstellungsgesetz („Antidiskriminierungsgesetz“)

    Sehr geehrter Herr Chistee,

    ist es wahr, dass in Ihrem Hamburger Haus "Arcadia Hotel Belmondo" schwule Gäste unerwünscht sind?
    Gilt das auch für die anderen Häuser Ihrer Gesellschaft, oder war das eine einmalige Entgleisung der Geschäftsführerin dieses Hauses?

    Wie halten Sie es denn mit Juden und Negern? Ebenfalls unerwünscht?

    Bitte veröffentlichen Sie eine vollständige Liste von Bevölkerungsgruppen, welche Sie nicht als Gäste haben wollen!

    Wir Deutsche haben gelernt und möchten nicht noch einmal vom Geschäfts-„Führer“ einer Organisation österreichischer Herkunft zur Entschwulung, Entjudung und rassischen Reinhaltung angeleitet werden.

    Ich erwarte eine Stellungnahme, eine Bitte um Entschuldigung und eine personelle Konsequenz.

    Mit freundlichen Grüßen

    Kopie an:

    Arcadia Hotel Belmondo
    Spaldingstr. 70
    20097.Hamburg
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#6 FloAnonym
  • 10.08.2007, 12:40h
  • Ein ganz klarer Fall von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung!!

    Das zeigt mal wieder, wie dringend die Aufnahme der Merkmale "sexuelle Identität" und "sexuelle Orientierung" in Art. 3 Grundgesetz ist!
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#7 RabaukeAnonym
  • 10.08.2007, 12:47h
  • Also da hauts mir die Latschen von den Füßen! Eine Frechheit die es so noch nicht gegeben hat. Diese Hotelgruppe hat auf seiner Hompage die Bilder von Falco, dem alten Kaiser etc abgebildet. Ich bin mal gespannt, wann Die den "Führer" in die Bildleiste aufnehmen? In diesem sehr schönen Haus war ich, bei meinen Geschäftsreisen stets gern zu Gast. Das wird sich ändern!
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#8 Jörg GengnagelAnonym
  • 10.08.2007, 22:26h
  • Eine sehr gute Idee mit dem Fax als Protestbrief! Hier noch die Faxnummern:
    GF Christee= 038486-3393828, Hotel Hamburg 040-23650629, Centrale Österreich 00432232-77712. Einfach Brief kopieren und ab gehts Fax!
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#9 St.PaulianerAnonym
  • 11.08.2007, 02:57h
  • Der Artikel hört sich hart an und die Aussage "wir wollen nicht Gay Friendly sein" ist auch unglücklich. Hier kann man durchaus die Frage stellen, welche Bevölkerungsgruppe dann genehm wäre.

    Aber schauen wir uns die Fakten an. Ein Hotel wechselt den Besitzer und vielleicht auch das Konzept. Haben die Eisenbahnfreunde die Räumlichkeiten vielleicht kostenlos bekommen, weil jemand das frühere Management kannte? Wurden vielleicht auch andere Gruppen die Räumlichkeiten gekündigt, wenn der Raum nur gemietet war?

    Das alles geht aus dem Artikel leider nicht hervor. Dazu stellt sich die Frage, ob ein Hotel generell sein Konzept ändern darf, wenn es früher explizit auf den homosexuellen Markt gesetzt hat und jetzt z.B. schwerpunktmässig auf Senioren oder Geschäftsreisende setzt, ohne den Vorwurf zu unterliegen man würde jetzt diskriminieren?
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#10 FloAnonym
  • 11.08.2007, 17:21h
  • @St.Paulianer:

    Im Artikel wurde doch gesagt, dass das Hotel mit der Begründung ausgeladen hat, es wolle jetzt nicht mehr gayfriendly sein!

    Das sagt genug aus!

    Im Übrigen: wenn ich ein Unternehmen übernehme, habe ich im Rahmen der Rechtsfolge auch bereits geschlossene Verträge zu erfüllen, wenn dies möglich ist.
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