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Miami Der Bruder von US-Präsident George W. Bush, Floridas Gouverneur Jeb Bush, hat am Dienstag öffentlich erklärt, dass er sein Veto einlegen würde gegen jegliches Gesetz für eine Eingetragene Partnerschaft - eine Öffnung der Ehe für Homo-Paare ist durch ein entsprechendes Gesetz bereits verboten. Selbst vor einem Notar verfasste vertragliche Regeln seien für Homo-Paare ausreichend, so Bush in einem Besuch der Universität von Florida in Tallahassee.
Auch am Dienstag setzte sich der Kampf um die Homo-Ehe in ganz Amerika fort: Der Generalstaatsanwalt von New Jersey, Peter C. Harvey, hat in einem Schreiben an Verantwortliche in Asbury Park die Stadt aufgefordert, die Eheschließungen von Homo-Paaren zu unterbinden. Ansosten drohten Haftstrafen, so Harvey, der in Briefen an andere Behörden auch klarstellte, dass die in Asbury Park ausgestellten Ehescheine für Homo-Paare illegal seien. Harvey will auch eine Klage beim Verfassungsgericht einreichen, um die Homo-Ehen zu stoppen. Gouverneur James E. McGreevey erklärte dazu, man habe aufgrund von Gerichtsurteilen "leider" keine andere rechtliche Handhabe, Homo-Paare sollten die in New Jersey seit kurzem mögliche Eingetragene Lebenspartnerschaft nutzen. Während am Dienstag in Michigan eine Gesetzesvorlage für eine Verfassungsänderung gegen die Homo-Ehe scheiterte, gab es in Portland im US-Bundesstaat Oregon die ersten Todesdrohungen gegen städtische Beamte, die schwule und lesbische Paare verheiraten.
In San Francisco, dem Epizentrum des Kulturkampfes, heiratete ein eigentlich normaler Bürger, Joseph A. Lazzaro Jr., am Dienstag unter großem Medienandrang einen Mann - sein Vater, der konservative Senator William J. "Pete" Knight, hatte vor wenigen Jahren die Bürgerabstimmung Proposition 22 initiiert, die zum landesweiten Verbot der Homo-Ehe führte. Er ist zugleich Mitglied in beiden konservativen Gruppierungen, die derzeit vor Gericht einen Stopp der Ehen erkämpfen wollen. (nb)



#1 GerdAnonym
  • 10.03.2004, 18:30h
  • Meine Güte, was geht denn in den USA so alles ab..ich habe zwar geahnt, dass dieser Wahlkampf für homosexuelle Menschen einer der härtesten und schlimmsten wird; aber er muss geführt werden.

    Das der eigene Vater eine landesweite Kampagne gegen die Anerkennung homosexueller Rechte anführt und der Sohn in San Franciso heiratet, ist echt unglaublich.

    Da habe ich richtig Glück mit meinen Eltern vor vielen Jahren und ebenso heute noch gehabt, die immer kein Problem mit homosexuellen Menschen hatten bzw. haben.

    Weiterhin gilt auch hier mit allen Mitteln "Bush" verhindern!!! Wenn das Thema auf die USA kommt, sollte jeder Bush niederargumentieren und auf Kerry setzen.
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#2 pittAnonym
  • 11.03.2004, 13:11h
  • Die USA werden uns immer als ein freies Land dargestellt, gemeint ist wohl freier als das alte Europa. Und nun? Mit nichten sind die USA ein freies Land. Wenn die Homoehe u.a. mit der Begründung abgelehnt wird, dann würden auch Ehen mit Tieren oder mit mehreren Partnern erlaubt werden, ist das mobbing. Ich werde zwar das Institut der Ehe nie für mich in Anspruch nehmen, aber das ist meine freie Entscheidung, und wer sich anders entscheidet, bitte sehr. US-amerikanische Verhältnisse sind hier nicht vorstellbar, übrigens auch in anderen Bereichen nicht, wenn´s auch immer wieder versucht wird. Wir haben eine andere - ältere Kultur.
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