Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?7405
  • 12. August 2007, noch kein Kommentar

Vorschau: Die Höhe- und Schwerpunkte der Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg im Oktober

Von Carsten Weidemann

Am 16. Oktober 2007 werden die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg (LSF) feierlich im Streit's Filmtheater am Jungfernstieg eröffnet. Stargast des Abends ist die Sängerin, Kabarettistin und Schauspielerin Maren Kroymann!

Sechs Tage voller Kinoüberraschungen, über 50 Programme, etwa 150 internationale Kurz- und Langfilme, vier Festivalkinos - das sind die wichtigsten Fakten zu Hamburgs drittgrößtem Filmfestival. In diesem Jahr werden erneut mehr als 12.000 Besucherinnen und Besucher erwartet. Die breit gefächerte Auswahl an Spielfilmen, Dokumentationen und Experimentalfilmen, dabei sowohl Kurz- als auch Langfilme, bietet für jeden Geschmack etwas.

Das Team des ältesten queeren Filmfestivals Deutschlands hat aus annähernd 2000 eingereichten und gesichteten Filmen aus aller Welt die besten ausgewählt und zu einem engagierten Programm zusammengestellt. Neben der traditionellen Reihe Panorama mit aktuellen Produktionen aus aller Welt gibt es thematisch geordnete Filmreihen. Ein Länderschwerpunkt steht bereits fest: Taiwan. Dort entstehen zurzeit so viele queere Filme wie in kaum einem anderen Land der Welt. Viele sind sogar an der Kinokasse überaus erfolgreich. In der Taiwan-Reihe wird u.a. der diesjährige Teddy-Gewinner "Spider Lilies" gezeigt.

Eine Retrospektive wird der bekannten Regisseurin Greta Schiller gewidmet, die ihre Filme auch persönlich vorstellen wird. Auf dem Programm steht u. a. ihr Dokumentarfilm "Paris was a woman", der unter dem Motto "100 Jahre - 100 Rosen" gezeigt wird. Damit wird auf Gertrude Stein und Alice B. Toklas hingewiesen, die sich vor 100 Jahren kennen- und lieben gelernt hatten.

Wie gewohnt wird den kurzen Filmen viel Raum gegeben. Zusätzlich zu den fünf Kurzfilmprogrammen (schwul, lesbisch, transgender) werden wieder ein Programm mit experimentellen Filmen sowie diesmal zwei Sonderprogramme "Made in Germany" angeboten. Der LSF-Workshop 2007 wird wieder mit namhaften Referentinnen und Referenten aufwarten können. Das Thema wird noch bekannt gegeben.

Das Programm wird abgerundet durch eine Festivalparty. Dort werden nicht nur viele Teammitglieder, sondern auch die Filmemacher und Gäste des Tages anzutreffen sein. Die offene Atmosphäre und der direkte Kontakt zwischen Publikum und Gästen zeichnen alljährlich das Festival und seine Rahmenveranstaltungen aus.

Das Publikum entscheidet dieses Jahr erneut über die Vergabe der drei Kurzfilmpreise namens "URSULA" für den besten lesbischen, schwulen und transgender Film. Die Preise sind mit je 750 Euro dotiert. Mit dieser Initiative wollen die Veranstalter den Filmnachwuchs weiter fördern. Außerdem konkurriert ein Großteil der Langfilme erneut um die "GLOBOLA" für den besten internationalen Langfilm und die "EUROLA" für den besten europäischen Langfilm. Für den deutschen Nachwuchs wurde der Wettbewerb "Made in Germany" ausgeschrieben. Auch hier bestimmt das Publikum den Sieger. Dieser erhält einen noch geheimen filmbezogenen Sachpreis, der das junge Talent fördern soll.

12. August 2007