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Renningen (queer.de) - Bei einem Schulprojekt eines Gymnasiums in Renningen (Landkreis Böblingen) durften Schüler nach Protesten von mindestens einer Mutter nicht Homosexualität behandeln. Das berichtet die "Stuttgarter Zeitung". In dem Großprojekt sollten die Schüler ihren eigenen Staat namens Maredivia gründen – und alle Facetten der staatlichen Verwaltung nachspielen. So wurde von Zwölftklässlern ein Parlament gebildet, Gesetze verabschiedet und staatliche Ämter geschaffen. Dabei sollten auch Eheschließungen möglich sein. Als Schüler auch Homo-Paare trauen lassen wollten, wurde ihnen das aber untersagt. Grund: Die Mutter eines Gymnasiasten, die als Personalreferentin in der katholischen Kirche arbeitet, protestierte schriftlich bei Bürgermeister Wolfgang Faißt (Freie Wähler). Der Politiker wandte sich an die Schule, die dann ihre Schüler aufforderte, auf Homo-Ehen gänzlich zu verzichten. "Auch wir wollten das Projekt nicht gefährden und ließen es weiterlaufen", zitiert die "Stuttgarter Zeitung" den Zwölftklässler Christopher Glück. "Ich weigere mich zu akzeptieren, dass nicht einmal bestehendes Recht anerkannt wird", erklärte Glück weiter.

Schon letztes Jahr hatte es Ärger wegen Elternprotesten gegeben. Eine Mutter hatte Einwände, dass ihr Sohn mit einem offen schwulen Lehrer in Schullandheim fährt.

Jetzt wollen nach den Ferien Lehrer, Eltern, Schüler und Bürgermeister Faißt gemeinsam über das Projekt sprechen. "Wir wollen klären, was gelaufen ist", so Glück. (dk)



30 Kommentare

#1 skydiverProfil
  • 13.08.2007, 13:50hStuttgart
  • Unglaublich !!! Ich frage mich immer wieder, warum bei derartigen Vorfällen nicht das (unser) neue(s) Antidiskriminierungsgesetz greift ?!?
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#2 AlfonsoAnonym
  • 13.08.2007, 13:59h
  • wieder mal in Baden-Württemberg....
    hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen....
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#3 TimoAnonym
  • 13.08.2007, 14:16h
  • es reicht wenn eine mutter dagegen ist?? wo bleibt die demokratie???? bescheuert sowas
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#4 Krzyszek
  • 13.08.2007, 16:24h
  • Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es wirklich nur am Einspruch einer einzigen Mutter lag.

    Andererseits zeigt dieser Vorfall den Schülern, wie wenig weit die Gleichberechtigung von Schwulen (und anderen Andersseienden) auch außerhalb ihres fiktiven Staatengebildes ist.
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#5 detlevAnonym
  • 13.08.2007, 16:33h
  • Vielleicht mag die besagte Mama nach Nigeria umsiedeln, in dem dortigen politischen Umfeld, in dem Homosexuelle von der Todesstrafe bedroht sind, fühlt sie sich vielleicht wohler..
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#6 gerdAnonym
  • 13.08.2007, 16:57h
  • Jepp Baden-Württemberg..wäre in Bremen, Hamburg oder NRW nicht vorstellbar.

    Die liebe Schulleitung in Renningen sollte bestehende Gesetze in unserem Lande akzeptieren und zur Kenntnis nehmen, das es seit mehreren Jahren bereits die Eingetragene Lebenspartnerschaft in Deutschland gibt, die höchstgerichtlich vom Bundesverfassungsgericht als verfassungsgemäß beurteilt wurde. Und vielleicht sollten die dort einmal in die Schweiz schauen, wo dies ebensfalls mittlerweile gesetzlich zugelassen wurde und von über 60 Prozent der schweizerischen Bevölkerung in einem Referendum befürwortet wurde.
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#7 wolfAnonym
  • 13.08.2007, 17:02h
  • wieso dürfen diese kalbenden kühe überhaupt kinder in die welt setzen ?
    es ist zum kotzen, diese gebärmütter müssten überprüft werden, ob sie auch kinder erziehen können.
    offensichtlich ist dem nicht so !
    wir brauchen kein kanonenfutter mehr, also her mit allgemeingebildeten müttern und mit zur toleranz und menschlichkeit erzogenen kindern.
    wir sparen viel kindergeld, heimerziehung und kerzen in der kirche.
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#8 ThommenAnonym
  • 13.08.2007, 17:29h
  • Das Märchen von den Frauen, die eigentlich nix gegen Homosexuelle hätten ist damit wohl offensichtlich entsorgt!
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#9 manni2Anonym
#10 KatrinAnonym
  • 13.08.2007, 18:13h
  • Homosexuelle machen ja 3 bis 10% der Bevölkerung aus und dies zu verleugnen bedeutet die Realität verleugnen. Damit ist das Schulprojekt gescheitert, weil ja jetzt jeder beliebig Minderheiten bis zu geschätzten 10% abschaffen kann. Die Schüler haben gelernt, dass Demokratie nicht existiert in unserem Land.
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