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Warschau (queer.de) - Der polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski hat gestern vier Minister entlassen, darunter auch Bildungsminister Roman Giertych, der vor allem durch homophobe Gesetzesentwürfe und Bemerkungen auf sich aufmerksam gemacht hat. So wollte er "Homo-Propaganda" an Schulen verbieten (queer.de berichtete).

Die Entlassungswelle ist das Ergebnis von Querelen innerhalb von Kaczynskis Koalitionsregierung, an der auch die populistische Bauernpartei von Andrzej Lepper und die rechtsradikale Liga polnischer Familien von Roman Giertych beteiligt waren. Neuwahlen sollen am 21. Oktober abgehalten werden. Meinungsumfragen zufolge liegt Kaczynskis Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) derzeit bis zu 14 Prozent hinter der oppositionellen Bürgerplattform. (dk)



13 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 14.08.2007, 10:19h
  • Bravo!!!!!! Ich gratuliere dem polnischen Volk und seinem Präsidenten. Offensichtlich hat man da zu Lande eingesehen, daß es so Bitte nicht weitergehen kann.
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#2 madridEUAnonym
  • 14.08.2007, 10:25h
  • Dieser Bildungsminister hat nichts als Empörung in allen EU-Staaten hervorgerufen, als er auf die groteske Idee kam, Autoren wie Dostojewski oder Kafka zu ignorieren, um sich vorrangig an Wojtylas Lektüre zu orientieren. Bleibt zu hoffen, dass die Polen nach Neuwahlen zur Normalität zurückkehren.
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#3 PitAnonym
#4 FloAnonym
  • 14.08.2007, 12:12h
  • Nur ist der nicht wegen seiner homophoben Äußerungen und Pläne gefeuert worden, sondern wegen der Regierungskrise...

    Ist zwar dennoch gut, aber der Beigeschmack bleibt, dass die populistische polnische Regierung ihn nicht wegen seiner Homoposition (die sie nach wie vor teilt) gefeuert hat...
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#5 MarcAnonym
  • 14.08.2007, 14:01h
  • Ich hätte mir zwar gewünscht, dass er schon nach seinen homophoben Äußerungen entlassen worden wäre und nicht erst jetzt aufgrund anderer Gründe, aber das wichtigste ist, dass er weg ist aus der Regierung!

    Da die ganze Regierung homophob ist (und noch viel mehr...) hoffe ich, dass die Polen bei den Neuwahlen anders wählen und wieder demokratische Kräfte in Polen regieren.
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#6 Krzyszek
  • 14.08.2007, 15:24h
  • Volle Zustimmung, Marc. Der eigentliche Skandal ist ja, dass Roman Giertych und seine homophoben Ansichten und Gesetzesvorhaben von der Regierung durchaus unterstützt wurden. Seine Entlassung ist somit noch nicht wirklich ein Fortschritt.

    Den wird es erst dann geben, wenn die Polen im Herbst ein Parlament wählen, in dem fortschrittlichere Kräfte die Mehrheit haben, so dass eine Regierung gebildet werden kann, die schon im 21. Jahrhundert und in Europa angekommen ist.
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#7 manni2Anonym
  • 14.08.2007, 20:44h
  • Gut das dieser Eierkopf entlassen wurde.
    Hoffe das Polen Neuwahlen bekommt und dieser
    kleine Gartenzwerg K. nicht wieder Praesident wird!!
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#8 luke12Anonym
  • 14.08.2007, 23:20h
  • Ich dachte eigentlich, dass Italien politisch gesehen die Bananenrepublik Europas ist. Politische Instabilität war bislang eine sehr italienische Angelegenheit, genau so wie irre Präsidenten, Minister, erzkatholische Saubermänner mit kranken Vorschlägen wie Immunität für korrupte Beamte usw. (Berlusconi lässt grüssen). Aber ich muss feststellen, die polnische Regierung macht den Italienern diese Stellung erfolgreich streitig.

    Sicherlich freue ich mich, dass dieser Minister gehen muss, aber wir wollen doch bitte nicht vergessen, dass mit den wild gewordenen Politzwillingen Kaczynski immer noch zwei homophobe Würdenträger in politischer Verantwortung stehen (mal ganz nebenbei bemerkt: Präsident Kaczynski hat mal einige Jahre mit einem Mann zusammengelebt. Angeblich in einer Art Wohngemeinschaft. Wirklich dazu geäußert hat er sich nie. Ist das vielleicht einer von denen, die am lautesten schreien?)

    Die Möglichkeit, dass diese Giftzwerge auch nach eventuellen Neuwahlen immer noch das sind, wo sie jetzt stehen, ist groß, also: keine Entwarnung!
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#9 TibbyAnonym
  • 18.08.2007, 19:21h
  • Ah Leute, Ich bin schwul, lebe in Polen und ehrlich gesagt geht das den meisten Schwulen am Arsch vorbei, was der Giertych da abzieht, denn es ist nur 'ne Art Propaganda. Wir brauchen zwar noch lange Jahre, um die Toleranz wirklich zu spüren, aber eigentlich wird niemand verfolgt, weil er schwul ist. So drastisch ist es nicht. Es gibt Unterschiede Großstädte vs. Land, aber in Deutschland ist mancherorts auch nicht viel besser.
    Gruss
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#10 madridEUAnonym
  • 18.08.2007, 19:58h
  • @tibby: Na endlich mal einer, der uns aus Polen berichtet. Hoffentlich bleibst Du länger auf dieser Seite ?
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