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São Paulo (queer.de) - Ein brasilianischer Fußballspieler hat den Chef eines gegnerischen Fußballteams wegen Verleumdung verklagt, weil dieser den Sportler als "schwul" bezeichnete. Der verantwortliche Richter hat daraufhin für Aufsehen gesorgt, weil er sagte, Schwule könnten in der Profiliga nicht mitspielen, sondern müssten ihre eigene Liga gründen.

Die Einzelheiten: José Cyrillo Júnior, der Chef des FC Palmeiras, hatte bereits in einem Fernsehinterview im Juni angedeutet, dass São Paulos Mittelfeldspieler Richarlyson "in einem anderen Team" spiele. Daraufhin verklagte der 26-jährige Fußballer den Konkurrenten und sagte, er würde es offen zugeben, wenn er schwul sei. Er sei aber heterosexuell.

"Fußball ist ein männlicher Sport, kein homosexueller"

Beim Prozess hat ein Richter nun Ende letzter Woche für den Mittelfeldspieler entschieden – und mit seiner Urteilsbegründung Homo-Gruppen erzürnt. Richter Manoel Maximiano Junqueira deutete nämlich an, dass Richarlyson mit dem Profifußball aufhören müsste, wäre er homosexuell: "Nicht, dass ein schwuler Spieler nicht Fußball spielen kann", erklärte er. "Das kann er, aber er muss sein eigenes Team gründen und gegen die Mannschaften spielen, die gegen ihn spielen wollen." Ein Schwuler würde die Einheit eines Profi-Teams beschädigen, weil Fußball ein "männlicher Sport ist, kein homosexueller."

Nach heftigen Protesten erklärte der Richter das Urteil kurz nach der Verkündung für ungültig. Grund: Angeblich sei ein anderes Gericht zuständig.

Homo-Gruppen verurteilten den Richter scharf: "Das war ein faschistischer Kommentar, und der Richter muss dafür bezahlen", erklärte Marcelo Cerqueira von der Grupo Gay da Bahia. "Dieser Fall zeigt, wie wichtig es ist, über Schwule im Fußball zu sprechen".

Derzeit spielt kein offen Schwuler in der brasilianischen Profiliga. (dk)



12 Kommentare

#1 DavidAnonym
  • 15.08.2007, 15:35h
  • "Ein Schwuler würde die Einheit eines Profi-Teams beschädigen, weil Fußball ein "männlicher Sport ist, kein homosexueller."
    Auch Homosexuelle sind männlich... Insofern ist die sexuelle Orientierung wurscht, oder steht in dem Satz was von "ein heterosexueller Sport"?

    Man sollte mal 60 Jahre zurückgehen und das würde auf die Hautfarbe bezogen. Ergibt genausoviel oder genausowenig Sinn...
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#2 wolfAnonym
  • 15.08.2007, 16:13h
  • wäre lustig zu erfahren was dieser richter getan hätte, hätte die beschimpfung: du hete gelautet ?
    aber nun hat der richter ja einen derart "unmännlichen" beruf, man stelle sich vor, den dürfen auch frauen ausüben, dass man dieses urteil verstehen muss.
    was halt so einen richtigen mann ausmacht.
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#3 ÜwchenAnonym
  • 15.08.2007, 20:08h
  • Eine sehr Tolerante Christliche Gemeinschaft dieses Brasilien. Muss schon sagen die Toleranz quillt mir schon aus dem Mund und ich muss mich erbrechen. Aber freut mich aufjedenfall das die Mittel und Süd Amerikanischen Staaten im hier un jetzt angekommen sind lautdem User Fred. Das ist also hier und jetzt? WOW hätte ich niemals gedacht das soviel Toleranz möglich sein kann.
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#4 FredAnonym
  • 15.08.2007, 20:18h
  • da hat er aber glück,dass er nicht in eines der 72 islamischen länder fußball spielt, sonst wäre er schon längst verhaftet worden.

    üwchen du pappanse:
    die quantität und die qualität ist einen ganz andere im islam und JEDE andere religionsgruppe.
    hast du baumschüler,dies verstanden?
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#5 kreuzritterAnonym
  • 15.08.2007, 20:27h
  • @Üwchen

    Was hat jetzt Brasilianischer Fußball mit dem Christentum zu tun? Wurde das da irgendwo etwa erwähnt oder was?
    Wie kann man nur so obsessiv bei jeder Kleinigkeit gegen das Christentum hetzten wie du! Das ist echt obsessiv! Konvertier doch bitte zum islam wenn du deine Kultur so hasst und hetzte auf dem Muslimmarkt statt hier!
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#6 ÜwchenAnonym
  • 16.08.2007, 03:35h
  • Was regt ihr euch denn auf? Wär ihr gute Christenmenschen würdet ihr euch selbst verbrennen wegen unnätürlichem Sex und verstoß gegen Gottes Wille. Wenn ihr überall gegen den Islam hetzt vorallem ohne irgendeinen Sinn dann kann ich so oft gegen Christen hetzen wie ich will. Zumal es keine Hetze ist sondern einfach nur Tatsachen wiedergabe. Islambashing ist keine Islamkritik. Wie gesagt Fred du wärst echt als Moslem die rechte Hand Osamas so fanatisch wie du bist. Und Kreuzritter wenn du dich schon so nennst dann weiß jeder wer Obsessiv ist. Wer einer der größten Schandtaten der Weltgeschichte gutheisst gehört eh in die Rechte Ecke. Nenn dich direkt Obersturmbannfüührer.
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#7 stromboliProfil
  • 16.08.2007, 08:08hberlin
  • Tja , fehlt uns halt ein schwuler PELE , um hoffähig zu werden im heterogenormten fußball.
    Wie zu zeiten peles , in den 50'zigern schwarze im fußball undenkbar waren , braucht es einen/viele ausnahmetalente , um uns akzeptabel zu machen .

    Lässt sich nahtlos auch auf andere sportarten übertragen : solange wir uns auf turmspringen und formationsschwimmen reduzieren lassen , solange haben wir ein "imageproblem " .
    Aber da haben wir auch wieder das problem des outing . Wenigstens nach der karriere sollte da was laufen , um den (noch ) aktiven mut zu machen .
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#8 JanAnonym
  • 16.08.2007, 09:06h
  • @7: Ehrlich gesagt sind Turmspringen und
    Formationsschwimmen beides m.E. wunderbare
    Sportarten. Nicht gewalttätig und weitgehend
    dopingresistent. Ein bißchen mehr Turmspringen
    und Formationsschwimmen und ein bißchen
    weniger Boxen und Fußball würde m.E. der Welt
    ganz gut tun.
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#9 SebiAnonym
  • 16.08.2007, 09:11h
  • Hihihi! Ich find ja, @Fred, @Kreuzritter und @Üwchen haben sich ja so was von gegenseitig verdient. Könnt mich glatt schlapp lachen, dass die mal alle den gleichen Artikel kommentieren ;-))
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#10 stromboliProfil
  • 16.08.2007, 09:28hberlin
  • @jan ,
    ohne zweifel !
    Mir ging es auch mehr um die beschränkte wahrnehmung der hetero-sportler/zuschauer und ihrer meinungshohheit von "masculinem sport " .
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