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Münster (queer.de) - Die Eltern eines Achtklässlers, der einen Mitschüler als "schwul" gehänselt hat, klagten vor einem Verwaltungsgericht gegen einen schriftlichen Verweis – und erzielten einen Teilerfolg. Wie die "Westfälischen Nachrichten" berichteten, soll der Schüler eines städtischen Gymnaisums in Münster in einer unbeaufsichtigten Schulstunde ein Lied angestimmt haben, das einen anderen als schwul verspottet. Als dieser Schüler auch von anderen gehänselt wird, kommt es zu Rangeleien. Drei Akteure erhalten einen Verweis.

Daraufhin legten die Eltern Widerspruch ein. Sie argumentierten, dass vor dem Verweis pädagogische Maßnahmen hätten ergriffen werden müssen. Die Schule wies das ab, weil der Jugendliche bereits zuvor negativ aufgefallen sei.

Daraufhin klagten die Eltern. Die Richterin vermittelte jetzt einen Kompromiss zwischen Eltern und Schule. Der Verweis soll zum Ende des Schuljahres aufgehoben werden, wenn der inzwischen 14-Jährige nicht mehr negativ auffällt. Die Stadt übernimmt 250 Euro Prozesskosten; die übrigen Aufwendungen in Höhe von rund 1.000 Euro tragen die Eltern. (dk)



#1 SvenAnonym
  • 15.08.2007, 19:58h
  • Ein guter Beweis, dass nicht die Lehrer schuld sind an dem teils mangelhaften Sozialverhalten einiger Jugendlichen und junger Erwachsener.
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#2 JanAnonym
  • 15.08.2007, 22:53h
  • @1: Doch sind sie schon. Denn ein Verweis wäre
    fast immer überflüssig, wenn die Übeltäter einfach
    ehrlich benotet würden. Meistens fallen die
    üblichen Verdächtigen nämlich nicht gerade durch
    herausragende Noten auf und würden über kurz
    oder lang selbst von der Schule fliegen. Habe es
    bei mir in der Schule früher selbst erlebt. Die
    ekelhaftesten Typen wurde alle von
    Kuschelpädagogen durchgeschleust. Naja, die
    gleichen Idelogen wie hier im Forum oft am Werk.
    Wie gut dass ich da weg bin und die nie wieder
    sehen muss. Einer arbeitet jetzt als Betonmischer.
    Da werden ich ihm wohl hoffentlich so schnell nicht
    mehr begegnen.
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#3 SvenAnonym
  • 16.08.2007, 00:51h
  • Wieso Ideloge?
    Drei haben sich ohne Aufsichtskraft geprügelt. Drei Verweise wurden ausgesprochen. Nix mit kuscheln.

    Die Eltern eines Schülers, der offensichtlich schon häufiger negativ aufgefallen ist, haben dagegen geklagt.Signal für den Schüler: "Ich darf mich daneben benehmen."
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#4 JürgenAnonym
  • 16.08.2007, 02:16h
  • Die Lehrer können wirklich wenig tun, es sei denn, sie haben eine grosse Zivilcourage, die aber derzeit nicht gedankt wird.

    Die Sache stinkt von weiter oben. Und Lehrer werden ganz schnell allein gelassen, wenn sie schwule oder schwul erscheinende Jugendliche in Schutz nehmen.

    Die Eltern solcher Prügelknaben laufen nämlich dann richtig zur Höchstform auf, wenn ihr Machosöhnchen wegen eines schwulen vielleicht von der Schule fliegen muss.
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#5 JanAnonym
  • 16.08.2007, 09:03h
  • @3: Die Ideologie sehe ich eben darin, dass die
    erst wegen der Prügelei von der Schule fliegen
    sollen. Nicht dass ich das prinzipiell kritisieren
    würde aber vorher wurde der selbe Schüler u.U.
    sogar von den selben Lehrern die jetzt einen
    Verweis fordern mit 4- benotet, statt einer 5 wie
    eigentlich richtig. So läuft es oft und das ist der
    Grund wieso diese Typen oft noch da sind und
    lernwillige Schüler belästigen.
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#6 FelixAnonym
  • 16.08.2007, 09:48h
  • @Jan: Ich glaube, du verstehst nicht ganz , wie es in einem Rechtsstaat läuft: Lehrer müssen sich an die Gesetze halten. Niemand kann von der Schule fliegen, weil sich Hardliner gegen "Kuschelpädagogen" durchsetzen. Und Notengebung läuft nicht ganz so ab, wie du es beschreibst.
    Dass die Gesetze allerdings davon ausgehen, dass Schüler auch heute noch vor den Lehrern geschützt werden müssen, ist ein Witz.
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#7 FelixAnonym
  • 16.08.2007, 09:56h
  • noch was @Jan- Zitat:"wieso diese Typen oft noch da sind " - In Luft werden sich solche Schüler wohl kaum auflösen. Spätestens an der nächsten Schule würden sie wieder auftauchen.

    Vielleicht hast du aber auch missverstanden, was eigentlich "schriftlicher Verweis" im Behördenjargong der Schulen bedeutet: nämlich nicht, dass man von der Schule fliegt, sondern man bekommt so was wie eine schriftliche Verwarnung und einen Akteneintrag. Im Grunde haben die Eltern einen juristischen Formfehler ausgenutzt, der in der Schule passiert ist. Dass Lehrer nun mal keine Juristen sind, ist die eine Seite. Dass Eltern z.T. resistent sind gegenüber Bildungsarbeit von Schule und zum Anwalt laufen, ist die andere.
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#8 JanAnonym
  • 17.08.2007, 09:18h
  • @7: Genau da liegt natürlich ein weiteres Problem.
    Eine Zwangsversetzung und (wenn es wie zu
    erwarten) an der neuen Schule nicht besser wird,
    eine weitere Zwangsversetzung hilft aber zu
    mindest Mal, dass sie keine Gruppen von
    minderbemittelten Mitläufern um sich scharen und
    würde effektiv helfen Mobbingopfer zu entlasten.
    Darüberhinaus: Ein Gesetz, dass sie die Schule
    dauerhaft und ganz verlassen müssen, wäre m.E.
    natürlich noch besser. Sollen Sie doch sehen wo
    sie nachher einen Arbeitsplatz her kriegen bei dem
    Verhalten. Sozialhilfe dürfte so jemand
    selbstverständlich nicht beziehen dürfen.
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.08.2008, 10:07h
  • Wie war das noch? Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir! Ist doch alles ziemlich suspekt!
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