Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?7441

Sydney (queer.de) - Bei einer Aids-Konferenz in Sydney ist eine australische Studie vorgelegt worden, die Beschneidung als HIV-Schutz unter Schwulen in Industrieländern als wirkungslos ansieht. Eine südamerikanische Studie hingegen verspricht sich davon eine geringe Senkung der HIV-Zahlen. Zuletzt hatten die Vereinten Nationen gefordert, dass sich heterosexuelle Männer in Afrika beschneiden lassen sollten, um die HIV-Infektionszahlen zu senken (queer.de berichtete).

Die von der University of New South Wales durchgeführte Studie befragte zwischen 2001 und 2004 über 1.400 schwule Männer, die ihren HIV-Status nicht kannten. 49 von ihnen sind seither HIV-positiv getestet worden. Die Forscher zogen das Risikoverhalten der Probanden in ihre Kalkulationen ein und fanden heraus, dass es keinen messbaren Unterschied zwischen beschnittenen und unbeschnittenen Männern gibt. "Da die meisten HIV-Infektionen in homosexuellen Männern bei der Aufnahme des Penis stattfinden, ist eine Beschneidung wahrscheinlich keine effektive HIV-Prävention für australische schwule Männer", so das Ergebnis.

Zu einem etwas anderen Ergebnis kommt eine Studie der peruanischen Asociación Civil Impacta Salud y Educación. Anfang 2006 haben Forscher hier 2.000 Teilnehmer in mehreren Städten in Peru und Ekuador befragt, die ihren HIV-Status nicht wussten. Nachdem sie einen Fragebogen ausgefüllt haben, wurden sie getestet: elf Prozent waren HIV-positiv, acht Prozent hatten Syphilis. Demnach sollen nach Bereinigung der Zahlen Beschnittene ein geringfügig geringeres Risiko einer Infektion gehabt haben. Allerdings sei die Zahl der Teilnehmer zu gering gewesen, um abschließende Aussagen machen zu können. Die Forscher setzten sich dafür ein, eine "Beschneidungsversuchsreihe in der Andenregion" durchzuführen und zu sehen, ob sich die HIV-Infektionen danach anders entwickeln. (dk)



#1 operaTORAnonym
  • 17.08.2007, 21:13h
  • Naja, ausser aus Medizinischen Gründen halte ich Beschneidungen auch für einen Eingriff in die Persönlichkeits- & Menschenrechte der Person, vor allem dann, wenn diese im Kindes- oder Säuglingsalter vollzogen wird.

    Ausserdem haben auch viele Beschnittene Psychische Probleme, weil da ja "was fehlt".
  • Antworten » | Direktlink »
#2 ÜwchenAnonym
  • 18.08.2007, 09:22h
  • Also ich bitte dich wenn das im Kindes oder Säuglingsalter geschieht das man beschnitten wird wo bitte hat man das gefühl das einem etwas fehlt? Man kann sich ja auch viel einbilden. Als nächstes erzählst du uns noch das sich käfig vögel unwohl fühlen weil die im käfig sitzen. Fakt ist wenn du im käfig geboren bist und aufwächst kennst du nix anderes und vermisst auch nix. Das ist auch z.B der Grund wieso man Tiere die bei Menschen aufgewachsen sind sehr sehr schlecht oder nie auswildern kann weil die einfach nix anderes kennen und wollen. Wenn du nie bewusst ne Vorhaut hattest kannst du auch nix vermissen ausser du bildest es dir ein.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 DavidAnonym
  • 18.08.2007, 09:46h
  • Ziemlich leichtgläubig und riskant, und vor allem unverantwortlich (!!) zu glauben eine Beschneidung
    würde besser schützen... wie kann selbst die UNO sowas empfehlen? Und was machen Frauen?
    Ob man jetzt mit 100 oder mit 80km/h gegen eine Wand knallt... Wenn der Gurt fehlt, dann ist das kein besserer Schutz.
    Es ist unverantwortlich da mit Leben zu spielen, indem man an den Männern Versuche durchführt, ob die sich mit einer Beschneidung weniger infizieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 MichelAnonym
  • 18.08.2007, 11:24h
  • Ich habs immer noch nicht kapiert.
    HALLO erklärt mir das mal jemand? Das olle Nillenläppchen is wech und juhu weniger Ansteckungsgefahr? Ich konnte bisher nichts logisches Nachvollziehen wieso Beschneidung das Risiko senken sollte. Verschwinden die Pickel am Hintern wenn ich mir die Fußnägel schneide? Grmpf
  • Antworten » | Direktlink »
#5 operaTORAnonym
  • 18.08.2007, 17:50h
  • Ähm, üwchen, ich habe sowohl Muslimische Freunde als auch Jüdische. Bei den Juden wirds im Säuglingsalter entfehrnt, bei den Muslimen im Alter von 11 - 13 Jahren.

    Einige von den Muslimischen und Jüdischen Freunden haben damit echt Probleme, psychischer Natur.

    Im übrigen gibt es sehr viel Psychische Erkrankungen, die aussenstehenden als unverständlich erscheinen, aber für die betroffenen sehr ernste Probleme darstellen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 AlexAnonym
  • 25.12.2007, 11:18h
  • Hm, erst waren es drei (nicht zuendegeführte) afrikanische Studien, jetzt
    kommt die Behauptung aus Südamerika. Interessant. Die Quelle erscheint
    mir mehr Amerika zu sein. Das kann man auch nachgoogeln.

    Hier mein Senf dazu:

    Wenn man die Geschichte der Beschneidung in Amerika zurückverfolgt, sieht
    man, dass es eine (unhaltbare) Begründung nach der Anderen für die
    Beschneidung gegeben hat. Angefangen mit der bösen bösen
    Selbstbefriedigung. Hygiene, Krebs, Gebärmutterkrebs, etc. Keine
    Begründung ist heute noch haltbar. Beispielsweise erkranken in Dänemark,
    wo die Beschneidung nicht üblich ist, weniger Menschen an Peniskrebs, als
    in Amerika.

    Ich wurde als Kind beschnitten, aber habe noch so viel Vorhaut, dass ich
    alles mit Dehnung (foreskin recovery) wieder bedecken kann. Nachdem die
    Eichel wieder dauerhaft bedeckt ist, erlebe ich einen deutlichen
    Gefühlszuwachs und es gibt nichts schöneres, wenn bei der
    Selbstbefriedigung die Vorhaut über die (feuchte, empfindliche) Eichel gleitet.
    Vorher hatte ich im Vergleich einen Mini-Orgasmus.

    Ich weiss nicht, (aus eigener Erfahrung) was an einer vertrockneten relativ
    gefühllosen Eichel toll sein soll. Im übrigen hatte ich als "Beschnittener" mehr
    Hautreizung durch die trockene Haut und Kleidungskontakt, als jetzt. Wobei
    häufige Reizungen ein Risikofaktor für bösartige Erkrankungen ist. Das
    erklärt vielleicht auch, warum in Amerika mehr Menschen an dieser selten
    Krebsart erkranken, als in z.B. Dänemark.

    Ich denke, die Tatsache das Beschneidung routinemäßig in prüden
    (agressiven) Bevölkerungsgruppen stattfindet (Amerika, Religionen) zeigt am
    Besten warum es gemacht wird.

    Was mich wütend an diesen Märchen (jetzt HIV-Prävention) macht, ist, dass
    durch solche Gerüchte wieder mehr Kinder verstümmelt werden. Soll jeder
    Erwachsene mit seinem Körper auf eigene Kosten und Risiken machen, was
    er will, aber derartige Fetische muss man einfach von Kindern fernhalten.
    Und wenn es mal eine Phimose gibt, dann kriegt man die meistens mit
    abwarten und Salben weg.

    Beschneidung hat keine Nachteile sagen jetzt vielleicht von klein auf
    Beschnittene?! Wie erklärt man einem Farbenblinden das eine Taube bei
    weitem nicht so schön ist, wie ein Papagei? Auch wenn man später
    beschnitten wird, nimmt die Empfindsamkeit erst langsam ab, was dazu
    führen kann, dass man sich ständig einbildet, wann würde noch genauso viel
    spüren.

    Zum Abschluss: Soll mir nur einer von diesen AIDS-
    Beschneidungsfetischisten sagen, dass ich, wenn ich beschnitten bin, kein
    Kondom mehr benutzen brauche. Daran erkennt man schon allein, was das
    für ein Schwachsinn ist.

    Ich könnte noch stundenlang über die "Vorzüge" der Beschneidung
    schreiben... ;) Hoffe, diesen Kommentar liesst überhaupt noch wer

    LG,
    Alex

    P.S.: In Australien wurde übrigens die nicht-therapeutische Beschneidung
    abgeschafft, mit der Begründung, dass man seine Kindern nicht in der
    sexuellen Empfindsamkeit einschränken wollte und die medizinischen
    Aspekte halt nicht wirklich haltbar waren.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 NeugierigerAnonym
  • 03.03.2008, 13:26h
  • Ich fürchte, dass bei den Kommentaren offenbar viele die Logik der Beschneidung zum Zwecke der HIV-Praevention nicht richtig verstanden haben (vorab, sie ist messbar, aber bei weitem nicht verlässlich). Die Logik ist, dass die Viren zwischen Vorhaut und Eichel länger überleben, zumal dieser Bereich bei mangelnder Hygiene gelinde gesagt, etwas muffig wird. Also steckt jemand beschnittenen Schwanz in eine Muschi oder Hintern, ist er nicht GANZ so sehr gefährdet, wie ein unbeschnittener. Darauf bezog sich die Afrikastudie.

    Das Zitat der jetzigen Studienleiter bringt es auf den Punkt: "Da die meisten HIV-Infektionen in homosexuellen Männern bei der Aufnahme des Penis stattfinden, ist eine Beschneidung wahrscheinlich keine effektive HIV-Prävention für australische schwule Männer".

    SPRICH: Die meisten Infektionen passieren beim sich ficken LASSEN. Es wurde nie behauptet, dass Beschneidung auch in dem Fall einen "Schutz" bieten sollte. Natürlich kommt das pädagogische Element hinzu, wenn es um die Deutung geht - eine Aussage wie "Rein aktive Stecher haben von vornherein ein viel geringeres Risiko, dass sie durch Beschneidung noch senken können" wäre zwar technisch korrekt, politisch aber nicht - zumal das gesenkte Risiko dennoch WEIT über "praktisch ausgeschlossen" verbleibt.
  • Antworten » | Direktlink »