Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?7442

Berlin (queer.de) - Eine 31-jährige lesbische Iranerin soll einem Beschluss des im Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zufolge aus Deutschland ausgewiesen werden. Die derzeit in Berlin lebende Yasmin K. erklärte gegenüber Medien, dass sie in ihrer Heimat die Hinrichtung durch Steinigung erwarte. Ihre Anwältin Eva Lindemeier legte zudem ein Urteil vor, nach dem ein iranisches Gericht die Frau bereits im vergangenen Jahr zum Tode verurteilt habe – in deren Abwesenheit.

Das Berliner Gericht berief sich in seiner Entscheidung allerdings auf ein Gespräch von Beamten des Außenministeriums mit der Mutter der Asylbewerberin. Die habe die Homosexualität ihrer Tochter abgestritten. Lindemeier dazu im "Tagesspiegel": "Das ist absurd. Die haben einer iranischen Frau von zwei ihr unbekannten Männern Fragen stellen lassen, deren ehrliche Beantwortung nicht nur peinlich, sondern für den Ehemann tödlich sein könnte." Der Ehemann ist beschuldigt worden, seiner Tochter zur Flucht verholfen zu haben.

Letzte Hoffnung: Innensenator

Einzig der rot-rote Senat könnte die Abschiebung noch stoppen. Eine Sprecherin von Innensenator Ehrhard Körting (SPD) sagte jedoch: "Das Gericht hat die Abschiebung bestätigt. Damit ist die Ausweisung rechtmäßig."

LSVD setzt sich für Iranerin ein

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) setzt sich dafür ein, dass Jasmin K. in Deutschland bleiben darf: "Wenn sie in den Iran abgeschoben werden soll, muss Senator Körting einschreiten", sagte LSVD-Sprecher Alexander Zinn in der "B.Z.". "Natürlich ist es schwer zu überprüfen, ob jemand homosexuell ist. Aber im Zweifel muss man sich für den Menschen entscheiden." Zinn erklärte, dass schwule und lesbische Asylbewerber oft mit der Begründung abgeschoben werden würde, sie könnten ihre sexuelle Orientierung in der Öffentlichkeit geheim halten. "Das ist menschenverachtend", so Zinn. (dk)



17 Kommentare

#1 splattergayAnonym
  • 17.08.2007, 16:08h
  • Wenn diese Frau von einem iranischen Gericht schon zum Tode verurteilt wurde, ist es wohl unerheblich aus welchem Grund. Der dt. Staat kann ja die Todesstrafe wieder einführen und das Urteil gleich hier vollstrecken, dann spart er wenigstens die Flugkosten. Unglaublich.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FloAnonym
  • 17.08.2007, 16:41h
  • Natürlich ist die Prüfung, ob wirklich Homosexualiät vorliegt oder dies nur behauptet wird, schwer.

    Aber wenn die Frau schon im Iran zum Tode verurteilt wurde, stellt sich diese Frage doch gar nicht mehr. Dann muss sie doch hierbleiben können, selbst wenn sie nicht lesbisch wäre.

    Das ist ein Skandal!!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 hwAnonym
  • 17.08.2007, 16:51h
  • ...was sonst noch geschah....die briten teilten ihren irakischen
    und afghanischen dolmetschern und helfern mit, bei ihrem abzug nicht mit asyl in gb rechnen zu können...normal und ethisch handelt ein israelischer arzt, der sich weigert ein durch israelische splitter gelähmtes mädchen als patientin zu entlassen, da es abgeschoben werden würde....
  • Antworten » | Direktlink »
#4 frank justenAnonym
  • 17.08.2007, 16:53h
  • warum gibts keine adressen von ministerien ,wo wir mit unserer stimme
    protestieren können.
    oder gibts eine liste z. b. von pro asyl?

    was können wir als user tun ?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 WolfgangAnonym
  • 17.08.2007, 17:07h
  • Schreibt eine Mail an den Innensenator von Berlin und an die beiden Regierungsparteien SPD und Die.Linke..

    Das sollte am meisten helfen, Beleidigungen helfen da übrigens nicht weiter.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 KatrinAnonym
  • 17.08.2007, 17:08h
  • Ich versuch immer sachlich zu kommentieren, aber da fällt mir nichts mehr ein: Im Iran stehen große Investitionen an und ein Meschenleben hat ja auch nur einen Gewissen Wert im Interesse der guten Wirtschaftsbeziehungen. Den Wert kann man dann noch verdoppeln für eine barbarische und schmerzhafte Hinrichtung und schon hat man eine ethische Grundlage für ein paar Abschiebungen, sind ja eh nur Lesben und Schwule. Da helfen Gerichte und Politiker gern der guten Beziehungen willen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 DanielAnonym
  • 17.08.2007, 17:49h
  • ICh habe mich dazu entschíeden aus der SPD auszutreten sollte es tatsächlich zur Abschiebung kommen.

    Die indirekte Einführung der Todesstrafe kann ich nicht mit verantworten.

    Ich habe eine Protestmail an die SPD und an den Innensenator geschrieben.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 hwAnonym
  • 17.08.2007, 17:55h
  • @ katrin

    genau so. ca. 250 m von mir entfernt klimpert aus opportunitätsgründen ein
    libanesischer "journalist" sites, blogs und
    die welt voll. geebnet durch die stadtverwaltung, inklusive inhaberwechsel des inetcfes von dem aus er das tut.
    pro-amerika-kurde, nordirak, weitere 2 arbeitsplätze für solche kurden, inklusive
    asyl für die frauen und sechs kinder.
    bedient werden sites für den libanon, syrien, lybien und algerien. null lebensbedrohung, pure politik.
    das ganze ist ein teil eines "freedom"-zitierkartells mit ablegern in rumänien, bulgarien und frankreich.
    ich hab mich mal zum guten freund gemacht, weil´s mich interessiert hat.
    das ganze isrt sehr dämlich, aber es tut´s.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 ThomasAnonym
  • 17.08.2007, 17:56h
  • In Deutschland regieren keine Menschen sondern Konzerne - und denen sind Minderheiten UND Menschen egal - irgendwann werden wir das alle begriefen müssen! Leider ist es der jetzigen Regierung (ob Kommunal oder Bundregierung) egal was mit einem einzelnen Menschen passiert - es ist wichtiger die wirtschaftlichen Beziehungen im Auge zu halten. Schade Deutschland! Leider muss ich auch sagen das es an der Zeit ist das sich so etwas wie eine APO oder RAF wieder in Deutschland etabliert!
  • Antworten » | Direktlink »
#10 operaTORAnonym
  • 17.08.2007, 18:56h
  • @Wolfgang:
    @Frank:

    Hier gehts lang, gerade geschrieben:

    Senatsverwaltung für Inneres und Sport
    Klosterstraße 47
    10179 Berlin

    Telefon: (030) 9027-0
    Telefax: (030) 9027-2880

    poststelle@seninnsport.berlin.de

    @thomas: Absolut 100%ige Zustimmung. Übrigens auch ein Grund dafür, das Gerichte NICHT unabhängig sind. Gutes Beispiel ist der Freispruch von Strauß und die Skandalurteile gegen Hartz & co.

    @hw: hm, dessen Name fängt nicht zufällig mit "F" oder "D" an? Ist der bei den ominösen "ex-muslimen", die in köln gemeinsame Sache mit einer Gruppe machen, die vom VerfSch beobachtet wird??
  • Antworten » | Direktlink »