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Kampala (queer.de) - Zum ersten Mal hat eine Homo-Gruppe in Uganda eine Pressekonferenz abgehalten. 30 Mitglieder der Sexual Minorities Uganda (SMUG) kritisierten in Kampala staatlich verordnete Homophobie. Auf Homosexualität steht in dem 28 Millionen Einwohner zählenden ostafrikanischen Land lebenslange Haft. Einige der Aktivisten trugen Masken, um nicht identifiziert werden zu können. "Unsere Forderung ist klar und einfach: Lasst uns in Frieden leben", erklärte SMUG-Chef Victor Juliet Mukasa. Danach berichtete er von Misshandlungen und Vergewaltigungen.

Regierung: Homosexualität ist abstoßend

Polizei und Regierung wiesen die Anschuldigungen zurück. "Wir müssen das Gesetz durchsetzen und dürfen nicht entscheiden, ob es richtig oder falsch ist", sagte Polizeisprecher Asan Kasingye der Nachrichtenagentur AP. Regierungssprecher Kirunda Kivejinja verteidigte die Gesetzgebung, die noch aus der Kolonialzeit stammt: "Es kann keine gleiche Behandlung von diesen komischen Typen geben", erklärte er. "Das Volk von Uganda findet Homosexualität abstoßend."

Im vergangenen Jahr hat Amnesty International Menschenrechtsverletzungen an Schwulen und Lesben in Uganda scharf kritisiert (queer.de berichtete). (dk)



#1 JürgenAnonym
  • 20.08.2007, 13:38h
  • wir haben doch mit unserer Bundeswehr einen grossen Einsatz im Kongo zur sicherung der Wahlen durchgeführt.

    Wie wäre es, einen ebensolchen einsatz zu bewilligen, um den Gays in Uganda das Leben erst mal zu ermöglichen. Mit solchen Themen könnten sich vor allem die führer der Oposition profilieren.
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#2 seb1983
  • 20.08.2007, 14:27h
  • @Jürgen

    Der Einsatz im Kongo fand unter UN Mandat statt.
    Schon Afghanistan und noch mehr der Kosovokrieg sind hart am Rande des Grundgesetzes.
    Du kannst schlecht Truppen nach Uganda schicken wenn die dort von der ugandischen Regierung abgeknallt werden... Dazu ist die Bundeswehr gar nicht ausgerüstet und demnach nicht in der Lage. Zudem müssten dabei deutliche Verluste in Kauf genommen werden.
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#3 FredericAnonym
  • 20.08.2007, 20:03h
  • Es bedarf keiner Soldaten in Uganda. Es waere schon ausreichend wenn die Bundesregierung regelmaessig auf die Einhaltung der Menschenrechte pochen wuerde. Im uebrigen auch gegenueber den Regierungen in Frankreich, England, Belgien und so fort. Frankreich, England und die USA scheren sich einen feuchten dreck um Homofragen in Ostafrika. Frankreichs verstrickung in den Voelkermord in Ruanda? Wen schert es? Wenn der Erzbischof von Ruanda nun Homosexualitaet als moralischen Voelkermord bezeichnet interessiert das niemanden hierzulande. Uganda, Ruanda, Tansania und Malaysia betreiben eine Abspaltung der Weltkirche weil in den USA dieser schwule Bischof ist. Und? Die verachtung fundamentaler Menschenrechte in Uganda erfolgt doch zum Teil auf Weisung der Regierung der USA. Hilfsgueter der USA um verhungernde Kinder vor dem sicheren Tod zu bewahren werden nur dann ausgeliefert wenn in diesen Laendern sexuelle Abstinens gepredigt und der Gebrauch von Kondomen verteufelt wird. Wie waere es wenn die EU in solchen Faellen sagen wuede: Fuck die USA, wir ersetzen die Hilfslieferungen der USA und im Gegenzug gewaehrt Ihr Eurern Buergern mehr Freiheiten, betreibt sexuelle Aufklaerung und verteilt Kondome. Aber das kostet ja Geld. Wer schert sich schon um irgendwelche Hotten-Totten.

    Ganz kostenfrei waere es zum Besipiel die Botschaft der Bundesrepublick mit mehrheitlich schwul/lesbischem Personal auszustatten. Das waere doch ein Spass wenn die Bundesrepublick Solidaritaet von ihren "zivilisierten" Partnern einfordern wuerde um so ein klares Zeichen in alle Richtungen zu setzen. Noch billiger waere einfach ein offen/offensiv schwuler Botschafter... Aber das wuerde ja ein gewisses Engagement verlangen.

    Es ist sicher bequemer einfach so weiter zu machen wie bisher: Augen zu und durch...
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#4 GeorgAnonym
  • 20.08.2007, 20:40h
  • Ganz toll! Erst wenn es in Uganda und den anderen ostafrikanischen Ländern Darkrooms, Sexshops, Crusing-Räume und schwule Saunen gibt, sind die "Gays" in diesen Ländern "befreit"...

    Man kann doch nicht einfach us-amerikanische und westeuropäische Verhältnisse auf diese Ländern übertragen!!
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#5 FredericAnonym
  • 21.08.2007, 03:04h
  • @Georg> Es gibt diese Orte durchaus. Das Problem ist nur leider das die Jungs und Maenner die solche Orte aufsuchen gelegentlich hops genommen werden, im Knast landen, in den selbstmord getrieben werden oder ganz einfach zu tode gepruegelt werden.

    www.globalgayz.com/uganda-news.html
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#6 redforceAnonym
  • 21.08.2007, 10:18h
  • @Georg: Was ist denn das für ein menschenverachtender Kommenar? Nur weil manche in Uganda geboren sind, sollen sie für ihre Homosexualität verfolgt und gedemütigt werden dürfen?
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#7 VetbaerAnonym
  • 21.08.2007, 10:37h
  • Freilich ist die Situation der ungandischen Schwulen katastrophal. Sie sind aber damit nicht alleine in Ost-Afrika. Oder in ganz Afrika. Oder in der Welt. Ich weiß, das hilft ihnen auch nicht. Rückkehr zu traditionellen Werten ist meiner Meinung nach das Motto. Und zwar zur vor-kolonialen Werten, denn dort wurde vielerorts Homosexualität zumindest toleriert, mancherorts sogar akzeptiert. Es ist immer dasselbe - sobald eine Kultur mit dem monotheistischen Virus der Intoleranz infiziert wird, ist es aus mit dem Respekt vor dem Anderen.
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