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Hamburg (queer.de) - Im Interview mit dem Magazin "Vanity Fair" haben die beiden Jungschauspieler Robert Stadlober und Tom Schilling auch offen über ihre Sexualität gesprochen. Während Stadlober gern auch mal privat Männer küsst, macht Schilling dies nur, wenn das Drehbuch es verlangt. Stadlober beschwert sich aber darüber, dass er ständig falsch zitiert wird. Er habe nie gesagt, er sei bisexuell: "Ich habe lediglich mal gesagt, dass es für mich keinen Unterschied macht, was für ein Geschlecht der Mensch hat, in den ich mich verliebe. Und dass ich durchaus auch schon Erfahrungen mit Männern gemacht habe."

Auf die Frage, ob er schon mal eine längere Beziehung mit einem Mann hatte, weicht er aus und meint nur, er sei seit Jahren glücklich mit einer Dame. Aber eine Erfahrung beim Küssen kann er weitergeben: "Da gibt es keine großen Unterschiede. Es gibt genauso viele Frauen, die so beschissen küssen, wie Männer. Und umgekehrt." Tom Schilling dagegen hat noch keine privaten Erfahrungen mit Männern gemacht: "Ich habe nur mal mit Jürgen Vogel ein homosexuelles Pärchen gespielt. Das ging ganz gut, obwohl Jürgen wirklich alles andere als schwul ist." (cw)



23 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 21.08.2007, 00:07h
  • Ein weiterer Beleg dafür, wie krankhaft homophob gerade die mediale Welt von Pop, Film und Fernsehen immer noch ist!

    Kann dieser sich selbst verleugnende Schnösel nicht einfach sein Maul halten, wenn er nicht die Eier in der Hose hat, zu seiner Homosexualität zu stehen???

    Solange wir in diesem Bereich nicht auf grundlegende Veränderungen einwirken und die aggressive Heteronormativität der Massenmedien wirkungsvoll bekämpfen, wird sich gerade im Bewusstsein junger Menschen nichts, aber auch rein gar nichts ändern!
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#2 gerdAnonym
  • 21.08.2007, 02:44h
  • Voll okay so...über solche Schauspieler können wir in Deutschland uns sehr freuen, auch wenn sie dann leider hetero sind. Freut mich - wenn diese Generation der Schauspieler sehr locker mit dem Thema umgeht. Ausserdem ist es immer nach meiner Meinung eine "gute Leistung", wenn man einen schwulen Charakter spielt.
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#3 MichaProfil
  • 21.08.2007, 09:12hMünchen
  • @Sascha
    Im Zweifel für den Angeklagten. Dies sollte in diesem Fall auch für Robert Stadlober gelten. Wenn er behauptet, nicht bisexuell zu sein, dann haben wir das zu akzeptieren und auch zu respektieren.
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#4 DragonnWarriorAnonym
  • 21.08.2007, 10:15h
  • @ sascha...

    glaubst du wirklich , dass es eine wirkungsvolle "kampfmethode" ist, stadlober als "sich selbst verleugnenden schnösel" zu beschimpfen, der sein maul halten soll??

    allmählich glaub ich, dass deine homonormativität echt ein fall für die couch ist...

    bist du irgendwann eigentlich auch mal in der lage, andere lebensentwürfe oder lebensgeschichten neben deinen eigenen vorstellungen als gleichwertig anzuerkennen??

    ich hab jedenfalls mein coming out nicht gehabt, um mir von irgendjemand anderem - auch nicht von einem anderen schwulen - sagen zu lassen, wie ich als schwuler zu leben habe... ob ich frauen gernhaben - mit ihnen wohnen, sie vielleicht umarmen oder sogar erotisch finden darf... etc. etc. etc...

    letzten endes ist das nix anderes als eine abschreckend aggressive bornierte schwule spießigkeit...

    und mit der kommt man nicht weiter
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#5 SaschaAnonym
  • 21.08.2007, 13:15h
  • @dragonwarrior:

    Wenn du Frauen tatsächlich "erotisch" findest, dann stellt sich mir in der Tat die Frage, warum du dein so genanntes Coming Out als Schwuler und nicht als "Bisexueller" hattest!

    Und zu diesem Thema gibt es ja auch eine hochinteressante Studie:

    www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/255460.html

    Aber bitte: jeder hat seine Art, mit gesellschaftlicher Indoktrination umzugehen.

    Es ist aber geradezu lächerlich, dass Leute wie du jemanden wie mich angesichts einer klar definierten, selbstbewussten schwulen Identität und scharfer, kritischer Analyse der gesellschaftlichen Realitäten gleich der "Homonormativität" bezichtigen.

    Das ist eine geradezu groteske Verdrehung der Tatsachen, weshalb ich dir
    einen Reality-Check unserer massiv hetero(!)normativen und in weiten Teilen immer noch homophoben Gesellschaft sehr dringend empfehlen würde!!! Schließlich scheint sie ja auch bei dir ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben...
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#6 SaschaAnonym
  • 21.08.2007, 13:24h
  • Außerdem, @dragonwarrior, wenn irgend etwas "spießig" ist und man nicht damit weiterkommt, dann ja wohl die Strategie des LSVD, gesellschaftliche Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben durch die eingetragene Lebenspartnerschaft erreichen zu wollen.

    Diese darf man zweifellos als gescheitert ansehen.

    Gleichzeitig sehe ich bis heute KEINE wirkungsvolle Kampagne für umfassende Veränderungen in der Sexualerziehung einschließlich effektiver Anti-Diskriminierungs-Politiken im schulischen Bereich!!!

    Allerdings braucht man sich darüber wohl nicht zu wundern, wenn dort Leute wie du das Sagen haben, die offenbar Probleme mit schwulem Selbstbewusstsein haben und - sich gewissermaßen rechtfertigend - bei einer politischen Diskussion wie dieser hier betonen müssen, dass sie Frauen sexuell anziehend finden...
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#7 DragonnWarriorAnonym
  • 21.08.2007, 14:03h
  • @sascha

    das gute an deiner position ist zweifelsohne, dass du dich darauf zurückziehen kannst keine fehler eingestehen zu müssen...

    wenn jemand nichts tut - außer rumpoltern - kann er nichts falsch machen (außer natürlich den fehler, gar nichts zu erreichen)...

    der LSVD macht weitaus mehr als die grundgesetz-kampagne, an der du dich wiederholt so zwanghaft festbeisst...

    was mein selbstbewusstsein angeht, schnuggel, an diesem baum könntest du dir dein ganzes rosa fell runterschubbern, du würdest meine rinde nicht verletzen...

    was die frauen angeht: fundamentales missverständnis - weil vermutlich kilometerweit hinter deinem horizont oder deiner vorstellungskraft liegend: ich brauch das nicht als rechtfertigung für irgendwas, dass ich frauen auch mal erotisch finde... ich hab noch nie sex mit einer gehabt... leg es auch nicht bewusst drauf an... es wird sich ergeben, oder auch nicht...

    es mag der vorteil eines gewissen alters sein, dinge offener betrachten zu können, neugieriger zu sein auf die welt und aufmerksamer für zwischentöne...

    was mich stört ist dieses getue von der "reinen schwulen lehre" das du hier abziehst...

    das ist bestenfalls albern
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#8 dantonblnAnonym
#9 MichaProfil
  • 21.08.2007, 17:53hMünchen
  • nochmal @Sascha
    Woher nimmst du deine Gewissheit, Stadlober sei homosexuell? Hast du mit ihm geschlafen?
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#10 martinAnonym
  • 21.08.2007, 18:21h
  • also ich finds schön, wenn jemand weiß wer nach rechts zum arbeiten und wer nach links zum duschen muß. es geht doch hier schließlich um freies, selbstbestimmtes leben und wo kommen wir da hin, wenn jeder dahergelaufene trottel das für sich allein entscheiden darf. irgendeiner muss ja klarheit schaffen und mehr möglichkeiten sind sowieso zu verwirrend.
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