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Salford (queer.de) - Ein britischer Wirtschaftswissenschaftler hat Datingseiten wie Gaydar beschuldigt, "Village-People-Klischees" unter Schwulen zu fördern, weil Männer in stereotype Gruppen eingeteilt werden. Professor Ben Light von der Salford-Universität bei Manchester kritisierte, dass man bei Seiten wie Gaydar nur einseitig nach "Bikern" oder "Militärtypen" suchen könne, andere Identitäten aber außen vor gelassen werden würden: "Internet-Dating ist eine der profitabelsten Geschäftsfelder im Web und Seiten wie Gaydar sind wichtig für schwule Männer"; erklärte Light. "Allerdings verstärkt die enge Auswahl beim Suchfeld ‚Typen, die ich mag’ Klischees. Vollständig fehlen campe oder durchgedrehte Kategorien – diese werden scheinbar als weniger wünschenswert angesehen als stark maskuline Kategorien."

Der Wissenschaftler kritisierte zudem, dass Männer, die sich noch nicht geoutet haben, auf diesen Sites diskriminiert werden: "Während die relativ anonymen Seiten eigentlich gut sind für Ungeoutete, erhalten Männer, die kein Bild einstellen, von den meisten Usern keine Antwort. Das könnte manche isolieren, die nicht offen schwul leben und anonym bleiben wollen."

Gaydar wies die Anschuldigungen zurück. Ein Sprecher erklärte gegenüber pinknews.co.uk, dass die Auswahlkriterien in Übereinstimmung mit User-Wünschen entstanden seien: "Sie beruhen auf intensiver Recherche. Wir wissen, was unsere User wollen. Wenn sie sich marginialisiert fühlen, würden sie uns das schnell mitteilen." (dk)



14 Kommentare

#1 holga-waldaAnonym
  • 21.08.2007, 13:05h
  • "Sie beruhen auf intensiver Recherche. Wir wissen, was unsere User wollen. Wenn sie sich marginialisiert fühlen, würden sie uns das schnell mitteilen."

    klingt plausibel...die mutter der iranerin
    verneinte das lesbischsein ihrer tochter...
    man muss halt nur fragen....
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#2 SaschaAnonym
  • 21.08.2007, 13:32h
  • Besonders grotesk ist die Unterstellung, nicht geoutete User würden von Gay-Portalen "diskriminiert". Das ist eine Verdrehung der Realitäten, denn wenn Homosexuelle von irgend jemandem diskriminiert werden, dann von der Gesellschaft insgesamt. Und nur deshalb haben sie auch ein Problem damit, offen und selbstbewusst zu dem zu stehen, was sie sind! Wenn solche Seiten also einen offenen, selbstbewussten Umgang mit der homosexuellen Identität fördern und nicht das Versteck-Schwulen-Tum, dann ist das nur zu begrüßen!
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#3 PoldiAnonym
  • 21.08.2007, 13:52h
  • ein gesichtsfoto, ein arsch- und schwanzfoto in´s netz zu geben und dazu wohnort und sexuelle vorlieben in allen details darzulegen nennt man jetzt outen.
    wurden früher in der pornobranche nur die ganz dummen oder in´s soziale abseits geratene menschen ausgenutzt, so hat heute dank internet jeder homo die chance, die perle vor die säue zu werfen.
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#4 GeorgiosAnonym
  • 21.08.2007, 13:58h
  • Manche Wissenschaftler müssten sich wirklich mal eher selbst untersuchen auf ihren Geisteszustand! :-) Ich selbst bin auch nicht überall in der Familie oder auf der Arbeit geoutet, hab aber trotzdem auf sämtlichen Gayportalen Profile MIT Bildern! Selbst wenn man ungeoutet ist, ist das kein grund, dass man kein Bild von sich reinstellt! Ausserdem würde ich dann auch Leute "ohne" Bild diskriminieren, denn ich reagiere auch nicht auf Romeo Messages ohne Bilder. Allein schon aus Sicherheitsgründen.....das ist definitiv keine Diskriminierung die dieser "Wissenschaftler" da bemängelt!
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#5 splattergayAnonym
  • 21.08.2007, 14:17h
  • Vielleicht wird das Internet als Kontaktbörse auch zu wichtig genommen. Würde Schwulsein was völlig alltägliches sein, könnte man sich auch auf der Arbeit, im Supermarkt u.s.w. kennenlernen und solche Seiten wie gayromeo hätten bestimmt weniger Gewicht. Und das jemand der sein Bild nicht einstellen will (oder solche Seiten erst gar nicht besucht), total vereinsamen muß, ist wohl auch völlig übertrieben. Es gibt immer noch Lokale, Parks, Parkplätze e.t.c.
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#6 stromboliProfil
  • 21.08.2007, 14:52hberlin
  • beim blick auf die möglichkeiten z.B. in gayRomeo
    stimmt die gemachte kritik .
    die selbstdarstellungung und suche beschränkt sich tatsächlich auf ein kollektives selbstbildniss , bestehend aus dünn bis muskolös , top &bottom mal getrennt mal vereint , was zwar rückschlüsse auf die kenntnisslage vorhandener sexualpraktiken, aber nicht auf sonstige vielfalt zu lässt .
    Bi und transe runden den gendersetup ab . Das verrückte , rollendurchbrechende und rollenhinterfragende ,bleibt sache einer eingeschworenen gemeinschaft , abseits des sichtbaren mainstream .
    Insoweit haben wir den "heteronormativen " charakter unserer unterdrücker verinnerlicht : erst die muckies machen aus uns den mann , die camouflage des fetischs reiht uns ein in die uniformität alltäglichen unsinnes , zu dem ich auch die "männlichkeit" zähle .
    Aber es gibt schlimmeres , und partyvergnügungen sind oberflächlich ... gefährlich werden die oberflächlichkeiten ,werden sie zur persönlichen norm !
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#7 HampiAnonym
  • 21.08.2007, 15:31h
  • wahr ist wohl, dass Gayseiten viele Klischees bedienen. Am meisten wird wohl der über-maskuline Typ mit perfektem Mucki-Body präsentiert, mit Tatoos und Piercings. Dann wird der Lederkerl abgelichtet, sowie die Fummeltrine. Wer aber will schon den Homo mit Bierbauch und dritten Zähnen sehen,finden oder gar noch fick...? Auch heterosexuelle Sexseiten bedienen Klischees mit der Darstellung von so genannt "schönen" Menschen. Der körperlich benachteiligte Durchschnittstyp hat da schlechte Chancen! Ich bin mir sicher, so genannte Hässlichkeit ist tatsächlich diskriminierend, da sie kaum Beachtung findet und selten zum Erfolg in Bett oder Partnerschaft führt! Vielleicht sollte man mal alle auf schön getrimmten Menschen "wegsperren" und ein paar Tage der Hässlichen ausrufen?
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#8 splattergayAnonym
  • 21.08.2007, 16:14h
  • Das Aussehen kann schon zu Diskriminierungen führen. Aber die wenigsten entsprechen irgendwelchen Modeltypen. Deshalb relativiert sich das in der Wirklichkeit wieder. Aber wenn diese Internet-Kontaktbörsen nur aus Äusserlichkeiten bestehen, frag ich mich, warum sie so erfolgreich sind. Eigentlich müsste es doch gerade umgekehrt sein. Im Internet kann man Leute kennenlernen, ohne das der 1. äußerliche Eindruck stört. Das ist ja gerade das positive im Netz. Wenn ich nur auf das Äußere wert lege, sind doch reale Treffpunkte bestimmt effektiver (jedenfalls geht es mir so).
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#9 operaTORAnonym
  • 21.08.2007, 18:52h
  • "......ein gesichtsfoto, ein arsch- und schwanzfoto in´s netz zu geben und dazu wohnort und sexuelle vorlieben in allen details darzulegen nennt man jetzt outen......"

    Oder man nennt es Dumm. Denn es gibt sehr viele Schwarze Schafe. Leider. Meistens dann sogar HomoHasser & Kriminelle, die dann ganz gezielt Leute antiggern, um sie irgendwo weit ab jeder Zivilisation zu treffen.

    www.queer.de/news_detail.php?article_id=1590
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#10 JanAnonym
  • 21.08.2007, 21:14h
  • Also auch wenn ich vieles im Artikel höchst
    fragwürdig finde. Immerhin hat der gute Professor
    ein paar interessante Gedanken. Ich stimme aber
    fast in keinem Punkt zu. Im Detail: Ein Mensch der
    kein Bild hochlädt wäre in der realen Welt ein
    Mensch, der mit einer Papiertüte über dem Kopf
    umherläuft. Wenn er dann weniger angsprochen
    wird, so mag das bedauerlich sein, ist aber keine
    Diskriminierung. Aussehen ist nunmal beim Flirten
    eine Grundvoraussetzung und es wäre ja auch
    wirklich abwegig, dies zu leugnen. Ein Mensch, der
    nie sein Haus verlässt, wird auch nicht
    diskriminiert, wenn er keinen kennenlernt. Zudem
    wird ja für nicht geoutete auch eine Menge bei der
    Kontaktaufnahme erleichtert. Schlimmstenfalls(!) ist
    es m.E. ein Nullsummenspiel. Tja, und was die
    Stereotypen anbelangt. Die gibt es ja auch in der
    realen Welt. Und auch im Real-Life(TM) kenne ich
    eine Menge Menschen, die ihre
    Suchformularfelder (hihi, lustiger Gedanke) eben
    so engmaschig einstellt haben, dass sie
    niemanden finden...
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