Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?7470

Queer.de hat sich in der französischen Hauptstadt umgesehen und ein ganz anderes – entspannteres – Paris entdeckt.

Von Roberto La Pietra (Text und Fotos)

Paris im August? Da kommen Assoziationen wie sengender Asphalt und angelaufene Fenster-Scheiben in Linienbussen und U-Bahnen auf. Tatsächlich aber befinden sich zwei Drittel der Pariser an den Stränden des Atlantiks und des Mittelmeers. Zurück bleiben teils menschenleere Straßen und deutlich kürzere Schlangen vor den Attraktionen. Genau die richtige Zeit, um ein relaxtes Wochenende in der französischen Hauptstadt zu verbringen.

Eiffelturm? Invalidendom? Alles schon gesehen, also warum nicht mal das unbekannte Paris entdecken und dem üblichen Stress und der Hektik entgehen?! Wir kommen am Flughafen Charles-De-Gaulle im Norden der Metropole an und entscheiden uns gleich für die – zwar ein wenig teurere – aber auch ruhigere Variante, um in die Stadt zu gelangen. Die Air-France-Busse sowie der öffentliche Roissybus fahren zu verschiedenen wichtigen Punkten in Paris. Auf die Weise tuckert man nicht mit einem alten Vorortzug durch die trostlosen Banlieu-Siedlungen des Pariser Nordens.

Entspannen im Bois-de Bologne

In der City angekommen, begeben wir uns Richtung Bois-de-Bologne, der grünen Lunge im Westen der Kapitale. Die Busse mit der Nummer 63 und 32 fahren direkt zum Eingang. Es lohnt ein kleiner Spaziergang durch dieses schmucke Viertel im 16. Bezirk, auf dessen Häusern sich reiche Pariser Einwohner so manches luxuriöse Penthouse mit Palmengarten errichtet haben. Im Park selbst werfen wir Schuhe und Socken von uns und machen es uns auf der Wiese am Lac Superieur für ein Picknick gemütlich. Verliebte rudern in Booten vorbei und Fitness-Freaks joggen gleich drei Mal um den See. Abends ist der Park übrigens fest in der Hand von Prostituierten (weiblichen!) – merkt man aber tagsüber nicht.


Zurück in der City wird’s Zeit fürs Pariser Nachtleben. Das Marais östlich des Centre Pompidou ist und bleibt eine DER schwulen Ausgeh-Adressen in Europas Metropolen. Zwischen selbigem Kulturzentrum und der Rue Vielle du Temple reihen sich die Szene-Kneipen aneinander. Wir beginnen mit einem thailändischen Snack im Suan Thai, bevor wir einen Happy-Hour-Cocktail im Curieux schräg gegenüber nehmen.

People Watching im Open Café

Anschließend betreiben wir die beliebte Form des People Watching an einem Straßentischchen des Open Café. Paris mag zwar im Sommer recht ausgestorben sein, dem Marais und der Szene tut das allerdings keinen Abbruch, denn Szenegänger aus Frankreich und aller Herren Länder geben sich auch im August ein Stelldichein. Die Pariser Szene kennt keine verstohlenen Blicke, man schaut sich interessiert und selbstbewusst direkt in die Augen. Die Tische stehen dicht an dicht, so dass man nicht erst nach dem dritten Drink ins Gespräch kommt. Flirten sollte auch ohne Französisch-Kenntnisse kein Problem sein, denn entgegen dem Klischee sprechen Pariser sehr gerne auch mal Englisch.

Open Café und Curieux sind nur zwei von unzähligen Kneipen im Pariser Bermuda-Dreieck. So gibt es in der Rue des Archives schräg gegenüber vom Open Café zum Beispiel noch das Cactus, ein kleines Cafe, das auch leckere Quiches anbietet. Beliebt es auch das Cox, ebenfalls in derselben Straße – ganz in rot und eher was für die – na ja Leder-Fans wäre übertrieben – aber sagen wir, es geht in die Richtung. Nett zum Sitzen und Grooven sind auch Carre und Raido – nur zwei bis drei Blocks von dieser Ecke entfernt.

Spät wird es heute trotz guter Stimmung allerdings nicht, denn wir suchen ja bewusst ein entspanntes Wochenende. Am nächsten Tag spazieren wir locker die Seine entlang und entdecken Paris Plage, eine Ansammlung von Cafés entlang des Flusses. Gemütlich trinken wir einen Kaffee und legen uns auf gespannten Segeltüchern anschließend ein wenig in die Sonne. Schade, dass die Zeit so schnell verging, denn allmählich ruft schon wieder der Rückflug. Vielleicht lässt sich ja die lässige Stimmung des sommerlichen Paris’ noch ein wenig halten und zumindest für ein paar Tage in den heimischen Alltag herüber retten!

Ein paar ruhige Tage in der französischen Hauptstadt im August sind auf jeden Fall eine gute Idee gewesen….

23. August 2007



#1 GeorgAnonym
  • 24.08.2007, 13:54h
  • Eine "City" mag es in amerikanischen Großstädten oder in Frankfurt geben, nicht aber in Paris!!!!

    Und "People Watching" ist auch ein deplazierter Ausdruck, wenn man von Paris, der Hauptstadt der Fracophonie, berichtet!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 JohnboyHUAnonym
  • 28.08.2007, 10:24h
  • Bleibt noch zu erwähnen, dass mann ein gut gefülltes Portemonaie mitbringt, da vor allem Getränke so richtig teuer sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 sorciAnonym
  • 06.10.2007, 11:40h
  • Teuer, aber kann auch richtig geil werden, Stadtrundfahrt, Lust unter der Freiheits.... usw.
  • Antworten » | Direktlink »