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Kapstadt (queer.de) - Eine Studie südafrikanischer Wissenschaftler besagt, dass Naturprodukte wie Rüben antiretrovirale Aids-Medikamente nicht ersetzen können. Das behauptet aber die südafrikanische Gesundheitsministerin Manto Tshabalala-Msimang. Der Bericht der Academy of Science of South Africa bestätigt nun, was weltweit ohnehin als gesicherte Tatsache gilt. "Wir sind zu der Ansicht gelangt, dass kein Lebensmittel und keine Zutat in Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmittel als wirkungsvolle Alternative zu adäquater Behandlung angesehen werden kann", erklärte Professor Barry Mendelow. In dem 300 Seiten starken Bericht äußerten die Wissenschaftler scharfe Kritik an Tshabalala-Msimang, die Aidspatienten zur Einnahme von Olivenöl, Zitronen und Knoblauch geraten hatte.

Die Gesundheitsministerin hatte erst vor kurzem wieder ihren Posten aufgenommen, nachdem sie mehrere Monate lang wegen einer Lebertransplantation krank gemeldet war. Ihre Rückkehr führte zu Kontroversen, insbesondere wegen der Entlassung von Nozizwe Madlala-Routledge, der stellvertretenden Gesundheitsministerin, die das Amt während der Krankheit Tshabalala-Msimangs übernommen und viel Lob für Präventionskampagnen erhalten hatte. Außerdem wurde Tshabalala-Msimang von den Medien beschuldigt, ihre Lebertransplantation sei die Folge jahrelangen Alkoholmissbrauchs gewesen.

Schätzungen zufolge sind 5,4 Millionen Südafrikaner HIV-positiv. Täglich gibt es 1.400 Neuinfektionen und 900 Aids-Tote zu beklagen. (dk)



13 Kommentare

#1 GeorgAnonym
  • 23.08.2007, 15:09h
  • Gut, dass wir hier in Deutschland in einem zivilisierten Land leben und nicht von Politikern regiert werden, die an Hokuspokus, Hexenzauber und Geistern glauben!

    Kein Wunder, dass immer mehr europäischstämmige Einwohner Südafrika fluchtartig verlassen....
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#2 ThommenAnonym
  • 23.08.2007, 17:06h
  • Wir leben in einem zivilisierten Land, in welchem immer noch - als Zugeständnis an Moral und Kirche - die eheliche Treue als Mittel gegen Aids verkündet wird... und zudem "Safer Sex nach Absprache"... Auch wird dem Glauben nicht gewehrt, wer einmal HIV+ sei, der könne dann herumficken wie es ihm passt, die Anderen seien ja selber schuld und jeder für sich alleine verantwortlich...
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#3 FrankAnonym
  • 23.08.2007, 17:42h
  • @Thommen
    Wer ist denn bitte sonst für meine Gesundheit verantwortlich, als ich selbst????

    @Georg
    Eine vernünftige Ernährung hat bekanntermaßen ja durchaus einen Einfluss auf unser Immunsystem und damit auf unsere Gesundheit. Das hat mit Hokuspokus doch herzlich wenig zu tun.
    Und nachgewiesenermaßen können bestimmte Nahrungsmittel und -ergänzungsmittel tatsächlich positiv Einfluss nehmen auf einen Krankheitsverlauf. Leider ist das Problem HIV/AIDS auf dem schwarzen Kontinent doch sehr komplex. Fest steht aber, dass dort einseitige und Mnagelernährung einen nicht unwesentlichen Anteil an Krankheiten haben, nicht nur HIV und AIDS.
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#4 biobauerAnonym
#5 lieblingsuliProfil
#6 operaTORAnonym
  • 23.08.2007, 19:31h
  • ".....Kein Wunder, dass immer mehr europäischstämmige Einwohner Südafrika fluchtartig verlassen......"

    Woher stammt denn diese Info? Soweit mir bekannt ist, verlassen immer mehr Deutsche Deutschland; vor allem Fachkräfte!
    Und diese wiederum sind selbst in Südafrika wilkommen, da sie dort BEZAHLT werden..
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#7 JanAnonym
#8 MarkHBAnonym
  • 23.08.2007, 22:05h
  • Wenn ich es richtig verstehe, dann geht es darum, dass in manchen Rüben ein bestimmter Wirkstoff vorkommt, der eine antivirale Wirkung hätte.

    Was ist daran jetzt so komisch? Wer sich mal mit Medizin und Pharmazeutika beschäftigt hat, und ich tue es wegen meiner Arbeit gezwungenermaßen täglich, der weiß doch, dass Medikamente zum großen Teil aus Pflanzen hergestellt 'wurden', heute aber synthetisch hergestellt werden. Warum also sollte es in Rüben keinen antiviralen Wirkstoff geben? Hat hier jemand eine bessere Idee?

    Vielleicht sollten sich div. Menschen angewöhnen, nicht direkt nach lesen der reißerischen Queer-Überschrift einen dicken Kommentar zu schreiben...
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#9 JanAnonym
  • 24.08.2007, 09:39h
  • Ein Unterschied zwischen pflanzlichen und
    synthethischen Wirkstoffen existiert praktisch nicht -
    soweit richtig. Koks ist auch eine Pflanze und
    trotzdem schädlich. Ist also nur ein Marketingtrick
    zu behaupten, etwas wäre "natürlich".

    Es ging hier nun darum, dass die Rüben als
    _Alternative_ zur normalen Behandlung
    angegeben wurden. Völlig uninteressant, ob es
    Rüben sind. Sie hätte genausogut vorschlagen
    können, dass die Leute Aspirin statt einer
    antiretroviralen Therapie versuchen sollen. Ohne
    eine wissenschaftlich fundierte Untersuchung, ob
    dass genauso effektiv ist (und die hat ja eben lt.
    Artikel genau das Gegenteil bewiesen), einfach zu
    behaupten das wäre schon so ist für eine
    Gesundheitsministerin ein Skandal. Da braucht ihr
    in die Rüben jetzt nix biomäßiges gegen die
    Pharamaindustrie hineinromantisieren - liegt ja in
    Deutschland im Trend. Was kommt als nächstes?
    Der südafrikanische Verkehrsminister behauptet,
    man könne sich gefahrlos von einem LKW
    überrollen lassen und hier im Forum wird uns noch
    erklärt wieso das stimmen könnte.
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#10 FloAnonym
  • 24.08.2007, 10:34h
  • Die größte Gefahr für die Menschheit ist Dummheit. Und davon gibt es auf dieser Welt leider extrem viel...
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