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Hamburg (queer.de) - Scharfe Kritik übten die Grünen an der "Abstinenz" des CDU-Senates beim CSD. Weder Bürgermeister Ole von Beust noch ein Senator war auf dem Straßenfest und der CSD-Parade Anfang August erschienen.

Die GAL-Fraktion hatte daraufhin eine Kleine Anfrage an den Senat gestellt, um die Gründe für das Fehlen darzustellen. Der Senat antwortete, eine Schirmherrschaft sei nicht zustande gekommen, weil der CSD-Organisator wegen der Abwesenheit des Ersten Bürgermeisters auf die Schirmherrschaft durch Ole von Beust verzichtet habe.

Farid Müller, schwulen- und lesbenpolitischer Sprecher der GAL-Fraktion, kritisierte diese Aussage scharf: "Dass Ole von Beust seinen Urlaub vorschiebt, um sein Fehlen beim CSD zu begründen, ist ein schwaches Bild. Der CSD-Termin war lange bekannt. Außerdem hätte an seiner Stelle ja auch andere Senatorinnen und Senatoren teilnehmen können." Die Antworten ließen erkennen, dass dem Senat "die gesamte Veranstaltung peinlich bis gleichgültig" sei. "Wer es ernst meint mit Gleichberechtigung und Akzeptanz, braucht keine Schirmherrschaft. Er wartet auch nicht auf eine persönliche Einladung. Er kommt und demonstriert für Respekt und Anerkennung. Die Abwesenheit des Senats demonstriert dagegen die Schwulen- und Lesbenpolitische Negativbilanz der CDU", so Müller. (pm)



21 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 23.08.2007, 15:58h
  • Diese Meldung ist für die Grünen peinlich. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn Ole von Beust auf dem CSD erschienen wäre.

    Aber es geht um politische Inhalte, mit denen die Grünen glänzen sollten und nicht mit der Frage, ob ein Politiker beim CSD nicht erschienen ist. Das ist für mich Nebensache.

    Und inhaltlich sieht es im Bundesland Hamburg nunmal so aus, dass der Senat von Ole von Beust das Landesrecht an die Eingetragene Lebenspartnerschaft angepasst hat. Dies ist sehr zu loben, denn beispielsweise hat dies ein rein SPD geführtes Bundesland Rheinland-Pfalz bisher nicht gemacht. Auch im Bundesland Niedersachsen, wo immerhin die FDP mitregiert ist da bisher Fehlanzeige.

    Daher so einfach, liebe Grünen, ist Politik nicht zu gestalten. Ole von Beust ist durchaus als ein Verfechter der Rechte von homosexuellen Paaren anzusehen; nur macht er dies "leiser" und mit weniger "grossen Posen". Daher in Baden-Württemberg, in Sachsen oder in Bayern haben die Grünen mit ihren Angriffen dort vollkommen recht, aber im Bundesland Hamburg schaut es da schon ganz anders aus. Ich finde es nämlich gut, wenn in den Reihen der Konservativen ein mittlerweile offen schwul lebender Politiker aufgestellt ist. Im Bundesland Hamburg haben die Grünen daher nicht so viel Angriffsfläche bei LGBT - ganz im Gegenteil. Eher können da die Grünen in Hessen bei Koch gezielt dies theamtisieren.

    Ole von Beust ist daher durchaus aus LGBT-Sicht wählbar.
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#2 SaschaAnonym
  • 23.08.2007, 16:26h
  • @gerd:

    Wie bitte???

    Wo ist Ole von Beust bitte ein "offen lebender Schwuler"???

    Dann hätte er sich ja auch zumindest - da haben die Grünen völlig recht - für den CSD engagieren können!

    In Wahrheit verhält dieser Mann sich so, als sei ihm seine sexuelle Identität peinlich und etwas, worüber man am besten kein Wort verliert. Solche Leute sind die Letzten, die im öffentlichen Bewusstsein irgend etwas zum Positiven verändern!

    Und das Gnadenhäppchen der Gleichstellung der Lebenspartnerschaft im Beamtenrecht ändert auch nichts daran, dass wirkliche gesellschaftliche Gleichberechtigung NIEMALS durch ein Rechtskonstrukt zweiter Klasse zu haben sein wird, dessen bloße Existenz ja eine noch dreistere Fortsetzung der Diskriminierung von Homosexuellen ist.

    Der entscheidende Bereich - nämlich die umfassende Reform der Sexualerziehung sowie eine breit angelegte Anti-Diskriminierungs-Politik in den Schulen- ist in Hamburg dank CDU und von Beust ohnehin überhaupt kein Thema!!! Und nur durch radikale Veränderungen in diesem Bereich ließe sich eine tatsächliche gesellschaftliche Gleichstellung homosexueller Menschen erreichen.

    Die Kritik der Grünen ist daher völlig berechtigt, obgleich sie gerade in dem von mir genannten Punkt noch sehr viel expliziter hätte ausfallen sollen.
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#3 bastianAnonym
  • 23.08.2007, 16:28h
  • Ich denke es ist Herrn von Beust gutes Recht, selbst zu entscheiden wann und in welcher Form er an Veranstaltungen teilnimmt. Zumal der CSD ja immer mehr an "politischer Veranstaltung" verliert und viel mehr von Schwulen und Lesben als große Party zelebriert wird (auch wenn klar von dieser Riesenparty auch politische Signale gesendet werden)...

    Es zeigt aber dennoch mal wieder, daß die Grünen vor keiner Peinlichkeit zurückschrecken...
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#4 SaschaAnonym
  • 23.08.2007, 16:44h
  • @bastian:

    PEINLICH ist es, seine sexuelle Identität in der Öffentlichkeit zu verstecken und angesichts der wieder zunehmenden Diskriminierung von Homosexuellen in allen gesellschaftlichen Bereichen und gerade auch dort, wo es junge Menschen betrifft, nicht ganz klar Flagge zu zeigen!!!!

    Demonstrieren und Party machen schließen einander übrigens in keiner Weise aus - es sei denn natürlich in der spießbürgerlichen Welt von Versteck-Schwulen, wie man sie bei CDU und FDP scharenweise findet...
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#5 CasihhAnonym
  • 23.08.2007, 17:02h
  • Olga wäre es doch nur peinlich, wenn er sich die Sprüche auf dem CSD anhören müsste, da geht er doch lieber den einfachen Weg, fährt nach Sylt und geht in seine schwule Stammkneipe. Da hat er dann seine Ruhe und muss sich nicht lästigen Fragen stellen. Ist ja auch viel einfacher. Alle Hamburger Schwule und Lesben wissen das er ein Weichei und Feigling ist und nicht zu seiner Sexualität steht, welch eine Vorbildfunktion! Es gab auf dem CSD-Umzug sogar einen Wagen mit einem großen Schild "Wo ist eigendlich Ole?" mit dem Syltlogo daneben. Das sagt doch alles, oder?
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#6 gerdAnonym
  • 23.08.2007, 17:10h
  • @Sascha
    Die sexuelle Orientierung von Herrn Beust ist längst bekannt und wurde bereits vor Jahren durch den Vater von Herrn Beust bestätigt. Herr von Beust macht da auch kein Geheimnis raus. Du scheinst da wohl einiges in den Medien nicht mitbekommen zu haben.

    Und es ist sein gutes Recht, selbst zu entscheiden, wie offensiv er mit seinem Privatleben ansonsten in die Öffentlichkeit geht. Er braucht nicht unbedingt auf einem CSD-Wagen mitfahren...natürlich wenn er es machen würde, würde ich mich freuen. Aber es ist nicht zwingend erforderlich: für mich ist entscheidend, was der hamburgische Senat an Gesetzen erläßt. Und da muss ich dann den Senat von Beust loben, wenn ich das Thema Lebenspartnerschaft mir anschaue. Die SPD, obwohl sie in Rheinland-Pfalz allein regiert, hat ihr Landesrecht immer noch nicht angepasst und in der Pfalz muss man als homosexuelles Paar zur Kreisverwaltung !!! Die SPD ist dort längst im Verzug; demgegenüber hat der Hamburger Senat das hamburgische Landesrecht angepasst. UND darauf kommt es an, was an Gesetzen im LGBT-Bereich gemacht wird.

    Im Vergleich zwischen dem CDU-Bürgermeister Ole von Beust oder dem rheinland-pfälzischen SPD-Ministerpräsidenten Beck ist mir Ole von Beust lieber. Daher im LGBT-Bereich hat Herr von Beust seine Aufgaben in der vergangenen Legislaturperiode gemacht, wenn man dies beispielsweise mit Rheinland-Pfalz vergleicht.
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#7 bastianAnonym
  • 23.08.2007, 17:26h
  • @ Sascha

    Ich wüsste nicht wo Herr von Beust seine sexuelle Idendität versteckt?! Mir scheint tatsächlich auch, daß du so manchen Medienbericht versäumt hast...

    Zudem habe ich ja schon gesagt, daß es selbstverständlich eine Mischung aus Politik, Demo und Party ist... Aber es muss ja nicht gleich jeder so begeistert miteifern wie ein Herr Wowereit in Berlin. Ich denke das darf und muss durchaus einem jeden Menschen selbst überlassen sein!
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#8 FrankAnonym
  • 23.08.2007, 17:28h
  • Ich denke die Teilnhame eines Bürgermeisters oder einer Bürgermeisterin auf irgendeinem CSD hat zunächst mal überhaupt nichts mit seiner eigenen sexuellen Identität zu tun, ebensowenig die Frage einer Schirmherrschaft. Auch die Parteizugehörigkeit spielt erstmal eine nachgeordnete Rolle. Viele Bürgermeister und Bürgermeisterinnen weltweit zeigen ja, dass dem so ist.
    Allerdings ist es Politkern zueigen, dass sie sich zunächst am liebsten dort präsentieren,w o etwas zu holen ist; eine Veranstaltung, bei der man sich peinliche Fragen und Buhrufe gefallen lassen muss gehört da sicher für den Freiherrn aus Hamburg nicht dazu.
    Dabei hat er sich das selbst zuzuschreiben. Hätte er nicht in den vergangenen Jahren die meisten CSDs geschwänzt, wäre er sicher ein willkommener Teilnehmer.
    Und warum nimmt er nicht teil? Ich vermute, dass er ein riesengrosses Problem mit seiner Sexualität hat. Für etwas zu demonstrieren, wozu man selbst nicht stehen kann oder will ist für ihn problematisch. Vielleicht hat er auch Angst dass ihm gerade wegen seines eigenen Schwulseines die Teilnahme durch seine Partei neagtiv ausgelegt wird und nicht ohne Folgen bleibt.
    Meines Wissens hat er sich ja nicht selbst geoutet, sondern sein Vater hat das für ihn erledigt.
    Aber gerade diese Komplexe, die Ole hat, oder das vermeintliche Dilemma sind ja eigentlich ein Grund mehr an der Demo teilzunehmen.
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#9 GeorgiosAnonym
  • 23.08.2007, 20:55h
  • Tja egal wie es ist....entscheidend ist dass Herr Beust die Pflicht hätte, grad als Schwuler selbst, auch politisch Präsenz FÜR Schwule zu zeigen und dazu gehört auch die Teilnahme am CSD Hamburg! Sorry die CDU Kommentare hier sind unerträglich! Was bitte hat die CDU jemals für UNS Schwule getan? GAR NICHTS...ginge es nach der CDU gäbs noch nicht mal eine Lebenspartnerschaft und das sage ich hier allen schwulen CDU Sympathisanten......ich könnt kotzen.......
    Was macht ihr eigentlich wenn euer Partner vielleicht gern mal die Lebenspartnerschaft mit euch eingehen will...sagt ihr dann: Tut mir leid Schatz, wir sind schwul und da geht das leider nicht, weil das nicht "normal" ist! ????
    Wenn mein partner eine solche Einstellung hätte würde ich mich trennen...sofort.....
    Und Ole von Beust muss ja keine grossen Interviews geben, aber er könnte sich wenigstens für uns Schwule einsetzen als Bürgermeister der zweitgrössten Stadt Deutschlands...eine Vorbildfunktion für junge Schwule sein dass sie sich nicht schämen muss schwul zu sein...Diese Kritik muss er sich bei einem solch miserablen Verhalten gegenüber der Gaybewegung in Deutschland (grad weil er selbst schwul ist) gefallen lassen......da kenn ich nix...und das ist auch meine Güte nicht zuviel verlangt....wirklich nicht!

    Diese moralische Standpauke musste ich jetzt loswerden!
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#10 SaschaAnonym
  • 23.08.2007, 21:34h
  • @gerd et al.:

    Es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen "quasi geoutet werden" (siehe Herr Beust und z.B. auch Herr Westerwelle) und "selbstbewusst zu seiner sexuellen Identität stehen" (Klaus Wowereit)!!!

    Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß dabei, die gesellschaftliche Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben weiterhin in der Herumdokterei an der so genannten Lebenspartnerschaft zu suchen.

    Wenn du dir einbildest, damit die Probleme gerade von jungen Homosexuellen, die tagtäglich beleidigt, diskriminiert und unterdrückt werden, zu lösen, dann bist du - wie so viele andere - einem kleinbürgerlich-konservativen Irrglauben aufgesessen!!!

    Aber an diesem Punkt - und nicht etwa an der "Homo"-Ehe, die per se diskriminierend und unverschämt gegenüber jedem selbstbewussten homosexuellen Menschen ist - wird sich die Frage nach einer tatsächlichen, uneingeschränkten gesellschaftlichen Gleichberechtigung von Homosexuellen entscheiden!!!

    Um so wichtiger ist es, dass homosexuelle Spitzenpolitiker mit ihrer Identität in der Öffentlichkeit ebenso selbstbewusst umgehen, wie Hetero-Politiker das auch ganz selbstverständlich tun. Alles andere ist nichts als Klemmschwesterntum und Kultivieren von kollektiven Minderwertigkeitskomplexen!!!
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